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Bafög-Rückforderung / Fehler des Sachbearbeiters

5.1.2008 Thema abonnieren
 Von 
ALien1
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)
Bafög-Rückforderung / Fehler des Sachbearbeiters

Hallo,

vor ca. einer Woche habe ich Post vom hiesigen Studentenwerk bzw. Bafög-Amt bekommen. Ich soll die Bezüge, welche mir für die vergangenen zwei Semester genehmigt wurden, zurückzahlen - ca. 4000 Euro! Als Grund wird angegeben, ich hätte keine Berechtigung auf Bafög aufgrund eines zu spät erfolgten Fachrichtungwechsels, d.h. nach dem dritten Hochschulsemester.

Die Hintergründe: Ich habe insgesamt fünf Hochschulsemester Philo und Geschichte studiert inkl. ein Urlaubssemester, also vier Fachsemester. Ich wollte nach dem vierten Hochschulsemester wechseln zu Design, was aber aufgrund nicht bestandener Eignungsprüfung im ertsen Anlauf scheiterte. Damit ich bis zum nächsten Prüfungstermin ein Semester später nicht in der Luft hängen würde, habe ich mich nochmal im bisherigen Studiengang immatrikuliert und halt das Zwischendiplom gemacht. Dann habe ich mich nochmals beworben und die Prüfung im zweiten Anlauf geschafft und im anschließenden Wintersemester mein neues Studium begonnen.

Ich hatte vor meiner ertsen Bewerbung für Design einen Antrag auf Vorabentscheid gestellt, der auch positiv ausfiel. Damals war ich im dritten Fachsemester. Auf dem Schreiben stand nur der Hinweis, daß ich unverzüglich wechseln müsse, um bafögberechtigt zu sein. Das ging dann eben nicht, da ich die Prüfung beim ersten Mal nicht packte und weswegen ich halt noch ein Semester weitergemacht habe. Genau dieses eine Semester soll mir jetzt das Genick brechen, da es mein VIERTES Fachsemester wurde.

Allerdings war mein Informationsstand damals der, daß bei einem Wechsel bis einschl. viertes Fachsemester die Baföberechtigung erhalten bleiben kann.
Zudem wurden meine - absolut vollständigen - Unterlagen zwecks Bafög-Berechnung wohl gründlich geprüft und mir Bezüge gewährt. Es gab keine Anzeichen für etwaige Probleme. Mein damaliger Sachbearbeiter hat nie Einwände gehabt. Hätte ich vorher bescheid gewußt, hätte ich meine Immatrikulation evtl. rückgängig machen können.

Ich hatte heute ein Gespräch mit der neuen Sachbearbeiterin, die das ganze ins Rollen gebracht hat. Sie hat mir zwar keine großen Hoffnungen gemacht, mir aber zum Widerspruch geraten. Das werde ich auch tun (müssen), Denn wenn es ganz übel kommt, sitze ich demnächst auf einem Schuldenberg und weitergefördert würde ich dann auch nicht mehr. Und Design ist ein verdammt geld- und zeitaufwendiges Studium.

Ich sehe die Schuld nicht bei mir, da ich nach bestem Gewissen gehandelt habe. Die Sachbearbeiter hätten mich ja darauf hinweisen müssen. Spätestens bei der Prüfung meines Antrags zu beginn des Designstudiums hätten die Sirenen aufheulen müssen. Welche Möglichkieten und Chancen habe ich?

Kann mir jemand helfen? Vielen Dank.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ALien1
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

bisher konnte ich durch forenmitglieder zwar erfahren , daß unter bezugnahme auf § 45 SGB 10 evtl. chancen bestünden. allerdings kam kein weiteres ergebnis dabei raus. es würde mich sehr freuen, wenn sich mitglieder, die mit diesem "phänomen" erfahrung haben, an dieser diskussion beteiligen würden. es geht schließlich darum, daß ich für den fehler des amts geradestehen soll. das kann einfach nicht sein. gibt es für solche fälle keine ausnahmeregelung?

vielen dank.

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#2
 Von 
Jotrocken
Status:
Junior-Partner
(5899 Beiträge, 1205x hilfreich)

Auf Ihre Fragen wurde -soweit möglich- schon eingegangen. Vielleicht kann bei weiteren Fragen eher ein RA helfen...

-----------------
"Juristerei bedeutet, dem Gegner in Zahl und Güte seiner Argumente überlegen zu sein."

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#3
 Von 
ALien1
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok. Danke.

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