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Erbvertrag, der auch eine noch zu übertragende Immobilie betrifft

22.9.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Immobilie Erbvertrag
 Von 
FrankG1
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 42x hilfreich)
Erbvertrag, der auch eine noch zu übertragende Immobilie betrifft

Angenommen ein Ehepaar möchte aufgrund von Nachwuchs ihren Erbvertrag anpassen.
Ein Ehepartner wird in nächster Zukunft aus der Familie ein Haus übertragen bekommen. Für dieses soll im Erbvertrag eine besondere Regelung aufgenommen werde (Kind des Ehepaares als alleiniger Erbe).

Könnte ein solcher Ehevertrag bereits vor der Übertragung des Hauses auf den Ehepartner erstellt werden?

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Immobilie Erbvertrag


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
quiddje
Status:
Student
(2915 Beiträge, 1576x hilfreich)

Über Erbgegenstände kann vor dem Erbfall nicht verfügt werden.
Hier steht nicht, in welcher Form übertragen werden soll und wer welche Interessen haben könnte.
Da kann ich nur ganz pauschal empfehlen, bei der Übertragung die gewünschte Erbregelung gleich mit aufzunehmen. Das würde in jedem Fall gehen, setzt aber die Mitwiekung des Übertragenden voraus.

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#2
 Von 
FrankG1
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 42x hilfreich)

Zitat (von quiddje):
Über Erbgegenstände kann vor dem Erbfall nicht verfügt werden.
Hier steht nicht, in welcher Form übertragen werden soll und wer welche Interessen haben könnte.
Da kann ich nur ganz pauschal empfehlen, bei der Übertragung die gewünschte Erbregelung gleich mit aufzunehmen. Das würde in jedem Fall gehen, setzt aber die Mitwiekung des Übertragenden voraus.

Das Haus würde per Übertragungsvertrag vermacht. Da der Erbvertrag aber sowieso an neue Gegebenheiten angepasst werden müsste, ist die Idee, diesen Aspekt direkt mit aufzunehmen (auch da das gemeinsame Kind noch sehr jung ist).

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#3
 Von 
FrankG1
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 42x hilfreich)

Gäbe es nicht die Möglichkeit, künftiges Vermögen auch extra anzuführen? Es müsste ja nicht konkret benannt werden sondern z.B als "Übertragung durch die Eltern von x" bezeichnet werden.

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#4
 Von 
quiddje
Status:
Student
(2915 Beiträge, 1576x hilfreich)

Erkläre doch mal die "Übertragung durch die Eltern von x"! Wieso sollte im Übertragungsvertrag nicht gleich die weitere Rechtsnachfolge geklärt werden?
Wenn die Übertragung ein erwarteter Erbfall sein sollte:: § 311b, Absatz 4:

Zitat:
Ein Vertrag über den Nachlass eines noch lebenden Dritten ist nichtig. Das Gleiche gilt von einem Vertrag über den Pflichtteil oder ein Vermächtnis aus dem Nachlass eines noch lebenden Dritten

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#5
 Von 
cruncc1
Status:
Master
(4624 Beiträge, 2632x hilfreich)

Wehalb wartet man nicht einfach mit dem Erbvertrag, bis die Übertragung erfolgt ist? Da man dazu eh zum Notar muss, kann man das gleich mitbeurkunden.

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#6
 Von 
FrankG1
Status:
Beginner
(52 Beiträge, 42x hilfreich)

Also die Erbregelung in den Übertragungsvertrag aufnehmen?
Stünde das dann nicht im Widerspruch zum bestehenden Erbvertrag?

Der Grund, das ganze vor Inkrafttreten des Übertragungsvertrag anzugehen, liegt nur in den dann deutlich niedrigeren Notargebühren.

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