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betrunken und ohne Führerschein Unfall gebaut

16.12.2012 1489 Aufrufe Thema abonnieren Zum Thema: Unfall Führerschein
 Von 
bernie2849
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
betrunken und ohne Führerschein Unfall gebaut

Hallo zusammen,
Am Samstagabend habe ich das Auto meines Vater vor eine Wand gesetzt.
Dabei wurden 2 von 3 mitfahrern und ich leicht verletzt. Ich bin mit B17 Führerschein aber ohne begleitperson gefahren und ein Alkoholtest hat 1,06 Promille ergeben. Was für eine Strafe erwartet mich in etwa?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 658 weitere Fragen zum Thema
Unfall Führerschein


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Wissender
(15689 Beiträge, 790x hilfreich)

Zahlreiche Sozialstunden und eine lange Führerscheinsperre (so ein bis zwei Jahre).

-----------------
" Lebenslänglich sind NICHT 25 Jahre!"

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#2
 Von 
Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Status:
Praktikant
(980 Beiträge, 22x hilfreich)

Und eine Tracht Prügel vom Vater, der sich jetzt mit der Kasko rumprügeln darf.

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#3
 Von 
lesen-denken-handeln
Status:
Bachelor
(3723 Beiträge, 130x hilfreich)

Hallo,

hoffentlich lässt Daddy ihn auch die Kosten übernehmen die ihm dadurch entstehen...

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#4
 Von 
Lari-Fari
Status:
Praktikant
(519 Beiträge, 15x hilfreich)

Und bald kommen die im Moment noch leicht verletzten (nach anwaltlicher Beratung könnte sich das ändern) Beifahrer auf die Idee, Schmerzensgeld zu wollen.

Dafür steht dann die Haftplicht gerade und nimmt bis zu 5.000 € bei unserem Bruchpiloten Regress.

Das wird ein Fest!


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#5
 Von 
Rechtsanwalt Marc N. Wandt
Status:
Praktikant
(980 Beiträge, 22x hilfreich)

Und um das ganze mal zusammen zu fassen:

1.
Die genannten Sozialstunden, evtl. zusätzlich die Auflage, an einem Verkehrserziehungskurs teilzunehmen (ein ganz kerniger Richter könnte, abhängig von den Verletzungen, auch an Freizeitarrest denken, ist aber eher unwahrscheinlich)

2.
Eine isolierte Sperrfrist von 12 Monaten + x (FS ist also erstmal nicht)

3.
Evtl. vor Erteilung eine MPU-Auflage der Behörde

4.
Regress der Haftpflicht (Heilbehandlungskosten und Schmerzensgeld)

5.
Ärger mit Papa wegen des kaputten Autos

Ergo: Reichlich Ärger auf einmal.

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#6
 Von 
guest-12309.08.2014 22:13:54
Status:
Schüler
(493 Beiträge, 5x hilfreich)

Rundum also gute Voraussetzungen, um in die Volljährigkeit zu starten..

quote:
von muemmel am 17.12.2012 16:50
Zahlreiche Sozialstunden

Interessehalber: In welchem Rahmen bewegt sich 'zahlreich'?

quote:
von Rechtsanwalt Fachanwalt für Strafrecht Marc N. Wandt am 18.12.2012 01:12
Evtl. vor Erteilung eine MPU-Auflage der Behörde

Wieso eiglt nur 'evtl'?
Betrunken, ohne FS das Auto gegen die Wand gesetzt und damit die Insassen verletzt... so richtig viel schlimmer geht's ja eiglt gar nicht, sodass es mich wundern würde, wenn es keine MPU gäbe (dann müsste ich mir die Frage stellen, was man denn anstellen muss, um überhaupt eine MPU-Auflage zu erhalten).
Daher verstehe ich das 'evtl.' nicht.

-----------------
"Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem."

