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Heiraten in Deutschland mit einem Ausländer - Was genau jetzt?

6.4.2005 139720 Aufrufe Thema abonnieren Zum Thema: Deutschland Ausländer Heiraten
 Von 
Tana
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Heiraten in Deutschland mit einem Ausländer - Was genau jetzt?

Hallo zusammen,
ich möchte meinen Verlobten heiraten, hier in Deutschland. Er ist aber Ausländer. Jetzt habe ich mal ein wenig in den Foren nachgesehen und habe das Gefühl das es gar nicht so einfach ist.
Jetzt möchten wir aber wissen, was genau und in welcher Reihenfolge wir das Labyrinth durchgehen müssen.
Ist es richtig, das er folgendes braucht:
Gebursturkunde
Ledigkeitsbescheinigung
Meldebescheinigung
Pass

Und was kommt dann? Hier in Deutschland zum Standesamt und das Aufgebot bestellen, zur Ausländerbehörde ........

Oder wenn wir im Ausland heiraten würden, was müssten wir dann machen?

Wer kann uns nun den genauen Ablauf berichten.

Viele Grüsse Tana

-- Editiert von Tana am 06.04.2005 13:15:50

-- Editiert von Tana am 06.04.2005 13:17:10

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben 147 weitere Fragen zum Thema
Deutschland Ausländer Heiraten


25 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
altona01
Status:
Philosoph
(12563 Beiträge, 271x hilfreich)

Da sich das was man für eine Eheschließung braucht, auch nach Herkunftsland unterscheidet, am besten mal zum Standesamt gehen. Die haben da aktuelle Listen mit den benötigten Dokumenten und können Ihnen auch den Ablauf erklären.
Erst hieß es, bitte eine Ledigkeitserklärung vorlegen, als die nach mehreren hundert Euro und einige Monate später vorlag, wollten sie ein Ehefähigkeitszeugnis.

Wenn Sie hier ein wenig genauer beschreiben, was Ihr Problem ist und den Auffenthaltsstatus des ausländischen Partner mitteilen, kann man Ihnen besser helfen.

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#2
 Von 
TheoC
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 1x hilfreich)

Unbedingt mein Rat: Besser im Ausland heiraten! Das ist (meistens) viel einfacher.

Ich habe eine Nigerianerin geheiratet. In Nigeria. Formalitäten - außer Reisepass - waren dort nicht nötig. Nicht mal ein Aufgebot (ein paar Dollar Schmiergeld hatten die Sache extrem beschleunigt)

Die ausländische Heiratsurkunde muss nur von dem zuständigen ausländischen Standesamt gegenüber der deutschen Botschaft des betreffenden Landes nochmals extra bestätigt werden (Legalisierung).

Normalerweise nur ein
kleine Formalität. (in Nigeria war das langwierig wegen unglaublicher Bürokratie und Korruption, aber die meisten Länder sind ja wohl nicht so...)

Weil die Heiratsurkunde in Englisch war, brauchten wie in Deutschland nicht mal eine Übersetztung.

Einfach mit der anerkannten Heiratsurkunde zum Standesamt gegangen und wir haben ein Familienbuch bekommen.

Damit war die Heirat überraschent einfach - und fast ohne Kosten - perfekt.

Natürlich kommt es auf das Land an, wo man heiratet. Die haben alle ihre eigenen Vorstellungen von Bürokratie. Das solltet ihr checken. Und wenn`s um "exotische" Sprachen geht (alles außer Englisch vermutlich) sind auch Übersetzungen fällig.

Gruß
Theo

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#3
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 9x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
TheoC
Status:
Frischling
(37 Beiträge, 1x hilfreich)

hallo Tana,

wenn ich die Beiträge lese und an meine eigenen Erfahrungen überdenke, würde ich jetzt auch sagen, dass allgemeiner Rat kaum möglich ist.

Es kommt ganz auf das Herkunftsland des ausländischen Ehekandidaten an und seinen Status in Deutschland.
Und auch dann kann man noch keinesfalls davon ausgehen, dass die individuelle Erfahrung, die jemand bei einer bestimmten Behörde (mit den entsprechenden Amtspersonen) gemacht hat, ohne weiteres zu verallgemeinern sind.

Wenn du ein klein bisschen konkreter wirst, kann man dir vielleicht auch etwas konkreteren Rat geben. Hoffe ich.

