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Überspannung durch Stromausfall- Schadenersatz?

9.12.2011 5750 Aufrufe Thema abonnieren
 Von 
Frau STA
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Überspannung durch Stromausfall- Schadenersatz?

Hallo!

Gerade war ich bei den Stadtwerken, welche mir bescheinigten, dass wir in einem Wohngebiet hier Stromausfälle innerhalb von Minuten hatten. Diese bescheinigten mir das auch, allerdings mit der Aussage, dass sie nicht für Schäden haften, da dies nicht vorsätzlich gewesen sei, sondern durch einen defekten Transformator geschah.
Nun, mein Plasma lief während der Stromausfälle, dann ging er aus und lies sich nicht wieder einschalten, quahlmt. Der Plasma ist in einer "Werkstatt" zur Diagnose und Reparatur.
Die Hausrat zahlt nicht, weil es zwar ein Überspannungsschaden war, allerdings ohne Blitzschlag.
Das kann doch nicht wahr sein, bleibe ich nun auf den Schaden sitzen??
Die Stadtwerke reden sich mit § 18 NAV Haftung bei Störungen raus.
Kann mir wer weiter helfen, habe ich noch eine Chance?
Vielen Dank für Eure Antworten...


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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
PerryRhodan
Status:
Praktikant
(959 Beiträge, 5x hilfreich)

Mal ganz naiv gefragt: wie kann denn bei einem Ausfall des Stroms ein Überspannungsschaden auftreten? Wie unterscheidet sich das von "Netzstecker ziehen (und ggfs. wieder reinstecken)"?

quote:
Das kann doch nicht wahr sein, bleibe ich nun auf den Schaden sitzen?

Durchaus möglich - es ist eben nicht immer für alles, was passieren kann, jemand in Regreß zu nehmen. Das wäre also zu prüfen.

Zunächst mal wäre die Beweislage zu klären, d.h. ob du überhaupt beweisen kannst, daß der Stromausfall ursächlich für den Schaden war.

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#2
 Von 
Frau STA
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Überspannung, Niederspannung, keine Ahnung. Ich bin ne Frau!;)
Also: Die Stromausfälle beliefen sich auf schätzungsweise 8-10 Stück innerhalb von wenigen Minuten. Der Plasma lief und wurde dadurch immer brutal aus und wieder eingeschaltet, ich war in der Küche, hatte das nur gehört. Dann aus und quahlmt. Ja, nun ist er noch immer in einem Fachbetrieb, der die Ursache bestätigt hat, nur eben noch nicht genau, was da alles Schaden genommen hat. Daraufhin bin ich zu den Stadtwerken gegangen, welche bereits drei andere Schadensmeldungen von Anwohnern hier bekommen haben.


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#3
 Von 
KlientA
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo!

Bei mir war es mit PC-Monitor (2 Monate alt) passiert - es gab einen totalen Stromausfall, als der Strom wieder da war, ging der Monitor nicht mehr. Zur Werkstatt gebracht - Diagnose: "durch Überspannung außer Funktion gesetzt".

Mit diesen Diagnose an meiner Versicherung als Feuerschaden gemeldet und die haben mir dann den vollen Schaden plus Entschädigung (Diagnoseerstellung / fiktive Abrechnung) ersetzt.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(30853 Beiträge, 366x hilfreich)

quote:
Überspannung, Niederspannung, keine Ahnung. Ich bin ne Frau!;)

Bei einem Stromaufall fliest bekanntermaßen kein Strom mehr, also kann dann logischerweise auch keine Überspannung auftreten.


Wenn nun ein Schaden durch Überspannung aufgetreten ist, wird man schon den Zusammenhang zu den Stadwerken beweisen müssen - falls in der Hausratversicherung keine Überspannungsklausel enthalten ist.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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#5
 Von 
Albarion
Status:
Lehrling
(1039 Beiträge, 16x hilfreich)

@Harry Als E-Techniker und Informatiker muss ich Dich da kurz korrigieren.
Ein Transformator kann aufgrund einer Spannungsspitze oder einer Überspannung ausfallen. Dadurch kann es kurz vor dem Ausfall oder der Widerherstellung der Stromversorgung durchaus zu o.g. Problemen kommen.
Wenn alle Haushalte in einem Wohnbezirk gleichzeitig ans Netz gehen - nach einem Stromausfall - kann das durchaus zu Problemen zu kommen. Die Last in diesem Bezirk ist temp. sehr hoch.
Darüberhinaus kann das ganze auch nur lokal auf dem Haushalt begrenzt sein, das ein Haushalt mit vielen Geräten durchaus Probleme nach der erneuten Stromversorgung hat.
InSbesondere bei Servern schützt da eine USV mit Überspannungsschutz vor diesem problem.

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#6
 Von 
Lifeguard
Status:
Student
(2520 Beiträge, 20x hilfreich)

Das Problem ist, wenn Induktive (z.B Spulen) Verbraucher am Netz hängen, die keinen Schutzschalter haben, können die beim Trennen eine Überspannung verursachen.
Wer mutig ist, hängt einfach mal seinen PC mit einem Billigen Netzteil an dieselbe Sicherung wie einen Staubsauger. Nun schaltet man über die Sicherung aus, und freut sich, wenn der Rechner nicht mehr hochfährt.

Gut erklärt ist das Problem bei Wikipedia - Schutbeschaltung.

Selbes spielt sich, noch verstärk, ab, wenn das eWerk plötzlich einen Transformator trennt. Im Ungünstigen Fall hängen dann einige ungeschützte Motoren direkt am Netz und spielen plötzlich unkontrolliert Stromversorger.

Leider gibt das dann immer einen Leidigen Kampf mit der Versicherung, da diese meint nur bei Wetterbedingten Überspannungen zahlen zu müßen.

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