Der Verkauf von Immobilienkrediten

Mehr zum Thema: Immobilienrecht, Wohnungseigentum Rubrik, Banken, Kredit
0 von 5 Sterne
Bewerten mit: 5 Sterne 4 Sterne 3 Sterne 2 Sterne 1 Stern
0

Das ARD Magazin plusminus berichtete im vergangenen Jahr über Verkäufe von privaten Immobilienkrediten an Finanzinvestoren. Tatsächlich wurden nach einer Schätzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) seit dem Jahr 2003 Darlehen in einer Höhe von ca. 15 Milliarden Euro veräußert. Wie plusminus im Januar 2008 berichtete, droht durch die gegenwärtige Banken- und Finanzkrise eine weitere Verschärfung. Denn um die eigene Kapitaldecke zu verbessern, könnten Banken dazu neigen verstärkt Immobilienkredite zu verkaufen.

Damit wächst für "Häuslebauer" die Gefahr durch einen Kreditverkauf im schlimmsten Fall ihr Eigenheim durch eine Zwangsvollstreckung zu verlieren. Dabei sind längst nicht nur Not leidende Kredite betroffen, sondern es wurden in der Vergangenheit auch ordnungsgemäß bediente Darlehen verkauft. Das Problem: Regelmäßig werden Darlehen durch eine Grundschuld gesichert. Die Grundschuld hat gegenüber der Hypothek den Vorteil, dass mit ihr nach ihrer Bestellung noch weitere Forderungen gesichert werden können. Denn die Grundschuld ist im Gegensatz zu einer Hypothek nicht vom Bestand und Umfang der gesicherten Forderung, also des Darlehens abhängig.

Ralf Mydlak
seit 2007 bei
123recht.net
Rechtsanwalt
Friedrichsruher Straße 25
14193 Berlin-Charlottenburg
Tel: 030-3132044
Tel: 030-3132045
Web: http://www.ruge-mydlak.de
E-Mail:
Arbeitsrecht, Familienrecht, Maklerrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht

Sie kann daher für sich allein übertragen werden. Die Grundschuld bleibt bis zu ihrer Löschung nach vollständiger Darlehensrückzahlung im Grundbuch stehen. Der Käufer dieser Grundschuld könnte daher unter Umständen die gesamte Höhe der Grundschuld verlangen, auch wenn der Darlehnsnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Darlehnsvertrag stets nachgekommen ist. Betreibt der Käufer dann die Zwangsvollstreckung in die Immobilie, bleiben dem "Häuslebauer" allenfalls noch Schadensersatzansprüche gegen seine Bank. Um sich hiervor zu schützen, sollte bei Verhandlungen über einen Immobilienkredit darauf bestanden werden, eine Klausel aufzunehmen, die die Weitergabe von Forderungen an Dritte ausschließt. Alternativ kann auch daran gedacht werden, statt einer Grundschuld eine Hypothek zur Sicherung des Darlehens zu vereinbaren. Bei bestehenden Immobilienkreditverträgen hilft dies allerdings nicht weiter. Sofern sich abzeichnet, dass der Kredit nicht mehr ordnungsgemäß bedient werden kann, sollte der Kunde frühzeitig das Gespräch mit seinem Kreditgeber suchen.


Wir
empfehlen

Grundstückskaufvertrag prüfen

Überprüfung eines Kaufvertrages für ein Grundstück. Hat Ihr Grundstückskaufvertrag rechtliche Fallstricke oder ergeben sich für Sie Nachteile?
Nutzen Sie dieses Formular, um Ihren Grundstückskaufvertrag zum Festpreis überprüfen zu lassen.

Jetzt loslegen
Rechtsanwalt Ralf Mydlak
Bismarckstraße 80
10627 Berlin
Tel.: 030/313 20 44 od. 45
Fax: 030/312 60 25
Mail: info@ruge-mydlak.eu
Web: http://www.ruge-mydlak.de
Blog: http://ramydlak.blogspot.com
Diskutieren Sie diesen Artikel