Gruß und alles Gute

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#5
 Von 
guest123-1252
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

hallo wer hat einen rat für mich? mein mann sein bester freund hat eine amerikanerin kennengelernt sie führten eine weile eine fernbeziehung und wollten nun heiraten hier in deutschland da seine eltern nicht fliegen können das ausländeramt sagte ihnen das sie mit ihrem neuen reisepass und die gültigen papiere zum standesamt gehen sollen das würde reichen, nun sagte der standesbeamte aber das sie eine aufenthalterlaubnis bräuchte die mann erst nach 3 monaten anmelden könnte und der mann von der auslandsbehörde sagte das wäre quatsch sowas bräuchte man nicht ausser wenn mann länger als 3 monate in deutschland wäre nun hockt sie seit 4 wochen da und der standesbeamte weigert sich ohne die aufenthaltserlaubnis die trauung durchzuführen alle anderen papiere sind vorhanden hat jemand einen rat ?????? vielen dank im vorraus

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#6
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7932 Beiträge, 52x hilfreich)

Hallo Guest123-1252,
bitte bei neuen Fragen ein eigenes Posting aufmachen (ganz oben "neue Frage").
Die Trauung kann auch ohne Aufenthaltserlaubnis durchgeführt werden, denn wer sagt denn, das die Frau hier bleibt? Einfach an den Vorgesetzten des Standesbeamten wenden - vielleicht schriftlich).
Ist die Frau legal hier (also vielleicht auch als Touristin?) - und kann es sein, dass sie zwar aus Amerika kommt aber gar nicht die Staatsangehörigkeit hat und daher ein Visum gebräucht hätte "Zweck der Einreise - Heirat?".?

-- Editiert von sika0304 am 15.11.2007 08:31:07

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#7
 Von 
Saxonicus
Status:
Praktikant
(942 Beiträge, 5x hilfreich)

Bezüglich der Heirat erhält man die kompetenteste Auskunft beim örtlichen Standesamt.
Auf jeden Fall ist es dabei wichtig die Staatsangehörigkeit der potentiellen Ehepartner zu benennen, da für die Eheschließung, je nach Herkunftsland unterschiedliche Dokumente benötigt werden.

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#8
 Von 
Serenity818
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Sehr geehrte Damen und Herrn,
Ich habe noch eine Frage fuer Sie. Hoffentlich keonne Sie mir ein bischen helfen.
Ich kommen aus Minsk. Weissressland. Habe schon seit zwei Jahren in Vilnius studiert und ab Oktober werde ich in Berlin, in Deutschland fuer ein Jahr weiter studieren. Ich habe in Deutschland einen Freund, mit dem ich im naechsten Jahr heiraten moechte. Leider habe ich gehoert, dass wir koenne nicht heiraten, wenn mein freund nicht genug Geld verdient. Habe ich gelesen, dass er mindestens 2000 heiraten soll, um um wir heiraten koennten. Er verdient weniger und ich moechte wissen, ob es richtig oder falsch ist, dass wir wegen dieses Problem nicht heiraten koennen? Wir haben ein ander sehr lieb. Vieleicht gibt es ane andere Loesung hier?
Danke

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#9
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 9x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#10
 Von 
Serenity818
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, der ist Deutsche, ist in Deutschland beboren und wohnt dort bis heute.

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#11
 Von 
Grafiker
Status:
Beginner
(78 Beiträge, 1x hilfreich)

Auch ich führe eine binationale Ehe.

Das Problem war die Beschaffung der Ledigkeitsbescheinigung. Mein Frau hätte zurück in ihr Land fliegen müssen, um eine solche Genehmigung zu bekommen. Zu dem Zeitpunkt unseres Ehewunsches tobte dort ein Bürgerkrieg und die Behörden stellen eine solche Bescheinigung nur gegen ein fürstliches Schmiergeld aus.
Die Wartezeit auf eine solche Bescheinigung konnten wir ausserdem nicht einschätzen - unser Wunschtermin für die Hochzeit war also in Gefahr.

Unsere Lösung:
Heirat in Dänemark!

Ich habe ein Standesamt kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze in dem Ort Logumkloster angerufen, den Fall geschildert, alle Dokumente hingefaxt.
Zwei Tage später hatte ich einen Termin für die Hochzeit binnen zwei Wochen.

Dazu benötigten wir nur:

- unsere Geburtsurkunden
- unsere Pässe
- unsere Meldebestätigungen
- das EU-Visum meiner Partnerin

Nachdem ich den Hochzeitstermin in Logumkloster ausgesucht habe, habe ich sofort ein Ferienappartement am Ort des Standesamtes gebucht - und zwar ab drei Tagen VOR Hochzeitstermin.

