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umgangs- und sorgerecht

27.3.2002 Thema abonnieren Zum Thema: Sorgerecht
 Von 
ovid
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 3x hilfreich)
umgangs- und sorgerecht

die mutter m klagt gegen den vater v das Sorgerecht für die gemeinsame 3 jährige tochter ein. zur zeit erhält v eín 14 tägiges umgangsrecht von samstag 12 bis sonntag 17 uhr. auch wurde v vor beginn des sorgerechtsstreits von m angezeigt, wegen körperverl., nötigung, freiheitsberaubung (verfahren wurde eingestllt). nun droht die anwältin der m damit das dem v in der regel nur ein stundenweises umgangsrecht zustehen würde, und er froh über die großzügigkeit der mutter sein könne! wie stehen die chancen für v das die 50% der sorgerechts zu behalten und ein vernünftiges umgangsrecht zu erhalten. auch erweckt die tochter mittlerweile den eindruck als würde sie von der m beeinflusst, so z.b. die hinweise der m wenn v seine tochter abholt, das t abends ruhug anrufen kann wenn sie schlecht gelaunt ist(jedes mal wird dieses 3mal erwähnt). auch wirkt t sehr angespannt solange sie in der nähe ihrer mutter ist wenn v sie abholt. auch werden v von der gegnerischen partei alkoholmißbrauch sowie gewalttätigkeit vorgeworfen(vollkommen unbegründet), weitergehend das er nicht fähig sei auf t aufzupassen. dieses ist unwahr da t sich bei v sehr wohl fühlt und dieses durch die großeltern bestätigt werden kann. noch zur information t lebt mit neuer frau und kleinem sohn zusammen.

wäre sehr dankbar für eine antwort, da ich mittlerweile befürchte das diese sache sich negativ auf die psyche der t auswirkt.
auch ist mir nicht ersichtlich warum m so sehr gegen v arbeitet und damit der tochter schadet.

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Sorgerecht


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 81x hilfreich)

Grundsätzlich richtet sich das Umgangsrecht ausschließlich nach dem Wohl des Kindes, ist es doch ein ein Recht des Kindes.
Von daher sind keine Verallgemeinerungen möglich, da immer auf den Einzelfall, Entwicklungszustand etc. abgestellt werden muß. Ferner unterscheiden sich die Praktiken der einzelnen OLG-Bezirke von einander.

Als Faustregel gilt im Bereich des OLG-Celle:
- bis vier Jahre max. 4h alle 14 Tage
- danach 14-tägig am Wochenende mit einer Übernachtung
- ab Schulreife 14-tägig komplettes Wochenende
- ab 3.-4. Grundschulklasse 3 Wochen in den Sommerferien und
Oster- und Herbstferien im Wechsel

Grundsätzlich steht beiden Elternteilen das gemeinsame Sorgerecht zu. Hiervon kann nur abgewichen werden, sofern es zum "Wohle des Kindes" erforderlich ist.
Darunter fallen im allgemeinen Härte-Fälle wie sexueller Mißbrauch, Drogenabhängigkeiten, Körperverletzungshandlungen, etc. Der persönliche Wille Ihrer Frau ist insoweit unbeachtlich.

Wenn Ihre Frau von dem vorgenannten abweichen will, ist es an ihr, einen entsprechenden Antrag nebst Begründung bei Gericht zu stellen. Sollte es bereits außergerichtlich zu Problemen in der Abwicklung des Umgangsrechtes (Besuchsrecht) kommen, so kann ich Ihnen nur dringend empfehlen, sich frühzeitig an das Jugendamt mit der Bitte um Vermittlung zu wenden. Selbige Stelle ist es nämlich auch, die ggf. später in einem gerichtlichen Sorgerechtsverfahren dem Gericht gegenüber Bericht erstattet.

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

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#2
 Von 
ovid
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 3x hilfreich)

vielen dank für die antwort

wie seht es aus wenn m und v sich nicht mehr verstehen, kann der richter dann das sorgerecht auf m zum wohle des kindes übertragen ( es erscheint so als würde m die verständigung extra verkomplizieren um so ein 100% sorgerecht erhalten). bei ersten verhandlung teilte der richter v am ende mit das dieser für ein bessere verständigung zu sorgen hat, da ansonsten m das sorgerecht erhalten würde, dies ist meiner ansicht nach doch ein freibrief für m sich so zu verhalten das eine verständigung unmöglich wird um dann das sorgerecht zu erhalten. der richter ist bekannt dafür sich auf die seite der mütter zu stellen. meiner meinung nach stellt diese tatasache auch keine härtefall dar.

freundliche grüße und frohe ostern

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#3
 Von 
Scharnhorst
Status:
Praktikant
(827 Beiträge, 81x hilfreich)

Bieten Sie doch, zu einer sogenannten Partnerschaftsberatung bereit zu sein, um in Zukunft einen reibungsloseren Ablauf der Sorgerechts- und Umgangsrechtsaussübung zu gewährleisten. Regelmäßig sind boykottierende Partner hierzu gar nicht erst bereit oder entlarven sich in den Beratungsgesprächen.
In jedem Fall würden Sie sich mit einem solchen Angebot beim Richter als verständig erweisen.

Sollte alles nichts helfen, können Sie nur hoffen vor dem OLG auf objektivere Richter zu treffen.

Mit freundlichen Grüßen

Scharnhorst
Rechtsanwalt

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