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"Abzocke"-Bundestrojaner und Kipo-falle

2.1.2015 Thema abonnieren
 Von 
funky4computer
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
"Abzocke"-Bundestrojaner und Kipo-falle

Hallo zusammen,,

Folgende Prämisse:
- Vor 2 - 3 Jahren hat sich ein Computer eines Familienmitglieds den oben genannten Trojaner eingefangen und das BS lies sich daraufhin nicht mehr starten.
- Ich habe damals den Rechner neu aufgesetzt und habe mir auch nicht sehr viele Gedanken darüber gemacht.

Problem:
- Jetzt im Nachhinein habe ich mitbekommen, dass dieser Trojaner angeblich KiPo -Material auf den Heimrechner nachladen soll, was dazu führen könnte, dass man wegen Besitzes von KiPo angeklagt werden könnte.
- Leider weiß ich nicht, ob der Trojaner dies damals getan hat oder nicht.
- Durch das Neuaufsetzen des Rechners kann ich im möglichen Ernstfall auch nicht nachweisen, dass es der Trojaner war...

Frage:
- Ich habe im Internet recherchiert und bin auf folgendes gestoßen: Selbst, wenn man auf eine KiPo-Seite geklickt hat, kann es zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen. Dies würde ja bedeuten, dass es ausreichen würde, dass die IP geloggt worden ist. Was hat die Hausdurchsuchung dann noch für eine Funktion?
- In der Wohnung befanden sich mehrere Rechner, aber nach Außen hin hat man ja nur die öffentliche IP. Muss ich im Notfall beweisen können, dass es der befallene Rechner war?
- Was kann man noch tun?

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
NinaONina
Status:
Lehrling
(1507 Beiträge, 1138x hilfreich)

quote:
Was hat die Hausdurchsuchung dann noch für eine Funktion?

Je nach Sachlage könnte das bloße Loggen einer IP noch nichts beweisen. Bei so schweren Straftaten wird ein Gericht wohl nicht nur deswegen verurteilen, weil es "glaubt", daß beim Logging keine Fehler aufgetreten sind. Da sucht man also nach Spuren des tatsächlichen Besitzes von KiPo.

quote:
Muss ich im Notfall beweisen können, dass es der befallene Rechner war?
- Was kann man noch tun?

Nach "2-3 Jahren" ist es doch sehr unwahrscheinlich, daß wegen des bloßen Verdachtes auf Versuch der Beschaffung ein Strafurteil ergeht.

quote:
Selbst, wenn man auf eine KiPo-Seite geklickt hat, kann es zu einer strafrechtlichen Verfolgung führen.

Ja, aber nicht zu einer Verurteilung. Ein Vorsatz wird sich wohl nicht beweisen lassen, immerhin könnte man auf ein Werbebanner geklickt haben, das absichtlich oder versehentlich auf die falsche Zielseite führt, oder auf eine "Klickfalle" in einem Forum oder wer weiß was sonst.
Genau deswegen erfolgen dann ja meist Hausdurchsuchungen, weil man konkreten Besitz von KiPo nachweisen muß, für alles andere hebt kein Richter den Kopf.

quote:
Was kann man noch tun?

Nerven bewahren und keine Paranoia schieben.


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