Fälle, in denen Schmerzensgeldansprüche gerichtlich abgewiesen wurden

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Verkehrsrecht Rubrik, Schleudertrauma, Schmerzensgeld, Unfall

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Gerichtlich abgewiesen werden im Zusammenhang mit Schleudertrauma Ansprüche auf Schmerzensgeld bei typischen Auffahrunfällen und einer Differenz-Geschwindigkeit von höchstens 10 Stundenkilometern, es sei denn, der Geschädigte kann einen ungewöhnlichen Geschehensablauf beweisen.

Offensichtlich ist weiterhin, dass Gerichte einen Geldanspruch ablehnen, wenn ärztlich lediglich ein leichteres Schleudertrauma attestiert ist. Kein Geld gibt es in den Fällen, in denen keine an sich typischen Begleiterscheinungen, wie beispielsweise eingeschränkte Bewegungsfähigkeit oder stärkere Prellungen nachgewiesen sind.

AG Bielefeld 20.7.1995 Kein Schmerzensgeld HWS - Schleudertrauma ohne weitere Beschwerden, einmalige Arztbehandlung.
AG Nürnberg 21.1.1994 Kein Schmerzensgeld Leichtgradiges HWS-Schleudertrauma, keine Arbeitsunfähigkeit, keine Behandlungsbedürftigkeit.

Die Gerichte begründen ihre Entscheidung damit, dass lediglich geringfügige körperliche Beeinträchtigungen unter das allgemeinen Lebensrisiko fallen. Dieses soll jeder, der am heutigen Straßenverkehr teilnimmt, selbst tragen.

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Leserkommentare
von Schohni am 05.05.2017 14:23:32# 1
Die genannten Summen sind wohl eher die Ausnahme, oder?
In den 90ern hatte ich mal ein HWS2. Das waren DM 2500.- .
    
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