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Auffahrunfall mit Dienstwagen ohne Polizei dabei

 Von 
Mr. Unfall
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Auffahrunfall mit Dienstwagen ohne Polizei dabei

Hallo zusammen!

Ich habe gestern einen Auffahrunfall verursacht. Ein Pkw vor mir musste stark bremsen und dies habe ich auch getan, jedoch rutschte ich dem anderen leicht hin drauf. Schäden an seinem Fahrzeug sind ein gebrochenes Kunststoffteil, leichte Kratzer und das Kofferraumschloss ging nicht mehr auf. Ich habe nicht die Polizei gerufen da ich angst um meinen Führerschein hatte. Auf meinem Dienstwagen waren noch Sommerreifen kurz vor der Verschleisgrenze. Die Strasse war nass und ich schätze mal wir hatten zwischen 6 und 8 Grad. Ich bin noch in der Probezeit.

Jetzt sagt mir mein Chef das die Fahrze***ersicherung nicht zahlt da bei Leasingautos die Polizei dazu geholt werden müsse und er sähe nicht ein das die Firma für den Schaden aufkommt.

Geht das einfach so? Was habe ich für Möglichkeiten?

Vielen Dank schon jetzt für eure Hilfe!

Gruß Marc

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Schaden Versicherung Polizei


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
andreas124
Status:
Lehrling
(1474 Beiträge, 440x hilfreich)

Wenn es so in den Versicherungsbedingungen steht, ist es eine Vertragsverletzung, das heißt, die Versicherung zahlst den Fremdschaden, für die Vertragsverletzung ist aber eine Strafe von meinst einer Jahresprämie fällig.
Ob das auch für eine evtl. vorhandene Kasko für den Eigenschaden zählt, weiß ich nicht.

Deinen Führerschein wärst du noch nicht losgeworden. hättest also die Polizei rufen können.

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#2
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6485 Beiträge, 4447x hilfreich)

quote:
Wenn es so in den Versicherungsbedingungen steht, ist es eine Vertragsverletzung, das heißt, die Versicherung zahlst den Fremdschaden, für die Vertragsverletzung ist aber eine Strafe von meinst einer Jahresprämie fällig.
Der Vertrag besteht aber zwischen Arbeitgeber und Versicherung, damit hat der Arbeitnehmer nichts zu tun. Der Arbeitnehmer muss nur dann die Polizei rufen, wenn das auch mit dem Arbeitgeber ausdrücklich vereinbart ist. Eventuelle Forderungen der Versicherung kann der Arbeitnehmer also nicht haftbar gemacht werden, wenn er nicht verpflichtet war die Polizei zu rufen.

Bezüglich des Schadens müssen bestimmte Dinge geklärt werden, denn erst bei grober Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer für Schäden voll. Die Frage ist also z.B., was der Grund für den Unfall war. Alleine zu dichtes Auffahren, mangelhafte Bereifung, etc. Bei letzterem kommt es dann wieder darauf an, was bezüglich Winterreifen geregelt war, also wer sich darum kümmert. Der Arbeitgeber wie er es normalerweise müsste oder hat er dies Pflicht vertraglich dem Arbeitnehmer auferlegt.

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#3
 Von 
guest-12311.06.2012 09:58:36
Status:
Praktikant
(571 Beiträge, 266x hilfreich)

Das mit der Verantwortung des Reifenwechsels sehe ich etwas anders. Auch wenn der AG verpflichtet ist, diese zu wechseln, obliegt es dem Benutzer des Fahrzeugs sich um den verkehrssicheren Zustand des selben zu kümmern. D. h. Reifenwechsel, wenn angebracht (Sommer/Winter), Lichtanlage, usw.
Wahrscheinlich wurde auch bei Übergabe des Dienstwagens darauf hingewiesen, dass bei UNfällen Polizei hinzugezogen werden muss (schriftlicher Hinweis!). Ich kenne das so aus der Praxis.


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