Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
495.393
Registrierte
Nutzer

Aufhebung der "Mindestmietdauer"

1.1.2018 Thema abonnieren
 Von 
pkdd
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Aufhebung der "Mindestmietdauer"

Guten Abend,

ich habe am 01.10.2016 einen Mietvertrag abgeschlossen. In diesem ist geregelt, dass die "Mindestmietdauer" 3,5 Jahre beträgt, das Mietverhältnis also nicht ordentlich oder aus einem anderen wichtigen Grund vor dem 31.03.2020 gekündigt werden kann. Wichtige Gründe für einen früheren Auszug liegen nicht vor, somit habe ich beim Vermieter angefragt, unter welchen Bedingungen ein früherer Auszug sonst möglich wäre. So weit, so gut.

Neben der Bedingung, dass ich einen Nachmieter suche (was völlig in Ordnung ist), begehrt der Vermieter als Bearbeitungskosten "für das Sichten der Bewerbungen, Führen von Bewerbungsgesprächen, Abfassen eines neuen Mietvertrages, Abfassen eines Aufhebungsvertrages, Austauschen der Mietsicherheiten und Wohnungsabnahme" 1000 Euro. Dieser Betrag erscheint mir unverhältnismäßig hoch und ich frage mich, ob diese Forderung rechtlich möglich und korrekt ist.

Ich hoffe Sie können mir bei meiner Frage behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen und ein frohes neues Jahr
pkdd

Verstoß melden

Wir
empfehlen

Mietvertrag Wohnung

Erstellen Sie Ihren individuellen Wohnungsmietvertrag für Ihre private Mietwohnung.
Juristische Dokumente individuell, günstig und rechtssicher.

Mehr Informationen



10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Michael32
Status:
Senior-Partner
(6547 Beiträge, 1333x hilfreich)

Naja,
ausziehen kannst Du ja jetzt schon, musst halt die Miete bis zum Schluss bezahlen. Somit wäre das der Gegenwert zu den 1.000 EUR. Der Vermieter muss ja nicht darauf eingehen, Du auch nicht, somit reine Verhandlungssache.

Zu prüfen wäre evtl, ob die Klausel auch rechtswirksam ist, Du kannst ja mal den genauen Wortlaut posten.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(58799 Beiträge, 27943x hilfreich)

Aufhebungsverträge sind recht frei verhandelbar.

Wenn der Vermieter für die Zeit und die Kosten die er für den Nachmieter aufwenden musste, eine pauschale Entschädigung haben möchte, dann ist das legitim.

Man kann akzeptieren, verhandeln oder es lassen.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
pkdd
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort.

Hier der genaue Wortlaut (waren doch nicht genau 3,5 Jahre, ändert ja aber nichts):

Zitat:
Das Mietverhältnis beginnt am 01.10.2016. Es gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Das Mietverhältnis kann jedoch nicht vor dem 01.02.2020 gekündigt werden. Weiteres ist in § 15 geregelt.

Zitat:
§15: Sollte eine der Bestimmungen dieses Vertrages ganz oder teilweise rechtsunwirksam sein oder werden, so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen dadurch nicht berührt. In einem solchen Fall ist der Vertrag vielmehr seinem Sinne gemäß zur Durchführung zu bringen.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Michael32
Status:
Senior-Partner
(6547 Beiträge, 1333x hilfreich)

Die Klausel würde ich für grenzwertig halten, da der Passus

Zitat:
Das Mietverhältnis kann jedoch nicht vor dem 01.02.2020 gekündigt werden

meiner Meinung nach auch das recht zur außerordentlichen Kündigung einschließt. Daher würde ich dazu tendieren, dass die Mindestmietdauer nicht einzuhalten wäre.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
pkdd
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Dieser Absatz befindet sich im Vertrag unter §2 welcher mit "Mietzeit und ordentliche Kündigung" betitelt ist. Möglicherweise ist der Passus dadurch nur auf die ordentliche Kündigung zu beziehen?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Michael32
Status:
Senior-Partner
(6547 Beiträge, 1333x hilfreich)

Doppel

-- Editiert von Michael32 am 02.01.2018 15:25

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
Michael32
Status:
Senior-Partner
(6547 Beiträge, 1333x hilfreich)

doppel


-- Editiert von Michael32 am 02.01.2018 15:25

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
Michael32
Status:
Senior-Partner
(6547 Beiträge, 1333x hilfreich)

doppel


-- Editiert von Michael32 am 02.01.2018 15:26

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Michael32
Status:
Senior-Partner
(6547 Beiträge, 1333x hilfreich)

Was steht denn in §2 ?
Und wie steht §2 mit dem Passus zur Mindestmietdauer ?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden


Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Denise Gutzeit Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Bin ich zur Renovierung verpflichtet?
Die Antworten findet ihr hier:


Schönheitsreparaturen

Bei Auszug aus Mietwohnung oder Büro ist immer wieder die Frage, ob der Mieter renovieren muss. In welchem Umfang, welche Farbe, durch Handwerker? Wenn im Mietvertrag starre Fristen für Schönheitsreparaturen vorgesehen sind, ohne auf eine Notwendigkeit abzustellen, dann sind solche Klauseln ungültig. Bei Fragen zu Ihren Klauseln zu Schönheitsreparaturen oder Auseinandersetzungen mit Vermieter / Mieter lesen Sie bitte unsere Ratgeber oder sprechen einen Anwalt für Mietrecht an. mehr

Muss der Mieter bei Auszug renovieren?

Es existiert kein neues Gesetz, nach welchem der Mieter nicht mehr renovieren muss. Lesen Sie nachfolgend, wann eine Verpflichtung bestehen kann. / Teilweise wird in der ... mehr

Renovieren bei Auszug - ja oder nein?

Sieben Fragen und Antworten rund um das Thema Schönheitsreparaturen / In den letzten zehn Jahren hat der Bundesgerichtshof in Sachen Schönheitsreparaturen und Renovierung bei Auszug immer wieder mieterfreundlich entschieden. Trotzdem ..... mehr