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Einkommenssteuer Vorauszahlung Rentner

3.1.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Einkommenssteuer
 Von 
Ayden
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Einkommenssteuer Vorauszahlung Rentner

Als Rentner musste ich für 2014 432 € nachzahlen.
Für 2015 setzte das FA dann 1/4 jährliche Vorauszahlungen von 230 € = 920 € an.

Da sich die Renten wohl nie so entwickeln dass dies gerechtfertigt ist legte ich Widerspruch ein, dieser wurde abgelehnt.
Eine Beschwerde erreicht auch nichts.

1. Kann diese Vorauszahlung Rechtens sein?
2. Wie kann man sich wehren?

Danke

-- Editier von Ayden am 03.01.2016 08:08

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Einkommenssteuer


9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Eugenie
Status:
Student
(2148 Beiträge, 791x hilfreich)

wehren kann man sich nicht, aber das Geld ist doch nicht verloren: beim ESt-Bescheid 2015 wird das doch wieder angerechnet! Und jetzt ist das Jahr 2015 auch vorbei!
Im Bescheid wurden die Vorauszahlungen doch berechnet und da kann man nachvollziehen, wie sich der Betrag ergibt. Nur wenn dabei Fehler gemacht wurden, kann man Einspruch einlegen oder wenn man Zahlungen z.B. für Pflege oder Krankheit hat, die zu einer niedrigeren Steuer führen, würde der VZ-Betrag herabgesetzt. Ansonsten einfach jetzt so schnell wie möglich die ESt 2015 abgeben!
E.

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#2
 Von 
Ayden
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo liebe Eugenie,

weisst du dass man sich nicht wehren kann oder vermutest du es?

Ich bin eigentlich nicht der Meinung, dass man sich alles bieten lassen muss und du hast schon Recht, das Geld ist nicht verloren.
Aber weshalb soll ich dem Fiskus ein zinsloses Darlehen gewähren?
Bei meiner Frau die noch arbeitet ist es so,dass sie jährlich Rückzahlungen bekommt, da sie ihre Unterlagen von der Firma aber frühestens im Februar bekommt wird es März bis man sie einreichen kann und Mai / Juni bis die Rückzahlung erfolgt. Hier erfolgt auch keine Verzinsung oder gar Vor-Rückzahlung, auf alles was man nicht in die Steuerkarte eintragen kann muss man warten.

Ausserdem ist es nicht nachvollziehbar, dass die zu erwartende Steuerpflicht bei einem Rentner in 1 Jahr um ca. 100 % steigt.

Des weiteren scheint es in Deutschland so zu sein, wenn man ein Groß-Steuerhinterzieher ist und sich selbst anzeigt dann hat man recht gute Karten damit durch zu kommen, als Arbeitnehmer wird man gemolken, Versäumnisse werden sofort mit Zuschlägen belegt, eine Ungerechtigkeit par Excellence, und das soll man einfach so schlucken?

Gruß

Ayden

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#3
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(22208 Beiträge, 11786x hilfreich)

Des weiteren scheint es in Deutschland so zu sein, wenn man ein Groß-Steuerhinterzieher ist und sich selbst anzeigt dann hat man recht gute Karten damit durch zu kommen, als Arbeitnehmer wird man gemolken, Versäumnisse werden sofort mit Zuschlägen belegt, eine Ungerechtigkeit par Excellence, und das soll man einfach so schlucken? Vielleicht könnten wir mal wieder auf den Fall zurückkommen. Für 2015 sind doch nun alle Fristen abgelaufen, nehme ich an. Aber was ist denn mit 2016? Wurden da ähnliche Vorauszahlungen angesetzt? Wenn ja, wann?

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#4
 Von 
Ayden
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

nein, für 2016 wurden sie wieder in passender Höhe, nämlich 116 € je Quartal angesetzt.

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#5
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(22208 Beiträge, 11786x hilfreich)

Nun ja - ich weiß ja nun nicht, WANN die Beschwerde bezüglich der Vorauszahlungen abgelehnt wurde. Man kann natürlich in solchen Fällen vor das Finanzgericht gehen, solange die entsprechende Frist eingehalten wird (1 Monat). Ich vermute, der Monat ist um - damit ist die Möglichkeit zum "Wehren" dann allerdings vorbei.

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#6
 Von 
muemmel
Status:
Unsterblich
(22208 Beiträge, 11786x hilfreich)

Übrigens verzinst das FA Guthaben durchaus - man muß nur lange genug warten. Wenn es hier 500 Euro Guthaben sind, werden die ab 04/17 mit 2,50 Euro pro Monat verzinst. Wenn Sie also die Erklärung erst 01/19 abgeben und dann, sagen wir mal, im April 2019 das Geld kriegen, sind es 560 statt 500 Euro. 6 % p. a. - wo kriegen Sie sonst noch so einen Zinssatz?

-- Editiert von muemmel am 03.01.2016 18:58

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#7
 Von 
Mahnman
Status:
Junior-Partner
(5961 Beiträge, 1168x hilfreich)

Die Situation ist für mich unklar.

Bescheid erfolgt ca. im Juni.

VZ werden im Normalfall nicht rückwirkend festgesetzt.

Wurden für 2015 wirklich 4 x 230 Euro festgesetzt oder evtl. nur für Quartal III und IV?

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#8
 Von 
reckoner
Status:
Schlichter
(7389 Beiträge, 2881x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Aber weshalb soll ich dem Fiskus ein zinsloses Darlehen gewähren?
Aber das zinslose Darlehen in Höhe von 432 Euro hast du doch gerne angenommen. :grins:

Sorry, aber wie kann man sich über ein paar hundert Euro so aufregen? Ich persönlich bekomme jährlich über 2000 Euro erstattet (auch unverzinst). Na und - das sind doch Peanuts (die Zinsen meine ich).

Zitat:
Des weiteren scheint es in Deutschland so zu sein, wenn man ein Groß-Steuerhinterzieher ist und sich selbst anzeigt dann hat man recht gute Karten damit durch zu kommen
Beispiel? Gegenbeispiele kenne ich hingegen einige.
Praktisch ist die Selbstanzeige sogar tot (spätestens seit Hoeneß), nur die ganz Dummen machen das noch.

Zitat:
als Arbeitnehmer wird man gemolken, Versäumnisse werden sofort mit Zuschlägen belegt,
Wer sind denn die ganzen Schwarzarbeiter? Ich wette zum Großteil Arbeitnehmer, die sich Abends/am Wochenende etwas dazu verdienen.

Ich denke du siehst das alles zu einseitig.

Stefan

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#9
 Von 
Eugenie
Status:
Student
(2148 Beiträge, 791x hilfreich)

ich weiß, dass man sich wehren kann, aber nur, wenn das auch begründet werden kann. Und das war hier nach der Schilderung nicht der Fall - und vor allem, wenn man erst ein halbes Jahr danach sich diese Frage stellt!!

Und noch eine Unklarheit: warum bekommt die Ehefrau Rückzahlungen und Sie als Rentner müssen nachzahlen??? Machen Sie keine Zusammenveranlagung?? Erfahrungsgemäß kann man damit am meisten Steuern sparen! Es gibt nur wenige Fälle, in denen es anders ist! Und das ist meine jahrzehntelange Erfahrung!

E.

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