Das war notwendig, denn man muss sich in Dänemark drei Tage vor dem standesamtlichen Termin am Ort der Eheschießung am Bürgermeisteramt anmeldem un dann drei Tage vor Ort bleiben.

Als wir im malerisch-verschlafenen Logumkloster ankamen, haben wir uns sofort am Bürgermeisteramt gemeldet, die Gebühr bezahlt, unsere Dokumente unterschrieben und dann das Ferienapartement bezogen.

Die Hochzeit drei Tage später selbst ging dann Ruckzuck über die Bühne und hat nur 80,- EUR gekostet. Die Standesbeamtin von Logumkloster war sehr nett und sprach deutsch.

Wir bekamen noch am Tag der Hochzeit eine vom Dänischen Aussenministerium beglaubigte und mehrsprachig ausgefertigte Eheurkunde, die in Deutschland nach der Rückreise sofort anerkannt wurde.

Ehe gut - alles gut:
wesentlich weniger Stress und viel schneller als in Deutschland zu deutlich geringeren Kosten. Dazu wunderbare Flitterwochen in einem schönen Land mit sehr höflichen und bescheidenen Menschen.

Was will man mehr?

Gruß,
Der Grafiker




-- Editiert von Grafiker am 06.10.2008 22:32:32

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#12
 Von 
Saxonicus
Status:
Praktikant
(942 Beiträge, 5x hilfreich)

Bei diesen Kuddelmuddel, wenn verschiedene Fälle und Sachverhalte vermischt werden wird es unmöglich Ratschläge und Empfehlungen zu geben.
Jeder der eine Frage hat sollte einen neuen Tread aufmachen, dann kann auch zielgerichtet geantwortet werden - so ist das nicht möglich.

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#13
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 9x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#14
 Von 
Trailor85
Status:
Schüler
(393 Beiträge, 5x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#15
 Von 
Andrej26
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo.
Ich habe ein folgendes problem,meine Freundin lebt in russland (moskau) nun möchte ich Sie heiraten aber ich weiss überhaupt nicht was ich jetzt machen soll, ich dachte mir, ich mach eine Einladung und Sie besorgt vorher alle Papiere und ich lass sie alle übersetzen und vom Notar beurkunden lassen und dann endlich zum Standesamt.
Ich Bitte um Hilfe wie und welche papiere ich zum Heiraten brauche, welche erfahrungen haben Sie gemacht, wie geht es am schnellsten, Bitte Bitte

Vielen Dank im voraus

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#16
 Von 
Anja67
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

..vom notar allein beglaubigen allein reicht nicht aus das müssen apostille stempel versehen sein .
oder in moskau heiraten und einen antrag FZF stellen ...aber alles zu lesen vom verredner ....

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#17
 Von 
Andrej26
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Kann hier in diesem Forum einer sagen oder weiterhelfen wie man es am besten macht, oder erfahrungen was man selber erlebt hat

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#18
 Von 
sika0304
Status:
Schlichter
(7932 Beiträge, 52x hilfreich)

Hallo Andrej26,
es wurde gerade in diesem Post gesagt: Bitte nicht auf Ur-Alt-Post antworten und sich nicht in bestehende Post mit einer neuen Frage "einklinken".
Mach ein eigenen "neuen Beitrag" auf.

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#19
 Von 
Trailor85
Status:
Schüler
(393 Beiträge, 5x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#20
 Von 
guest-12319.10.2009 09:34:10
Status:
Praktikant
(866 Beiträge, 9x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#22
 Von 
andy2505
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich möchte mich an dieser Stelle besonders für den Beitrag von "THEO" bedanken.Da ich vorhabe eine Frau aus Nigeria zu Heiraten hat mir dieser Beitrag sehr geholfen.Dadurch kann ich mir wohl viel Stress ersparen.
Ich würde mich freuen wenn sich Theo noch einmal melden würde.

