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Kinder getrennt/Unterhalt getrennt?

12.12.2005 3417 Aufrufe Thema abonnieren Zum Thema: Kinder
 Von 
Recht_Frager
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kinder getrennt/Unterhalt getrennt?

Hallo,

habe hier lange gesucht, aber leider nichts über dieses 'einfache' Thema gefunden. Es hat doch sicher jemand die Konstellation, dass ein Kind beim Vater und eins bei der Mutter (getrennt) lebt!

Der Fall:

Die Ehepartner haben sich vor ca. 6 Monaten getrennt (noch Ehe) und haben zwei Kinder. Ein Kind (13) lebt bei der Mutter, dass andere Kind (14) beim Vater. Vater war während der Ehe Hauptverdiener, die Mutter hatte Nebeneinkommen von 600 €.

Der Vater verdient heute ca. 1600 € netto, die Mutter ca. 600 € netto und bekommt daher z.Zt. für sich und dem bei ihr lebenden Kind (noch) Hartz IV.

Jetzt soll der Unterhaltanspruch für die Kinder berechnet werden. Die Anwältin geht davon aus, dass die Ehefrau an den Vater zu zahlen hat und der Vater an die Ehefrau!
Dadurch hebt sich (lt. Dssd.-Tabelle) der Unterhaltsanspruch für das bei der Mutter lebende Kind fast kpl. und das beim Vater lebenden Kind kpl. auf. Sprich, die Mutter bekommt evtl. noch 50 € Unterhalt für das bei ihr lebende Kind.

Wird für das Kind (13) dann (Mindestversorgung vom Kind) weiterhin Hartz IV gezahlt?


Wie sieht das mit dem Ehegattenunterhalt der Mutter aus? Berechnet der sich dann vom netto-Einkommen des Vaters abzgl. Selbstbehalt und Unterhaltsanspruch der Tochter?
Oder wird beim Vater der 'fehlende' Unterhalt (Mutter kann ja nicht zahlen) für das bei ihm lebende Kind vorher vom Einkommen abgezogen?

Hoffe, es kann mir jemand helfen.

Gruß
Recht_Frager

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Kinder


4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest123-1035
Status:
Student
(2621 Beiträge, 38x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#2
 Von 
Recht_Frager
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die schnelle Antwort!

So hätte ich es auch gesehen,
Kindsunterhalt vor allem anderen und dann bleibt eh nichts mehr für den Ehegattenunterhalt der Frau.
Die muß dann von ihrem Gehalt und evtl. Hartz 4 leben.

Aber die Anwältin sprach von 'keinem Unterhalt' für Kind beim Vater und nur sehr wenig für das Kind bei der Mutter. Also die Unterhaltsansprüche der Kinder würden sich (fast) aufheben.
Sollte man die Anwältin wechseln? :-)

Das die Mutter mit einer 13 jährigen Tochter
mehr als halbtags (macht sie z.Zt.) Arbeiten soll (Kind kann nicht anderweitig versorgt werden) verstehe ich allerdings nicht!

Wo steht eigentlich, wie hoch der Selbstbehalt des Ehemann (für sich, ohne Kind) liegt?

Gruß

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#3
 Von 
guest123-1035
Status:
Student
(2621 Beiträge, 38x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
Recht_Frager
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok,

wie gesagt, so hätte ich es auch gesehen.
Geht übrigens nicht um mich, bei mir ist das Gott sei Dank lange geregelt. :-)

Habe eben nochmal nachgelesen das (Ehe-)Schulden beim Unterhaltspflichtigen evtl. vorher vom Eink. abgezogen werden.
Merkwürdig, führt so etwas nicht dazu, dass die Kinder u.U. kein Unterhalt mehr bekommen?

Gruß

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