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Auto kauf manipuliert - Rückgabe - Privat - Unfallschaden -

6.1.2016 Thema abonnieren Zum Thema: Kauf Auto Privat
 Von 
palomapicasso
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Auto kauf manipuliert - Rückgabe - Privat - Unfallschaden -

Hallo,

ich erhoffe mir hier Hilfe, den es ist so das ich mir vor genau 7 Wochen ein Auto gekauft habe, und nur noch Probleme habe.

Kurz die Fakten:

-Vor 7 Wochen habe ich in Ebay Kleinanzeigen - durch privat - ein Inserat gesehen, welches mich direkt angesprochen hat.
Zum Verkauf stand, eine Mercedes A Klasse, Bj 98, mit leichtem Rost an der Türe vorne re., ansonsten Rostfrei, ohne Mängel mit TÜV für 2200.-- EUR.- Da mich das Inserat ansprach, trat ich mit dem Verkäufer in Kontakt, auch am Telefon wurde das Auto frei von Mängeln beschrieben, Unfallfrei, Rost sei nur sehr leicht an der Türe vorne re.

-Einige Tage später konnte ich mir das Auto anschauen, habe eine Probefahrt gemacht, da ich noch ein paar weitere Mängel feststellte bis auf den Rost an der Türe vorne re. (Tür Schloss defekt, Spiegel defekt, und beim Blick unters Auto auch Rost zu erkennen, der aber nicht gravierend aussah) handelte ich den Verkäufer auf 1700€ herunter, er gab mir auf Nachfrage die Zusicherung das ein neuer TÜV kein Problem sei, und das der letze TÜV ohne erkennbare Mängel gewesen sei, und das Ihm auch kein Unfall bekannt sei, das er den Auspuff, Bremse, Dolmlager hat machen lassen. So habe ich das Auto dann gekauft, er hat einen Muster Vertrag genommen, von Autoscout24, und schloss Garantie und Sachmängel aus, gab aber auch im Kaufvertrag nochmals an Schäden oder Unfall sei nicht bekannt. ICH HATTE EINEN ZEUGEN DABEI

-Nun nahm ich das Auto mit nach Hause, und bin einige Tage später damit in die Werkstatt gefahren, da mir aufgefallen ist, auf meinem Parkplatz das ein dunkler Fleck auf dem Boden war, in der Werkstatt kam das Auto auf die Hebelbühne, dort stellte man fest das die Schelle der Antriebswelle ab sei, und deswegen Fett raus trat, und ich bekam eine neue Schelle, jedoch stellte man auch fest, das dass Auto mal einen Unfall Schaden hatte, den hinten re. war der Achsschenkel gebrochen und vorne die Kühlerauflage verbogen. Völlig geschockt rief ich den Verkäufer an, dieser sagte mir er wüsste davon nichts, er wolle aber seinen Mechaniker befragen, dies tat er auch, da stellte sich heraus das der Mechaniker davon wusste, (fand komisch das der Verkäufer davon nichts wusste), und wir einigten uns darauf das er mir für die Instandsetzung 250€ zurück gibt, wir vereinbarten auch schriftlich, zusätzlich zum Kaufvertrag, das ich (Käufer) jetzt von dem Unfallschaden bescheid wüsste, und das er mir die 250€ gab, und das der Verkäufer für weitere Schäden Mängel die daraus resultieren nicht mehr Haftbar gemacht werden kann, das ich als Käufer bescheid wüsste und einverstanden bin, ich war damit einverstanden, da er wieder sagte TÜV sei kein Thema.

-Dann kam ich leider in die Klinik, wo ich etwas länger lag, letzte Woche dann, habe ich in der Werkstatt einiges Instand setzen lassen, und bin mit dem Auto im Anschluss zum TÜV gefahren, da kam dann heraus das dass Auto versteckt beim Schweller, auf den ersten Blick nicht zu sehen, beidseitig Tennisball große Löcher hat, zudem würde der ABS defekt sein, was aber laut dem TÜV komisch sei, das die Kontrolllampe nicht geht, weil diese eigentlich bei einem defekten ABS blinken müsste. Ich konnte nicht glauben was ich da hörte, da man mir sagte ein TÜV bekommt mein Auto so niemals, ich konnte es wiegesagt nicht glauben und bin noch zur DEKRA gefahren, gleiche Aussage. Völlig geschockt fuhr ich dann zum GTÜ der im Jan.2015 den TÜV abnahm, er konnte sich an mein Auto noch erinnern (Fand ich komisch war ja fast ein Jahr her) er sagte der Unfallschaden daran kann er sich erinnern, und er konnte mir sagen, das dass Auto in den besagten stellen Rost hatte, aber noch keine Löcher. Ich informierte den Vorbesitzer, der sagte es sei ihm nichts bekannt, tat eins auf unwissend und geschockt. Ich sagte ich kann das nicht hinnehmen, mir wurde ein Auto frei von Mängeln verkauft, dann stellte sich der Unfall heraus, und jetzt ein ABS der defekt ist (und was eben komisch ist das die Lampe das nicht anzeigt)(Tüv vermutete Lampe abgeklemmt), dazu Rost Löcher, ich sagte sie haben mir unter Zeugen zugesichert das dass Auto kein weiterer Rost hat bzw keine Rost Löcher, Sie haben mir zugesichert das dass Auto nochmals TÜV bekäme, er sagte es täte ihm leid er wüsste davon nix. Gespräch erstmal beendet.