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#23
 Von 
guest-12328.11.2010 20:01:35
Status:
Frischling
(29 Beiträge, 0x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#24
 Von 
marti12
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich wollte nur mal sagen, dass alles einfach ist, nur nicht in Deutschland zu heiraten. Es ist schon schwierig einen Deutschen zu heiraten. Aber in Hamburg zu heiraten, da braucht man als erstes keine Emotionen, sehr sehr viel Geduld und ein dickes, dickes Fell. Was uns am besten geholfen hat war eine Pedition bei der Bürgerschaft. Anwälte mögen es nicht so gerne, wenn man an die Bürgerschaft schreibt.Ich habe einen Nigerianer mit Duldung geheiratet. Der hat so gar keine Rechte!!!! Er durfte lange nicht arbeiten und bekam 199,- Euro zum Leben. Davon konnten wir dann NICHT, die ganzen Kosten tragen. Am schlimmsten war das Standesamt in Wandsbek. Die lassen sich richtig was einfallen. Die machen eine Befragung, die nicht zulässig ist und fordern Dokumente an, die es gar nicht gibt. Für diese Dokumente haben wir in Nigeria viel Geld ausgegeben. Am besten besteht man in so einem Fall auf eine Überprüfung vom Oberlandesgericht. Das Standesamt ist sehr kreativ und will eine Eheschließung mit allen Mitteln verhindern. Im Ausländerrecht gibt es auch viele Lücken, deswegen machen die gerne was sie wollen. Wie gesagt, bei der Bürgerschaft gibt es ein bisschen Unterstützung. Man muß echt aufpassen, dass man in diesem Verfahren nicht untergeht oder aufgibt. Aufgeben darf man auf gar keinen Fall, denn wenn man den richtigen Partner gefunden hat, könnte man das bereuen.Bei der IAF eine Beratungsstelle für Binationale Ehen kann man auch Informationen und manchmal auch Tips bekommen. Dieser Kampf schweißt einen zusammen. Alle die versuchen in Hamburg zu heiraten, dürfen sich nicht unterkriegen lassen. Wenn es möglich ist woanders zu heiraten, dann macht es. Denn in Hamburg sind Ausländer Menschen ohne Rechte und die Ausländer haben laut der Behörden sowieso nichts gutes im Sinn. Einfacher ist da eine Scheinehe, damit kommt man schneller durch als mit der wahren Liebe. Ich habe mich gefragt warum? Weil man nicht emotional so betroffen ist und ein Schauspieler steckt doch in uns allen. Also, wenn ihr den richtigen Partner getroffen habt, dann lasst euch nicht unterkriegen, wenn Ihr dann noch an Gott glaubt, dann habt ihr wenigstens jemanden auf eurer Seite!
Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Gottes Segen!
Marti

-- Editiert am 02.06.2011 17:48

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#25
 Von 
Kampfa
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Offener Brief- Beschwerde über ein Verfahren für die Eheschließung in Deutschland an alle an diesem Prozess beteiligten Institutionen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich, Frau XXX, geboren am XXX in der Stadt LLL, Ukraine, Dipl. HHH und mein Verlobter, YYY (weiter Verlobter), geboren am XXX in GGG, Brasilien, Dipl. HHH erteilen eine Beschwerde über ein Verfahren für die Eheschließung an alle an diesem Prozess beteiligten Institutionen.

Ich und mein Verlobter entschieden uns in Deutschland zu heiraten, da ich in München seit 8 vollen Jahre wohne und arbeite und mein Verlobter hier eine im Dienste der Firma XXX Trainingsphase beruflich absolviert.

1. Erfahrungsbericht – Standesamt YYY

Am 31.10.2011 hatten wir einen Beratungstermin mit Frau XXX für die Eheschließung beim Standesamt YYY eingeholt, in dem uns eine lange Check Liste an Dokumenten zum größten Teil aus unseren Heimatländern erteilt worden. Nach dem schnellen Ankreuzen von benötigten Dokumenten waren wir gedrängt, das Zimmer schnell zu verlassen, da Frau XXX ans Telefon ging. Dabei wurde auf die Notwendigkeit einer Anwesenheit des Dolmetschers für meinen Verlobten für die Anmeldung sowie Eheschließung hingewiesen mit der Begründung, dass er nicht so gut Deutsch versteht.

Ich und mein Verlobter haben uns auf die Besorgung der notwendigen Dokumente begeben. Auf dieses Vorgehen möchte ich genauer eingehen.

Um in Deutschland heiraten zu können, müssten wir folgende Dokumente besorgen.
Anbei eine Aufstellung der Dokumente mit Dokumentname, Person, Aufwand in Tagen, Gebühren.

1a. Vollständige Geburtsurkunde (aktuell) für Mann: besorgt von seinem Onkel in GGG (Braz), legalisiert von meinem Verlobten bei dem deutschen Konsulat in Sao Paulo am nächsten Tag, wg. bestimmten Arbeitszeiten, 3 Tage für Beantragen/ Abholen / Legalisierung, Gebühr für das Dokument 20 EUR + 20 EUR für Legalisierung +15 EUR für das Parken.

