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Arbeitsamt streicht vorzeitig Arbeitslosengeld

Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
steffharms
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 0x hilfreich)
Arbeitsamt streicht vorzeitig Arbeitslosengeld

Der Sohn hat seine Ausbildung abgeschlossen. Zwischen Ende Ausbildung (Juli) und Beginn Studium (Oktober) erhält er, da er drei Jahre gearbeitet hat, Arbeitslosengeld (ca. 350,-- im Monat).

Das Arbeistmt lud ihn zu einem Gespräch vor. Der Sohn erzählte von seinen Absichten ein Studium zu beginnen, legt auch die ZUsage der Uni vor.

Der Arbeitsamtmitarbeiter suchte auf der homepage der Uni nach und empfahl dem Sohn, den dreiwöchigen Mathematikkurs der Uni VOR dem Studienbeginn teilzunehmen. Dazu legte er dem Sohn ein "Dokument" vor, mit dem der Sohn dem vorzeitigen Ende seiner Arbeitslosigkeit - zum Beginn des Mathematikkurses - zu. Die Zahlung des Arbeistlosengeldes wird admit vorzeitig beendet. Eine Kopie erhielt er nicht.

Der Sohn, nicht wissend, worum es geht (?), unterschrieb das Schriftstück.

Zu Hause und nach Gesprächen mit den Eltern und Freunden, war er sehr verärgert über das Verhalten des Arbeitsamtmitarbeiters, er fühlte sich über den Tisch gezogen. Zumal er diesen Kurs gar nicht machen möchte.

Kann der Sohn diese unterschriebene "vorzeitige Beendigung" der Arbeistlosigkeit widerrufen?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 260 weitere Fragen zum Thema
Arbeitslosengeld Arbeitsamt


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(51402 Beiträge, 23660x hilfreich)

Kommt halt darauf an, was genau er dort unterschrieben hat.
Wenn da keine Widerrufsmöglichkeit in dem Unterschriebenen steht, sich eine solche nicht aus Gesetz oder Rechtsprechung ergibt oder ein Formfehler vorliegt, ist das Pech


Warten wir mal ab, das die Spezialisten sagen, ob die einfache Mitteilung das man den Kurs doch nicht besucht getan ist.

Ich könnte mir aber vorstellen, das man notfalls einen neuen Antrag stellen kann (und üsste), wenn man den Kurs nicht besucht.



Zitat (von steffharms):
Der Sohn erzählte von seinen Absichten ein Studium zu beginnen, legt auch die ZUsage der Uni vor.

Damit wäre schon zweifelhaft ob er überhaupt dem Arbeitsmarkt entsprechend zur Verfügung steht.



Zitat (von steffharms):
Der Sohn, nicht wissend, worum es geht (?), unterschrieb das Schriftstück.

Echt?
Da will jemand ein Studium beginnen und
- unterschreibt Sachen die er nicht versteht
- teilt mit, das er einen einfach strukturierten Satz wie "Die Zahlung des Arbeitslosengeldes wird damit vorzeitig beendet" nicht versteht.

Wen will man denn mit so einer absurden Argumentation ernsthaft überzeugen?



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
muemmel
Status:
Heiliger
(21794 Beiträge, 11587x hilfreich)

Der Sohn, nicht wissend, worum es geht (?), unterschrieb das Schriftstück. Da der Sohn ja nun durchaus zurechnungsfähig ist, wird er aus der Nummer nicht rauskommen. Nie vorschnell irgendwas unterschreiben - haben Sie ihm das nicht beigebracht?

Signatur:Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).
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#3
 Von 
steffharms
Status:
Frischling
(46 Beiträge, 0x hilfreich)

Na ja, wenn man als junger Mensch das erste bzw. zweitemal beim Arbeitsamt ist, wirkt schon vieles auf einen ein.
Dazu wurde sehr forsch und dominat auf ihn eingewirkt.

Arbeitslosengeld steht ihm für 12 Monate zu, 60 % von seinem Ausbildungsgehalt.

Bis zum Studienbeginn wirkt das i.d.R. wohl auch gezahlt.

Die Belehrung "der Sohn sollte doch in seinem Alter....etc.." kann man hier weglassen.

(Beleidigung editiert)
Es handelt sich doch wohl um ein Rechtsforum. Und ich hatte freundlich nach rechtlichen Möglichkeiten gefragt.

Danke Harry van Sell!



-- Editiert von Moderator am 13.08.2017 19:21

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#4
 Von 
Moderator9
Status:
Schüler
(322 Beiträge, 324x hilfreich)

Wenn Sie meinen, Sie müsse hier Antwortgeber beleidigen, war es das für Sie. Gehen Sie zum Anwalt - der kriegt wenigstens Geld dafür, sich Ihre Beschimpfungen anzuhören. Zu!

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