-- Editiert Katanaka am 18.12.2012 07:53

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#7
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior
(6011 Beiträge, 233x hilfreich)

quote:
Eine isolierte Sperrfrist von 12 Monaten + x (FS ist also erstmal nicht)
Wieso isolierte Sperrfrist? Die Fahrerlaubnis BF17 war doch bereits erteilt worden.

quote:
Wieso eiglt nur 'evtl'?
Weil man das nicht konkret vorhersehen kann. Sollte sich auch die BAK im Bereich von ca. 1‰ bewegen ist imho nicht mit einer MPU zu rechnen. Sehr wohl aber wird es vor Neuerteilung Probezeitmaßnahmen in Form von Verlängerung der Probezeit und Anordnung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar für alkoholauffällige Fahranfänger geben.

quote:
Betrunken, ohne FS das Auto gegen die Wand gesetzt und damit die Insassen verletzt...
Na, man kann es mit den Stammtischparolen auch übertreiben. Eine Fahrerlaubnis llag vor, die Insassen wurden laut TE "nur" leicht verletzt und die Alkoholisierung war ja nun auch nicht megahoch. Also mal schön an die Fakten halten.

-----------------
"Nachfragen bitte im Forum stellen. Entsprechende PNs werde ich ab sofort nicht mehr beantworten."

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#8
 Von 
guest-12309.08.2014 22:13:54
Status:
Schüler
(493 Beiträge, 5x hilfreich)

Danke für Deine Reaktion. Doch dem 'Stammtischparolen' muss ich mal ganz entschieden widersprechen.

- Ich habe die Insassen als verletzt bezeichnet - sie waren verletzt, wennauch nur leicht, so waren sie verletzt.

- Eine entsprechende Fahrerlaubnis, um das Fahrzeug alleine zu führen (!), lag nicht vor.

- 'Betrunken' ist ein Synonym von 'Alkoholsiert', siehe Duden

Ich habe nicht geschrieben "Hackedicht und völlig unzurechnungsfähig, ohne FS das Auto in den Fluss gesetzt und die Insassen dabei tödlich verletzt", sondern die Fakten in meinen Wortern wiedergegeben. Fakten, wie der TE sie selbst genannt hatte (Verletzung der Insassen, keine angemessenen FS, alkoholisiert). Der TE muss nicht betüddelt werden, indem ich die Formulierung nach allen Möglichkeiten entschärfe, damit es freundlicher klingt.

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"Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem."

-- Editiert Katanaka am 18.12.2012 12:59

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#9
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior
(6011 Beiträge, 233x hilfreich)

quote:
Danke für Deine Reaktion.
dito

quote:
Ich habe die Insassen als verletzt bezeichnet - sie waren verletzt, wennauch nur leicht, so waren sie verletzt.
Umgekehrt habe ich ja auch nicht behauptet, dass die Mitfahrer nicht verletzt worden seien. Ein fahrlässig verursachter Unfall mit (geringem) Personenschaden rechtfertigt aber keine MPU. Je nach Schwere, oder eben auch Geringfügigkeit der Verletzungen könnte das Verrfahren in diesem Punkt evtl. sogar eingestellt werden.

quote:
'Betrunken' ist ein Synonym von 'Alkoholsiert', siehe Duden
Was nichts an der Tatsache ändert, dass eine MPU mit Alkoholfragestellung bei knapp 1,1‰ für die Fahrerlaubnisbehörde nicht zu rechtfertigen ist.

quote:
Fakten, wie der TE sie selbst genannt hatte (Verletzung der Insassen, keine angemessenen FS, alkoholisiert).
Ich weiss nicht, was Du als angemessenen FS siehst. Der TE hatte eine Fahrerlaubnis der Klasse B und fuhr ein Fahrzeug dieser Klasse. Somit liegt also kein Fahren ohne Fahrerlaubnis (Straftat) vor. Die Fahrerlaubnis der Klasse B beinhaltete die Auflage, dass ein eingetrager Beifahrer mit im Auto sitzt. Gegen diese Auflage hat der TE verstoßen, was aber lediglich eine Owi darstellt.

Daher wüsste ich nicht wie die FEB, sofern sich durch die BAK keine deutlich höhere Alkoholkonzentration ergeben sollte, eine MPU rechtfertigen, und welche Fragestellung sie mit einer MPU verbinden sollte.

