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Eltern bevorzugen bei Lebzeiten ein Kind

13.1.2017 Thema abonnieren Zum Thema: Kind Eltern Lebzeiten
 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)
Eltern bevorzugen bei Lebzeiten ein Kind

Angenommen ein Ehepaar hat eine Tochter und einen Sohn.

Mit dem Sohn besteht kein Kontakt mehr, die Tochter erhält des Öfteren Sach- und Geldgeschenke (evtl. über das Girokonto).

Jetzt verstirbt ein Elternteil und der Sohn fordert seinen Erbteil, auch im Zusammenhang mit den in den letzten 10 Jahren erfolgten Schenkungen an seine Schwester, ein.

Der verbliebene Elternteil gibt an, es seien keine Schenkungen erfolgt.

Welche Möglichkeiten hätte jetzt der Sohn?

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Kind Eltern Lebzeiten


11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
gaga92
Status:
Praktikant
(926 Beiträge, 475x hilfreich)

Ist der Sohn per Testament enterbt worden und hat nur den Pflichtteilsanspruch?
Kann der Sohn beweisen, das es Schenkungen gab?
Kann der Sohn beweisen, das die Schenkungen aus dem Vermögen des verstorbenen Elternteils erfolgten?

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#2
 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)

Nehmen wir an, der Sohn wurde nicht enterbt.

Der Sohn hat keinerlei Dokumente oder andere Beweise aus denen die Schenkungen hervorgen.
Jedoch zu Zeiten als er noch Kontakt mit der Schwester, die keine hohen Einkünfte hat, hatte sie es selber kundgetan.

Der Sohn geht davon aus, dass die Schenkungen aus dem gemeinsamen Vermögen (Zugewinngemeinschaft) der Eltern erfolgt sind.

-- Editiert von lawfee am 13.01.2017 09:33

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#3
 Von 
Kleine Hexe
Status:
Praktikant
(666 Beiträge, 157x hilfreich)

Zitat (von lawfee):
Der Sohn hat keinerlei Dokumente oder andere Beweise aus denen die Schenkungen hervorgen.
Jedoch zu Zeiten als er noch Kontakt mit der Schwester, die keine hohen Einkünfte hat, hatte sie es selber kundgetan.
Der Sohn geht davon aus, dass die Schenkungen aus dem gemeinsamen Vermögen (Zugewinngemeinschaft) der Eltern erfolgt sind.

Vergiss es einfach. Lohnt sich nur wenn sich die Summe am Ende im mittleren bis höheren 5-stelligen Bereich abspielt
Wenn nicht vom Girokonto große Geldbeträge auf das Konto der Schwester umgebucht wurden sind die Schenkungen nicht nachweisbar. Also müsste er die Kontoauszüge einklagen und dann von den Schenkungen ausrechnen was er als Ergänzungsanspruch hat.
Hälfte der Schenkung (verstorbenes Elternteil) für jedes Jahr 10% Abschmelzung, vom Restbetrag 25% (50% Erbe überlebender Elternteil, 25% Erbe Schwester, 25% Sohn).

Kleine Hexe


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#4
 Von 
quiddje
Status:
Bachelor
(3218 Beiträge, 1847x hilfreich)

Man vergesse nicht, dass "Anstandsschenkungen" sowieso nicht zu einem Ausgleich führen.
Es sollte sich also wirklich um größere Summen handeln.

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(30933 Beiträge, 10470x hilfreich)

Zitat:
Nehmen wir an, der Sohn wurde nicht enterbt.

Dann müssten die Eltern schon mehr als die Hälfte ihres Vermögens verschenkt haben, damit überhaupt rechnerisch ein Anspruch entstehen könnte.

Zitat:
Der Sohn geht davon aus, dass die Schenkungen aus dem gemeinsamen Vermögen (Zugewinngemeinschaft) der Eltern erfolgt sind.

Beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gibt es kein gemeinsames Vermögen.

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#6
 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von hh):
Beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft gibt es kein gemeinsames Vermögen.

Es würde somit keine Rolle spielen wenn das Geld von dem gemeinsamen Girokonto der Eltern überwiesen wurde?

Zitat (von hh):
Dann müssten die Eltern schon mehr als die Hälfte ihres Vermögens verschenkt haben, damit überhaupt rechnerisch ein Anspruch entstehen könnte.

Fazit wäre: Der Sohn erbt nichts?

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#7
 Von 
salkavalka
Status:
Lehrling
(1033 Beiträge, 730x hilfreich)

Doch. Der Sohn erbt einen Anteil an dem, was vom Vermögen des Verstorbenen noch da ist.

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#8
 Von 
lawfee
Status:
Frischling
(24 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von salkavalka):
Doch. Der Sohn erbt einen Anteil an dem, was vom Vermögen des Verstorbenen noch da ist.

Nun, der noch lebende Ehepartner gibt an, es gibt kein Vermögen mehr.

Das wars, oder?

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#9
 Von 
fb367463-2
Status:
Bachelor
(3502 Beiträge, 1781x hilfreich)

Er könnte seinen Pflichtteil einklagen und darüber versuchen, Erkenntnisse über das noch vorhandene Vermögen zu erlangen. Aber wie oben schon "Kleine Hexe" schrieb.....

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#10
 Von 
Eidechse
Status:
Senior-Partner
(6775 Beiträge, 3612x hilfreich)

Zitat (von fb367463-2):
Er könnte seinen Pflichtteil
einklagen

Der Sohn soll doch Erbe geworden sein. Da gibt es keinen Pflichtteil zu fordern.

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#11
 Von 
fb367463-2
Status:
Bachelor
(3502 Beiträge, 1781x hilfreich)

Zitat (von Eidechse):
Zitat (von fb367463-2):
Er könnte seinen Pflichtteil
einklagen

Der Sohn soll doch Erbe geworden sein. Da gibt es keinen Pflichtteil zu fordern.


Stimmt, sorry - hatte den Sohn irgendwie als enterbt im Hirn gespeichert :)

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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