-Ich konnte das alles nicht glauben und habe den vor Vorbesitzer ausfindig machen können, der sagte mir das bei dem Auto damals der EPS/BAS und ABS geleuchtet hat weil der Lenkwinkelsensor kaputt war und die Servopumpe, beides lies er nicht mehr machen und gab das Auto unter diesen Punkten auch zum Verkauf ab.

-Ich schrieb das dem Verkäufer, sagte entweder macht er Nachbesserung, oder Rücktritt Kaufvertrag, beides lehnte er ab, sagte er sei Unschuldig.

-Ich rief alle Werkstätten an die im Service Buch standen, und es kam heraus, das in dem Besitz des Vorbesitzers (Verkäufer) das Auto zur Achsmessung kam, und es bekannt sei mit dem Unfall. (Verkäufer sagt ihm jedoch nicht, das Auto war 3 Jahre in seinem Besitz).

-Nun ist es so, das der Verkäufer sich einen Anwalt gesucht hat, damit ich ihm nicht mehr schreiben kann oder anrufen kann. Halte mich daran, hab aber noch nix von dessen Anwalt erhalten.

-Heute schrieb mir der Verkäufer, das in seinem Vertrag drin stand das der EPS defekt sei, aber wohl behoben wurde.

Nun was ist hier meine Frage, wie beurteilt Ihr die Geschichte ?

Wie hoch sind meine Chancen auf Nachbesserung oder Rückgabe ?

Weil ich hätte das Auto nie gekauft wenn mir das Alles bekannt gewesen wäre, ich bin halt Laie, so wie der Verkäufer halt auch, aber ich finde es extrem viele Zufälle, und auch wenn er Laie ist, dann sollte er lieber nix sagen, als ja ja auto bekommt nochmals tüv, ne der hat keine löcher.... War Privat.

Es ist doch so die ersten 6 Monate muss er doch nachweisen, das es bei ihm die mängel nicht gab, naja beim rost kann er das nicht, und abs ist auch nicht möglich da der fehlerspeicher den kilometer stand zeigt, und da hatte ich das auto noch nicht.

Wie ist es den wenn den Verkäufer, vom Vorbesitzer betrogen wurde ?

Danke im Voraus

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Kauf Auto Privat


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
palomapicasso
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Ach so, ich habe ihm sehr viele Emais geschrieben, weil ich sauer bin, bot mehrere Angebote an wie wir uns einigen können.

Ich habe einen Anwalt eingeschaltet, jedoch ist der gerade noch im Urlaub...

Es ist echt eine doofe Situation- und sehr ärgerlich.

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#2
 Von 
Nasti16
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 37x hilfreich)

Du schreibst, du hättest die Sachmängel ausgeschlossen. Damit hast du wohl schlechte Karten. Du müsstest nachweisen, dass er die Mängel arglistig verschwiegen hat. Kommste wohl nicht um einen Anwalt rum. Und das versenkt noch mehr Geld. Ob sichs lohnt ist die Frage.

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Richter
(8802 Beiträge, 3486x hilfreich)

Du hast einen sehr kulanten Verkäufer erwischt. Du hättest schon kein Anrecht auf die 250€ gehabt. Das war alles Kulanz.
Wenn der Vorbesitzer nichts von den Mängeln gewußt hat, dann ist er zu nichts verpflichtet, denn die Gewährleistung wurde ausgeschlossen.
Dein Auto - dein Problem.
Wäre ich der Vorbesitzer, dann würde ich jegliche Kommunikation zu dir einstellen.

Zitat:
Es ist doch so die ersten 6 Monate muss er doch nachweisen, das es bei ihm die mängel nicht gab
Quatsch. er braucht gar nichts nachzuweisen. Du bist derjenige, der etwas fordert, also musst du ihm nachweisen können, dass ihm all diese Mängel bekannt waren. Eine Achsvermessung macht man nicht nur nach einem Unfall, sondern bei allen Arbeiten am Fahrwerk. Das sagt gar nichts über einen bekannten Unfall aus. Was erwartest du denn für weniger als 1500€? Meiner Meinung nach hast du einen Wagen gekauft der in einem altergemäßen Zustand ist (abgesehen vom Unfall, der dem VK aber nicht bekannt war).

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#4
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 2890x hilfreich)

Wenn der Wagen nachweisbar als unfallfrei verkauft wurde, dann ist das eine Beschaffenheitsbeschreibung für die ein Gewährleistungsausschluss laut BGH nicht gilt. Daher ist der Nachweis der arglistigen Täuschung diesbezüglich nicht notwendig, es ist ein ganz normaler Gewährleistungsanspruch.

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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Richter
(8802 Beiträge, 3486x hilfreich)

Zitat (von JogyB):
Wenn der Wagen nachweisbar als unfallfrei verkauft wurde, dann ist das eine Beschaffenheitsbeschreibung für die ein Gewährleistungsausschluss laut BGH nicht gilt.

Der Wagen wurde NICHT als unfallfrei verkauft!
Zitat (von palomapicasso):
....gab aber auch im Kaufvertrag nochmals an Schäden oder Unfall sei nicht bekannt.

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#6
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 2890x hilfreich)

Zitat (von micbu):
Schäden oder Unfall sei nicht bekannt

Das würde ich als Käufer gemäß §133 BGB als "unfallfrei" verstehen. Muss aber im Zweifelsfall ein Richter entscheiden.

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