Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
472.271
Registrierte
Nutzer

keine Krankenversicherung

 Von 
Michael!
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 0x hilfreich)
keine Krankenversicherung

Hi,

ich wurde im April von der Uni exmatrikuliert. In Zeiten des Studiums hatte ich eine studentische Krankenversicherung. In meiner naiven Denkweise dachte ich das diese Versicherung weitergilt und die hochschule vergass auch meine Exmatrikulation bei der AOK bekantzugeben.Die studentische Krankenversicherung wurde weitergezahlt ab April ohne dem Wissen von mir und der Aok das diese Versicherung eigentlich ungültig ist. Im August erfuhr ich und die AOK davon , entschied mich aber zu keiner Krankenversicherung ,weil ich im Oktober wieder studieren wollte und ich keine Nachzahlung für die monate april - september leisten musste. (hätte ich mich im august freiwillig versichert hätte ich das tun müssen ,also wartete ich auf gut Glück bis zum Studienbeginn die 6 Wochen )

Mitte Oktober wurde meine Zulassung zurückgezogen ,weil eine Prüfung entdeckt wurde die ich nicht bestanden hatte und deshalb ein Studium nicht möglich war ... die studentische Krankenversicherung wurde zwar beantragt und galt sicherlich ab Oktober , da ich aber keine Beiträge zahlte (erst ab mitte nov) ist sie sicherlich nicht mehr relevant und wieder mal nachträglich zurückgezogen worden.

Aus absoluter Dummheit und auch aufgrund depressivem Verhaltens aufgrund der studiumumstände kümmerte ich mich bis heute um Nichts wie schon von April - Sommer letzten Jahres.

Ich beantragte keine Sozialhilfe (vielleicht aus Scham) , kümmerte mich nicht um eine neue Krankenversicherung und lebte von Geldleihen meiner Eltern die ich zudem noch anlog über meine Umstände.

Nun wollte ich im neuen Jahr einen Neubeginn machen und ne Arbeit suchen . Aber wie es der Zufall so will bekam ich jetzt Zahnschmerzen.

Meine Frage:

was kann ich jetzt tun? aus dem Internet hab ich INformationen erhalten das man innerhalb von 3 monaten aus einer Pflichtversicherung sich wieder krankenversichern muss. bekomm ich überhaupt noch eine freiwillige Krankenversicherung? muss ich die beiträge von april - heute nachzahlen?

wie würde das Sozialamt reagieren , wenn ich Sozialhilfe beantrage? können Sie die Beiträge verweigern etc

wie sieht es aus wenn ich ne ARbeit finde , gibt es da auch irgendwelche Probleme die auftreten können oder kann ich dann problemlos mich wieder krankenversichern lassen ?

und was ist mit meinen akuten Zahnschmerzen?
kann ich zum Sozialamt gehen und sofortige Krankenhilfe beanspruchen? ein Sozialfall bin ich auf jeden Fall . oder kann ich mich darauf einstellen das ich die Behandlung selber zahle? wie reagiert hier eigentlich der Zahnarzt , er weiss doch das er sein Geld vielleicht nicht bekommt aufgrund der sozialen Umstände.


P.S. bitte keine kopfschüttel postings , ich weiss das ich ne RiesenDummheit gemacht habe , aber ich muss die Vergangenheit hinter mich lassen.

Verstoß melden

Bescheid anfechten?

Ein erfahrener Anwalt im Sozialrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten

Nicht genau ihre Frage? Wir haben 117 weitere Fragen zum Thema
Krankenversicherung


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(22229 Beiträge, 4960x hilfreich)

Also,

Wenn Du wieder anfängst zu arbeiten, trittst Du wieder in die Pflichtversicherung ein = Kein Problem.

Solange Du nicht arbeitest, mußt Du ALG II beantragen (Sozialhilfe für nicht vollständig Erwerbsgeminderte gibt es seit 5 Tagen nicht mehr). Beim ALG II mußt Du Dich freiwillig versichern und eine Mitgleidsbescheinigung der KK dem ALG II Antrag beifügen. Das Amt überweist dann die Beiträge an die KK

Solange Du nicht krankenversichert bist sieht es schlecht aus. Zwar wird man Dir keine absolute Notfallbehandlung verweigern, aber dann halt eine Privatrechnung ausstellen.

Die Regelung "Krankenschein vom Sozialamt" gibt es nicht mehr. Schon länger nicht mehr. Sämtliche Sozialhilfeempfänger mußten schon vor geraumer Zeit in eine gesetzliche Krankenkassen wechseln.

Also: Krankenkasse suchen --> ALG II Antrag stellen --> zum Zahnarzt gehen.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Michael!
Status:
Frischling
(26 Beiträge, 0x hilfreich)

erstmal danke für die Antwort.

Ich habe aber gehört das man spätestens 3 Monate nach austritt aus einer Pflichtversicherung die freiwillige beantragen muss , sonst kommt man nicht mehr rein . :(

Was macht man denn dann?

nun ja werde mich jetzt mal am montag bei der krankenkasse informieren

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unsterblich
(22229 Beiträge, 4960x hilfreich)

Ich habe aber gehört das man spätestens 3 Monate nach austritt aus einer Pflichtversicherung die freiwillige beantragen muss

Normalerweise ist das auch so, wenn es um Weiter versichrung geht.

Du bist ja jetzt nicht an Deine alte Versicherung gebunden, sondern kannst in jede ges. Krankenversicherung eintreten. Ich denke aber, daß die AOK die als "freiwillig Versicherten" aufnimmt. Warum auch nicht? Oder hast Du irgendeine chronische Krankheit, so daß von vornherein klar ist, daß die AOK draufzahlen wird? Wenn das nicht so ist, sehe ich keinen Grund, Dir die Mitgleidschaft zu verweigern. Die AOK hat ja extra einen Beratungsservice für Studenten. Laß Dich einfach dort beraten.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 20€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Denise Gutzeit Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer Richard Claas
Ja, jetzt Anwalt dazuholen