Das eigenhändige Testament

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Im Regelfall werden Sie sich beim Verfassen Ihres letzten Willens für das eigenhändige Testament entscheiden, da dies die einfachste und unkomplizierteste Art ist: Sie setzten sich zuhause hin und schreiben auf ein Blatt Papier, wie Ihr Vermögen verteilt werden soll.
Unbedingt zu beachten sind dabei folgende Formerfordernisse:

  • Sie sind testierfähig
  • das gesamte Testament ist eigenhändig, handschriftlich geschrieben - Sie müssen alles von Anfang bis Ende von Hand schreiben. Schreibmaschinentext mit Unterschrift reicht nicht aus
  • Der Wortlaut des Testaments muss unterschrieben sein. Die Unterschrift "soll" den Vornamen und den Familiennamen des Erblassers enthalten
  • Der Ort, an dem das Testament geschrieben wurde, ist anzugeben
  • Das Datum der Testamentserrichtung ist anzugeben
  • Besteht das Testament aus mehreren Blättern, sollten Sie Blatt für Blatt unterschreiben und die einzelnen Seiten durchnumerieren

Ihr Testament können Sie bei jedem Amtsgericht aufbewahren lassen. Sie erhalten dann einen Hinterlegungsschein, der vom Richter und vom Urkundsbeamten des Amtsgerichts unterschrieben und mit einem Dienstsiegel versehen ist. Diese Art der amtlichen Verwahrung ist der sicherste Schutz gegen Verlust, Fälschung und Vernichtung.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Die Formerfordernisse
Seite  2:  Das eigenhändige Testament
Seite  3:  Die öffentliche Testament
Seite  4:  Das gemeinschaftliche Testament
Seite  5:  Das außerordentliche Testament
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