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wie schnell arbeiten Gerichtsvollzieher?

22.8.2005 538 Aufrufe Thema abonnieren
 Von 
angie69
Status:
Praktikant
(614 Beiträge, 7x hilfreich)
wie schnell arbeiten Gerichtsvollzieher?

Hallound guten Tag,

für den unterhaltspflichtigen Vater meines Kindes wurde ein Zwangsvollstreckungsantrag und sofortige Abgabe der EV beim zuständigen Gericht beantragt.Bei Verweigerung od. fernbleiben am termin , sogar Haftstrafe beantragt. Dies geschah Ende Juli. So fern ich informiert bin, geht daraufhin ein Vollstreckungsbescheid an den zuständigen GV, der Hab und Gut prüft und dem Antrag notfalls bis zur EV verlangt, wenn fruchtlos oder Ratenzahlung nicht möglich.

Meine Fragen dazu nun:
1.Wie lange dauert es in der Regel so , bis der GV Bescheid vom Gericht erhält bzw. er dies bearbeitet? Paar Wochen od. Monate?
2.Werden Unterhaltsrückstände in der Abarbeitung des GV bevorzugt vollstreckt?
3.Wenn z.B. das "vorgelegte Einkommen lt. Vertrag!" Nettoeinkommen gerade die Mietkosten des Schuldners abdeckt, aber er noch andere feste Kosten decken muss (kann!!!) wie Strom, Essen+Trinken, Versicherungen, Auto, Fahrtkosten zur Arbeit....wird dies vom GV erkannt und erfragt, wie er denn diese Kosten alle finanziert???

Meine Bedenken sind, dass ein Mini-Einkommen per Lohnschein vorlegt werden kann - was aber keinesfalls zum Leben reicht und unter dem Sozialhilfesatz liegt - und ihn der GV kurz und schmerzlos als zahlungsunfähig eingstuft, obwohl ganz offensichtlich wäre (anhand Miethöhe u. Arbeitsweg), dass das angebliche geringe Einkommen selbst für Ihn nicht mal ausreichend ist seine festen Kosten zu decken oder sich gar noch zu ernähren. Das also weitere Einkommen sogar voraus gesetzt werden können/dürfen - aber leider schwer nachzuweisen sind und nur der Lohnschein zählt.
Kann man als Gläubiger vorher den GV aufsuchen und auf diese "Einnahmen gegnüber seinen Ausgaben" hinweisen, diese genau zu prüfen, dass man so eine Ratenzahlung erzwingen kann anstatt eine EV hin nehmen zu müssen?
Kann man den AG zur Verantwortung ziehen, der nur geringes Gehalt für den Fall das mal weniger zu tun ist und der AN sich nicht gleich arbeitslos melden muss, belangen, wenn er monatl mehr auszahlt als der Lohnschein aussagt, der aber bisher für die UH Zahlung vorgelegt wurde? Was muss ich tun , um den Verdacht zu beweisen zu können?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen, mir diese Vorgehensweise des GV zu erklären.

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7932 Beiträge, 624x hilfreich)

Bei Lohnpfändungen wendet der GV sich direkt an den Arbeitgeber, der würde höchstwahrscheinlich den Teufel tun, da zu mauscheln.
Abgabe der EV kommt in die Schufa-Datei, da wird es ziemlich schwierig, ein Konto zuführen, Dispo oder Darlehen zu erhalten. Vielleicht solltest du den Vater auf diese Konsequenzen hinweisen, allerdings macht dies im Normalfall auch der GV.

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