1b. Vollständige Geburtsurkunde (aktuell) für die Frau: besorgt von meinem Vater zum 3. Mal wg. Gültigkeitsverfallen in BBB (Ukr) mit dem Einholen der Apostille in Kiev, 3 Tage mit Berücksichtigung der extra Gebühren von 50 EUR.

Frage an das Standesamt YYY: warum wird eine Geburtsurkunde, die einmalig nach dem Geburt ausgestellt wird, in Deutschland noch mal mit dem Hinweis aktuell (d.h. nicht älter als 6 Monate) angefordert? Was könnte sich inhaltlich ab dem Geburtsdatum an diesem Dokument geändert haben? Hiermit biete ich um die Stellungnahme.

2.a.Familienstandbescheinigung (Gültigkeit 6 Monate) für den Mann, besorgt von meinem Verlobten persönlich in Sao Paulo mit zwei Personen, die seinen Familienstatus bestätigen mussten und dafür einen freien Tag bei ihrem Arbeitnehmer extra nehmen mussten. Kosten: 116 EUR für das Dokument + Legalisierung dieses Dokumentes 20 EUR + Parken Gebühr pro Stunde in Sao Paulo 10 EUR.

2.a.Familienstandbescheinigung (Gültigkeit 6 Monate) für die Frau in Form einer Eidesstattliche Versicherung vom ukrainischen Konsulat in München, besorgt von mir persönlich, halben Tag (auf Kosten meiner Arbeitszeit) beim ukrainischen Konsulat in München, Kosten 25 EUR.
Die Familienstandbescheinigung wurde auch durch die Übersetzung meines ukrainischen Passes bestätigt, wobei es kein Heiratsstempel auf allen Seiten des Passes auftauchte.

3.a Eidesstattliche Versicherung über den Familienstand für Mann: eingeholt von meinem Verlobten beim persönlichen Besuch bei der Anmeldung im Standesamt YYY, Kosten 30 EUR.
3.b. Eidesstattliche Versicherung über den Familienstand für Frau: zusätzlich zu einer Eidesstattliche Versicherung vom ukrainischen Konsulat: besorgt von mir persönlich bei einem Notar in München, 1 Tag: Terminfindung + Besuch des Notars, Kosten 15 EUR.

Frage an Standesamt YYY: warum genügten keine 3 Dokumente für den Nachweis des Familienstandes nicht, damit meine ich: Eidesstattliche Versicherung vom ukrainischen Konsulat in München, lokaler Pass ohne eines Vermerktes über einen verheirateten Stand und Aufenthaltsbescheinigung mit dem Hinweis auf Familienstand? Die oben erwähnte Information wurde von mir in 3-facher Form mittels 3 Dokumenten zur Verfügung gestellt. Darauf wurde beim Standesamt YYY nicht explizit hingewiesen und aufgeklärt, dass die Information über den Familienstand in zusätzlicher Form vom einen deutschen Notar nachzuweisen ist. Das führte später zu einem Missverständnis sowie zu einer Zeitverzögerung um 1 Woche. Darauf bitte ich Sie in Zukunft besser zu achten und die ausländischen Bürger besser zu informieren.

4.a Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde für Mann: besorgt persönlich bei Meldebehörde in YYY, 1 Vormittag, Kosten 9 EUR.
4.b Aufenthaltsbescheinigung der Meldebehörde für Frau: besorgt persönlich bei Meldebehörde in München, 1 Vormittag, Kosten 5 EUR.

5.a Übersetzung aller Urkunden in fremder Sprache durch einen vereidigten Dolmetscher in Deutschland für Mann: besorgt persönlich an einem Wochenendetag in München, Kosten 146 EUR.
5.b Übersetzung aller Urkunden in fremder Sprache durch einen vereidigten Dolmetscher in Deutschland für Frau: besorgt persönlich an einem Wochenendetag in München, Kosten 130 EUR.

6.a monatlicher Einkommensnachweis für die Berechnung der Verwaltungsgebühr für Oberlandesgericht in Frankfurt für Mann: es wurde in portugiesischer Sprache eingereicht mit einer Währungskurstabelle.
6.b monatlicher Einkommensnachweis für die Berechnung der Verwaltungsgebühr für Oberlandesgericht in Frankfurt für Frau: eingereicht in deutscher Sprache.

7. Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses – wurde vom Standesamt YYY verwaltet, Kosten für diese Dienstleistung 60 EUR.

Nachdem wir alle dank Hilfe unserer Freunde und Familie von uns angeforderten Dokumenten zusammen hatten, ging mein Verlobter am 08.11. 2011 mit Anwesenheit einer Dolmetscherin (Kosten hierzu 70 EUR) ohne einen festen Termin* in die Sprechzeiten rein. Nach einer Durchsicht aller Dokumente wurde von Frau Gaertner festgestellt, dass bei mir noch ein Dokument - Eidesstattliche Versicherung über den Familienstand von einem Notar fehlte, so konnten die Dokumente doch nicht an dem gleichen Tag an das Oberlandesgericht weitergeleitet werden. Die Situation beschrieb ich bereits bei dem Punkt 3b (siehe oben).

*Den Termin konnte uns der Standesamt YYY nicht anbieten und ließen uns in die Sprechzeiten kommen, obwohl wir eine Dolmetscherin engagierten.

Nachdem alle angeforderten Dokumente von unserer Seite an das Standesamt YYY eingereicht worden sind, warteten wir auf einen Trauungstermin, den wir bis 20. Dezember mit Berücksichtigung der maximal eingesetzten Frist von 6 Wochen als realistisch gehalten haben. Die Eile der Festlegung des Trauungstermins ist auf den Aufenthalt meines Verlobten zurück zu führen ist, da er aus beruflichen Gründen Ende Dezember 2011 nach Brasilien zurück kehren muss. Außerdem wurde bereits eine Feier in der Ukraine mit meiner Familie geplant, für die bereits Tickets nach XXX gebucht sind sowie das Visa für meinen Verlobten beantragt, um unser schönes Ereignis mit unserer Familie teilen zu können.


2. Erfahrungsbericht- Oberlandesgericht Frankfurt am Main

Am 23. November 2011 sendete das Oberlandesgericht Frankfurt das Dokument über das monatliche Nettoeinkommen meines Verlobten durch das Standesamt YYY zurück, ohne uns darüber informiert zu werden, in welcher Form dieses bei ihnen vorzulegen ist. Den Brief erhielt ich an einem Freitagabend, dem 25. November 2011. Somit konnte ich keine Klärung des Sachverhaltes starten und musste bis Montag abwarten. Am Montag kontaktierte ich den für dieses Schreiben zuständigen Herrn XXX, in dem ich genau nachgefragt habe, in welcher Form so ein Dokument einzureichen ist. Herr XXX hat mich freundlich auf die Notwendigkeit einer Nettoeinkommensbestätigung hingewiesen, diese sollte auch durch das Standesamt YYY eingereicht werden. Dabei hat mich Herr XXX auf noch eine Sorge bzw. Hürde an unserem Heiratsprozess hingewiesen, genau gesagt auf die vom Ausländerbehörde YYY Amt BBB zu erwartende Akte für meinen Verlobten. Ohne diese Akte kann das Oberlandesgericht Frankfurt keine Zustimmung für einen Trauungstermin erteilen. Ich wurde gebeten noch mal am Oberlandesgericht am Freitag anzurufen, um nachzufragen, ob die Akte aus der Ausländerbehörde YYY bereits angekommen ist.

Wie am Montag telefonisch vereinbart rufe ich an einem Freitag, am 02.12.2011 beim Oberlandesgericht noch mal an. Mir wurde gesagt, dass keine Akte meines Verlobten beim Oberlandesgericht eingegangen ist. Die Information über den Versandstatus sollte ich nach Aussage vom Herrn XXX aus dem Oberlandesgericht selbst bei Ausländerbehörde YYY einholen. Die Telefonate sollte ich auf Kosten meiner Arbeitszeit tätigen. Auf meine Frage: was genau beim Oberlandesgericht an den Akten geprüft wird, erhielt ich eine solche Antwort. Es sei sehr kompliziert zu erklären und es sei nicht genug Sachbearbeiter im Oberlandesgericht, solche Fragen zu beantworten. So sollte ich eine Detektivarbeit auf Kosten meiner Arbeitszeit betreiben, um heraus zu finden, warum die Akte meines Verlobten beim Oberlandesgericht FaM nicht angekommen ist................

Vielleicht wird es bei Ihnen anderes ....

Die Beschwerde hat gewirkt und wir haben unseren Termin innerhalb von 3 Tagen erhalten:-)))
Viel Glück




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