Wenn Du Dich durch meine Formulierung angegriffen gefühlt haben solltest tut es mir leid. Das war nicht meine Absicht. Dennoch stehe ich zu meiner Formulierung.

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"Nachfragen bitte im Forum stellen. Entsprechende PNs werde ich ab sofort nicht mehr beantworten."

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#10
 Von 
guest-12309.08.2014 22:13:54
Status:
Schüler
(493 Beiträge, 5x hilfreich)

quote:
Dennoch stehe ich zu meiner Formulierung.

Ich auch zu meiner, an der nichts Verwerfliches ist. Deshalb verneine ich auch die Bezeichnung als 'Stammtischparole'. Ich bemühe mich sehr um Neutralität, aber irgendwo hat es Grenzen, weil ich nicht jeden Satz 5 Mal durchlesen werde, um jedes kleine Detail reinzupacken. Zudem für jeden hier der Sachverhalt im sehr prägnanten Einangspost eindeutig zu lesen ist. Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen.

Korrekt ist: Der Sachverhalt mit dem Führerschein ist von mir nicht juristisch richtig wiedergegeben. Aber den Anspruch erhebe ich gar nicht, weil ich absoluter Laie bin.
FS hin oder her, das war für meine Frage zudem eher nebensächlich, s.u.

Aber so wie sich Dein Text nun für mich liest, beziehst Du Dich vielmehr auf meine Frage bzgl. der MPU als meine verwendete Formulierung.

Denn die Aussagen

quote:
Ein fahrlässig verursachter Unfall mit (geringem) Personenschaden rechtfertigt aber keine MPU. Je nach Schwere, oder eben auch Geringfügigkeit der Verletzungen könnte das Verrfahren in diesem Punkt evtl. sogar eingestellt werden. (...) Was nichts an der Tatsache ändert, dass eine MPU mit Alkoholfragestellung bei knapp 1,1‰ für die Fahrerlaubnisbehörde nicht zu rechtfertigen ist.

beziehen sich wohl eher auf die MPU-Frage.

Diese war übrigens nicht rhetorisch gemeint oder als subtile Unterstellung. Diese Frage habe ich gestellt, eben weil ich nicht weiß, ab wann eine MPU angeordnet wird. Einen Unfall zu bauen (FS hin oder her), bei dem Insassen verletzt werden und dabei unter 1 Promille zu stehen, finde ich nämlich nicht ohne. Ein Unfall alleine rechtfertigt keine MPU, das erschließt sich mir durchaus, aber ein Unfall, der in Verbindung mit Alkohol auftrat, ist m.E. wieder eine andere Baustelle.

Und darauf zielte meine Frage ab: Was müsste in dieser Situation denn zusätzlich gewährleistet sein, dass sich zweifelsfrei sagen lässt "Eine MPU wird hier bestimmt angeordnet werden." Höherer Alkoholgehalt? Oder wie wahrscheinlich ist es, dass hier eine MPU angeordnet wird? Ich weiß es eben nicht, darum frage ich.

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"Ich habe keine Lösung, aber ich bewundere das Problem."

-- Editiert Katanaka am 18.12.2012 15:47

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#11
 Von 
meri
Status:
Master
(4807 Beiträge, 94x hilfreich)

Es wäre zu klären, ob es sich bei dem festgestellten Wert um Atemalkohol, oder ob es sich um das Ergebnis der staatlichen Untersuchungsstelle für Blutalkohol handelt. In diesem Falle könnte der Wert dann über 2 Promille liegen....?????????


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#12
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior
(6011 Beiträge, 233x hilfreich)

quote:
Ich auch zu meiner
Dann sind wir uns ja einig.

quote:
an der nichts Verwerfliches ist.
Verwerflich fand ich sie auch nicht. Aber die Formulierung "Betrunken, ohne FS das Auto gegen die Wand gesetzt und damit die Insassen verletzt... so richtig viel schlimmer geht's ja eiglt gar nicht, sodass es mich wundern würde, wenn es keine MPU gäbe" hat für mich einfach Stammtischcharakter. Sie wirft nicht die Frage auf ob von der FEB eine MPU verlangt werden wird, sondern sie impliziert die Forderung einer MPU. Zudem ist sie sehr salopp und imho falsch, da es noch sehr viel schlimmer geht.

