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Zweitwohnsitz Absetzen von Kleidung und weitere Sachen

10.1.2017 Thema abonnieren Zum Thema: absetzen Zweitwohnsitz
 Von 
michelj20
Status:
Frischling
(17 Beiträge, 1x hilfreich)
Zweitwohnsitz Absetzen von Kleidung und weitere Sachen


Guten Tag,
ich hätte folgende Frage:

Ich musste mir für einen neuen Job einen Zweitwohnsitz anschaffen. Auf der Arbeit muss ich Anzüge tragen. Da ich unter der Woche bundesweit tätig bin , entscheide ich freitags abends, welchen Wohnsitz ich anfahre. Ich habe einen in Süd- und einen in Norddeutschland. Logischerweise fahre ich , freitag abends , wenn ich in Bayern tätig war, nicht nach Düsseldorf, sondern meinen Wohnsitz in Ludwigshafen an.

Aufgrund des Zweitwohnsitzes wollte/muss ich meinen Vorrat an Bekleidung aufstocken. Kann man diese Aufstockung von der Steuer absetzen und sich dann auf den Zweitwohnsitz beziehen? Um zwei Haushalte zu führen reicht mein Bekleidungsvorrat leider definitiv nicht aus und die Aussage,

" Als notwendig gelten alle Gegenstände, die laut Finanzgericht Köln "zur Führung eines geordneten Haushalts notwendig sind" (Urteil vom 5.2.1992). Genauere Angaben macht das Finanzgericht nicht " (Quelle: https://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/pendeln/doppelte-haushaltsfuehrung-diese-kosten-koennen-sie-absetzen.html) ,

ist für mich sehr schwammig.

Vielen Dank für Eure Einschätzung

Gruß
Michel




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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 192 weitere Fragen zum Thema
absetzen Zweitwohnsitz


1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
hiphappy
Status:
Student
(2076 Beiträge, 1278x hilfreich)

Es scheitert ja schon an der doppelten Haushaltsführung an sich.

Der Zweitwohnsitz darf maximal die halbe Entfernung vom Arbeitsort haben, wie der Erstwohnsitz.

Das heißt aber z.B. das weder bei Hamburg noch als München als Tätigkeitsort eine entsprechende doppelte Haushaltsführung gegeben ist, unabhängig davon, welches der Erstwohnsitz ist.

Zitat (von michelj20):
Da ich unter der Woche bundesweit tätig bin ,

Wenn das der Regelfall ist, gibt es auch keinen Grund für eine doppelte Haushaltsführung.

Außerdem dürfte das Aufstocken der Kleidung nicht absetzungsfähig sein. Weil wenn das jeweilige Kleidungsstück weniger genutzt wird, ist es länger haltbar, daher entstehen in der Summe ja keine Mehrkosten (nur die Anschaffung wird vorgezogen).

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