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Steuernummer / UST-Id beantragen oder nicht?

8.3.2005 6361 Aufrufe Thema abonnieren
 Von 
UVau
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Steuernummer / UST-Id beantragen oder nicht?

Hallo,
Seit ca 2 Jahren habe ich ein Gewerbe für den Verkauf von Handelsgütern angemeldet.
Ich habe seinerzeit keine Steuernummer/UST-Id beantragt. Für das Finanzamt brauche ich also nur eine Einnahmen-/Ausgabenrechnung, die ich über die Einkommenssteuer mit einreiche.
Da es aber eigentlich keine Gewinnspanne gibt (Umsatz ca 4.000 Eur/Jahr – Gewinn = ca 300 Eur/Jahr) bringt das alles nicht viel.
Welche Vor-/Nachteile hätte es, wenn ich eine Steuernummer/UST-Id beantrage?

Rechnung z.B. z.Zt: EK Brutto: Eur 52,20
VK Brutto: Eur 60,- (Rest 7,80 (Dieser geht aber für eBay etc drauf))
Wie sieht diese Berechnung mit Steuernummer/UST-Id aus?

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(25175 Beiträge, 621x hilfreich)

Falls Du Deine Handelswaren nur an Privatpersonen verkaufst, ergibt sich kein Vorteil.

Wenn Du einen nennenswerten Anteil Deiner Waren an gewerbliche Kunden verkaufst, die vorsteuerabzugsberechtigt sind, dann können diese sich die USt. erstatten lassen.

Deine Waren würden für solche Kunden also erheblich preiswerter werden (ca. 16%).

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#2
 Von 
jpj61
Status:
Schüler
(246 Beiträge, 1x hilfreich)

Die UST-Id-Nummer hat für Dich persönlich weder Vor- noch Nachteile. Schon gar keine Auswirkungen auf den Profit. Nötig ist sie nur dann, wenn Du ins europäische Ausland verkaufst. Wenn Du nur im Inland handelst brauchst Du gar keine.

@hh
Du verwechselst da was. Seit Anfang 2004 ist es Pflicht auf jeder Rechnung eine Steuernummer mit anzugeben, damit der Käufer die Vorsteuer absetzen kann(Wenn er denn dazu berechtigt ist). Es kann entweder die Steuernummer vom Finanzamt sein ODER die UST-ID-Nr. Der eigentliche Sinn der UST-ID-Nr. ist jedoch ein anderer, s. oben.

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#3
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(25175 Beiträge, 621x hilfreich)

@jpj61
Du hast schon Recht mit Deiner Aussage.

Aus der Fragestellung habe ich allerdings entnommen, dass UVau eigentlich wissen wollte, ob es Sinn für ihn macht eine Umsatzsteuererklärung abzugeben. In diesem Sinne habe ich die Frage beantwortet.

Zur Zeit hat er sich offensichtlich aufgrund der Kleinunternehmerregelung davon befreien lassen und ist sich jetzt unsicher, ob das die richtige Entscheidung ist. Wenn das so ist, dann war die Fragestellung etwas unglücklich.

Solange keine MWSt. auf der Rechnung ausgewiesen wird, ist man übrigens nicht verpflichtet, sich an die genannten Formvorschriften zu halten.

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#4
 Von 
UVau
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo
Danke erst mal für die schnellen Antworten.
wenn ich das so lese, bringt es ja nichts eine UST-Id zu beantragen.
Da ich im Moment nur über eBay verkaufe, fressen die Gebühren meinen Gewinn auf.
Was ist wenn ich einen Shop erstelle? Muß ich dann nicht auch eine UST-Id im Impressum angeben? Oder gebe ich hier meine Steuernummer an, die ich auch für die Einkommenssteuer gebrauche? Reicht evtl ein Hinweis auf das Kleingewerbe?

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#5
 Von 
jpj61
Status:
Schüler
(246 Beiträge, 1x hilfreich)

Ich wüßte nicht das in einem Shop überhaupt irgendeine Steuernummer erforderlich wäre. Ich jedenfalls habe in meinem keine stehen.

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#6
 Von 
Roberta1
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

@jpj61:

Fangen wir bei den Pflichtangaben an, die laut Teledienstegesetz in jedem Fall in der Anbieterkennzeichnung enthalten sein müssen. Dies sind der Name (der Nachname und mindestens ein ausgeschriebener Vorname), die Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort - kein Postfach!) und - zwecks Ermöglichung einer schnellen Kontaktaufnahme - eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer. Ob die Angabe der Telefonnummer (die übrigens auch eine Servicenummer wie z.B. 0180-* sein kann) nach dem TDG tatsächlich erforderlich ist, galt zunächst als umstritten. Das OLG Köln hat jedoch mittlerweile mit Urteil vom 13.02.04 (s.a. hier) ausgeführt, daß sich die Pflicht zur Nennung einer Telefonnummer zwingend aus dem TDG herleiten würde.

Sofern der Dienstebetreiber eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-ID) zugeteilt bekommen hat, muß diese Nummer ebenfalls in der Anbieterkennung erscheinen. Die USt-ID-Nr. - bestehend aus den Buchstaben DE sowie 9 weiteren Ziffern - wird vom Bundesamt für Finanzen in Saarlouis vergeben; sie ist nur für jene Unternehmen erforderlich, die Warenverkehr innerhalb der EU betreiben, und darf nicht mit der normalen (Umsatz-)Steuernummer verwechselt werden! Die normale Steuernummer gehört nicht ins Impressum, ist jedoch Pflichtangabe auf den Rechnungen umsatzsteuerpflichtiger Unternehmen - auch dies wird oft miteinander verwechselt.

Stand: 23.12.2004
... und alles weitere dazu kann man unter www.anbieterkennung.de nachlesen ...

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