Soviel dazu. Widmen wir uns wieder dem eigentlichen Thema:

quote:
FS hin oder her, das war für meine Frage zudem eher nebensächlich, s.u.
Nein, das ist nicht nebensächlich. Wäre der TE tatsächlich ohne Fahrerlaubnis gefahren würde ich eine MPU nicht unbedingt ausschließen, da es sich dabei um eine weitere, zudem vermutlich vorsätzlich begangene, Verkahrsstraftat gehandelt hätte. Der Auflagenverstoß dagegen stellt "nur" eine Owi dar, was auch für die Frage ob MPU oder nicht eine ganz wesentliche Rolle spielt.

quote:
Aber so wie sich Dein Text nun für mich liest, beziehst Du Dich vielmehr auf meine Frage bzgl. der MPU als meine verwendete Formulierung.
So war es jedenfalls gemeint.

quote:
Diese war übrigens nicht rhetorisch gemeint oder als subtile Unterstellung.
So hatte ich das auch nicht aufgefasst, und habe daher ja auch zum Thema MPU Stellung bezogen.

quote:
Einen Unfall zu bauen (FS hin oder her), bei dem Insassen verletzt werden und dabei unter 1 Promille zu stehen, finde ich nämlich nicht ohne.
Ich sehe das auch nicht als Normal an. Allerdings passiert so etwas tagtäglich auf Deutschlands Straßen, ohne dass gleich eine MPU angeordnet wird.

quote:
Ein Unfall alleine rechtfertigt keine MPU, das erschließt sich mir durchaus, aber ein Unfall, der in Verbindung mit Alkohol auftrat, ist m.E. wieder eine andere Baustelle.
Das kommt auf den Einzelfall und seine Begleitumstände, insbesondere den Grad der Alkoholisierung an.

quote:
Was müsste in dieser Situation denn zusätzlich gewährleistet sein, dass sich zweifelsfrei sagen lässt "Eine MPU wird hier bestimmt angeordnet werden.
Ganz sicher gebucht ist die MPU, unabhängig von einer etwaigen Unfallfolge, ab einer BAK von 1,6‰. Ansonsten wäre eine MPU durchaus denkbar wenn noch weitere Straftatbestände wie Fahren ohne Fahrerlaubnis oder das unerlaubte Entfernen vom Unfallort hinzugetreten wären, oder wenn neben Alkohol noch andere Drogen im Spiel gewesen wären. Dies ist hier, soweit für uns erkennbar, nicht der Fall. Sicher wäre dem TE die MPU auch wenn er in der Vergangenheit bereits mit Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen sein sollte. Auch darauf haben wir hier keinen Hinweis.

Zudem wüsste ich nicht welche Frage die FEB dem Gutachter stellen könnte. Bei ca. 1,1‰ fällt eine Alkoholfragestellung (bei erstmaliger Auffälligkeit) aus. Die Frage, "Ist zu erwarten das der TE erneut einen Unfall bauen wird" ist aber eher sinnbefreit. Wie sollte diese Frage bei einer MPU geklärt werden können?

quote:
Es wäre zu klären, ob es sich bei dem festgestellten Wert um Atemalkohol, oder ob es sich um das Ergebnis der staatlichen Untersuchungsstelle für Blutalkohol handelt.
Dabei handelt es sich um die Atemalkoholkonzentration. Schließlich war der Unfall am Samstag, und der TE hat Sonntag gepostet. Da steht die BAK noch nicht fest. Dennoch ist die Frage berechtigt. Der TE schreibt 1,06 Promille, worauf ich mich bei meiner Argumentation gestützt habe. Es ist jedoch erfahrungsgemäß nicht auszuschließen, dass der Betroffene keine Ahnung hat ob ihm die AAK in Promille oder, dem Meßwert des Gerätes entsprechend, in mg/l genannt wurde. 1,06 mg/l wären dann aber schon über 2‰, womit die MPU wiederum gebucht wäre.






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