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Erbanteil durch einen Erben vorab ausbezahlen...

4.1.2010 Thema abonnieren Zum Thema: Enkel Sohn Haus
 Von 
kraftl
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Erbanteil durch einen Erben vorab ausbezahlen...

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

der größte Wunsch unserer Großmutter ist, das Ihr Haus nach Ihrem Tod durch einen Enkel
"übernommen" wird. Der o.g. Enkel müsste im Todesfall einen Sohn (50%) und einen Enkel
(25%) des Wertes ausbezahlen.
Da der Sohn momentan diese o.g. 50% gut gebrauchen könnte & der das Haus übernehmende
Enkel über diese 50% verfügen würde, würde sich eine jetzige Regulierung anbieten.
Jedoch gibt es hier von allen Seiten Bedenken, die sich wie folgt darstellen

- Unsere Großmutter hätte das Haus gerne als Sicherheit, sofern es bei Ihr zu einer Pflege-
bedürftigkeit kommen sollte.
- Der das Haus übernehmende Enkel möchte daher nicht zu 100% für etwaige Pflegekosten
in die Pflicht genommen werden.

Gäbe es bezügliches dieses Falles evtl. die Möglichkeit einen notariellen Vertrag auf-
zusetzen, der die folgenden Punkte WASSERDICHT festlegt.

- der Sohn hat durch die Auszahlung des Erbteils (durch den Enkel) sein Erbe restlos angetreten
- alle Erben (der Sohn sowie die beiden Enkel) sind nach dieser Zahlung zu (50%/25%/25%)
verpflichtet für etwaige Pflegekosten aufzukommen.
- Das Haus erst zum Zeitpunkt des Todes auf den Enkel übergeben wird
- Die Grossmutter demnach das lebenslange Wohnrecht behält

Uns allen ist an erster Stelle wichtig das unsere Großmutter 100%ig abgesichert ist und
das jedem Erben das zugestanden wird, was er auf dem "normalen" Wege später auch bekommen
hätte.

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen

Kraftl

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Enkel Sohn Haus


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(32293 Beiträge, 10985x hilfreich)

quote:
- der Sohn hat durch die Auszahlung des Erbteils (durch den Enkel) sein Erbe restlos angetreten

Das ist kein Problem.

quote:
- alle Erben (der Sohn sowie die beiden Enkel) sind nach dieser Zahlung zu (50%/25%/25%) verpflichtet für etwaige Pflegekosten aufzukommen.

Was ist, wenn einer der Beteiligten dann zahlungsunfähig ist, also kein oder kein ausreichendes pfändbares Einkommen hat.

quote:
- Das Haus erst zum Zeitpunkt des Todes auf den Enkel übergeben wird
- Die Grossmutter demnach das lebenslange Wohnrecht behält

Das widerspricht sich. Entweder bleibt die Großmutter bis zu ihrem Tode Eigentümerin, dann benötigt sie kein Wohnrecht oder das Haus wird sofort übergeben, dann kann ein Wohnrecht eingetrsgen werden.

quote:
Uns allen ist an erster Stelle wichtig das unsere Großmutter 100%ig abgesichert ist und das jedem Erben das zugestanden wird, was er auf dem "normalen" Wege später auch bekommen hätte.

Das wäre die Quadratur des Kreises. Mit dem angedachten Vorgehen übernimmt der Enkel, der das Haus bekiommen soll, jedenfalls ein hohes Risiko und verzichtet zudem auf die Verzinsung seines Kapitals. Die geplante Vertragsgestaltung ist daher in erster Linie nachteilig für diesen Enkel.

quote:
- Unsere Großmutter hätte das Haus gerne als Sicherheit, sofern es bei Ihr zu einer Pflegebedürftigkeit kommen sollte.

Das Haus kann nur einmal als Sicherheit dienen, steht also nicht als Sicherheit für die Auszahlungen des Enkels zur Verfügung.

quote:
- Der das Haus übernehmende Enkel möchte daher nicht zu 100% für etwaige Pflegekosten in die Pflicht genommen werden.

Das könnte ihm aber passieren. Wenn das Haus nach der Auszahlung des Geldes für die Pflege der Großmutter verwendet wird, wie bekommt dieser Enkel dann sein ausgezahltes Geld zurück? Was haben Sohn und anderer Enkel denn als Sicherheit zu bieten, damit diese Zahlungen abgesichert werden können.



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