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Kündigung auf Eigenbedarf nach Streitigkeiten

 Von 
go457227-80
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung auf Eigenbedarf nach Streitigkeiten

Hallo liebe Community!

Aufgrund des im Titel beschriebenen Problems bin ich auf euch gestoßen und hoffe ihr könnt uns helfen.

Wir (meine Freundin und ich) sind zum 1.09.2016 in eine neue Wohnung gezogen. Diese Wohnung verfügt über 160 qm und 5 Zimmer. An diese Wohnung sind wir durch die Arbeit meiner Freundin gelangt, ihr Arbeitgeber ist gleichzeitig auch unser Vermieter (V). Als uns die Wohnung angeboten wurde, hat uns V deutlich gemacht, das diese Wohnung unabhängig von dem Arbeitsverhältniss meiner Freundin und V vermietet wird.
Wir vertauten auf das Wort von V und nahmen das Angebot an.
Meine Freundin machte V schon vor Arbeitsantritt am 01.08.2016 klar, das diese Stelle nicht ihr Traum ist und sie sich weiterhin umschaut.
Am 27.12.2016 reichte meine Freundin dann die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ein, aufgrund von diversen Verstößen gegen Absprachen die vorher getroffen wurden bzgl. Arbeitszeit und dem generellen Umgang mit ihr als Arbeitnehmer.

Es kam wie es kommen musste, V rief mich wutentbrand an (Choleriker), beleidigte mich und drohte mir. Auch machte er klar das wir nichtmehr in der Wohnung bleiben können.

Als ich heute in den Briefkasten sah, kam das was ich erwartet hatte, die Kündigung aufgrund von Eigenbedarf zum 31.03.2017.

Das Schreiben scheint wohl von einem Anwalt formuliert worden zu sein, beim ersten überfliegen des Schreibens scheint mir alles aufgeführt was wichtig und richtig ist.

In dem Schreiben wird die 18 jährige Tochter benannt und ihr Wunsch nach Eigenständigkeit etcpp.

Außer die Zeile in der erwähnt wird, ich zitiere:
"Das Bestehen des Dienstverhältnisses ist Vertragsgrundlage des Mietverhältnisses gewesen, sodass eine Kündigung unsererseits auch bereits deshalb möglich ist und ein berechtigtes Interesse vorliegt."

Das die Eigenbedarfskündigung nur vorgeschoben ist, darüber bin ich mir bewusst. Dagegen werde ich auch nach dem Auszug Anwaltlich vorgehen, sobald ich genug Beweise diesbezüglich vorbringen kann.

Nun habe ich diverse Fragen.

Widerspricht sich das o.g. Zitat nicht mit dem angegebenen Grund des Eigenbedarfs?

Das Schreiben ist auf den 04.01.2017 datiert und wurde nur eingeworfen (Keine Briefmarke, kein Einschreiben o.ä.).
Wann das geschehen ist entzieht sich unserer Kenntnis. Gilt dennoch die von V gesetzte Frist zum 31.03.2017?
Und wenn nicht, wie lege ich dagegen Einspruch ein?

Die Angegebene Person ist die Tochte von V und 18 Jahre jung. Sind 160 qm nicht etwas viel für eine Person?

Meine Freundin zieht berufsbedingt schon zum 15. "aus". Sie wohnt derweil bei ihren Eltern in nähe zu ihrem neuen Arbeitsplatz (ca. 120km entfernt vom jetzigen Wohnort).
Ich habe mich auch um einen neuen Arbeitsplatz bemüht und fange in der selben Region wie meine Freundin voraussichtlich zum 01.08.2017 meinen neuen Job an.
Das bedeutet, das wir die Wohnung zum 01.05.2017 sowieso gekündigt hätten.
Die Eigenbedarfskündigung würde für mich einen Zwischenumzug bedeuten.
Gilt dies bereits als Härtefall?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, in dieser verzwickten Situation, die ich mir auf die eigene Kappe schreiben darf.

Mit freundlichem Gruß

Jan-Christian

-- Editier von go457227-80 am 09.01.2017 19:02

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