Telekom - Außerordentliche Kündigung ignoriert
Hallo Forum,
ich würde mich über Meinungen zum folgenden, fiktiven Fall freuen.
Max Mustermann hat bei der Telekom einen Vertrag über einen Telefon- und DSL-Anschluss abgeschlossen. Die Bereitstellung des Anschlusses war am 03. August 2011.
Max stellt anschliessend fest, dass er zwar telefonieren kann, aber das Internet nicht funktioniert - der Router verliert ständig die Synchronisation, ausserdem rauscht das Telefon so stark, dass das Telefonieren unmöglich ist, sobald der Router angeschaltet ist.
Er kontaktiert also die Störungsstelle, wieder und wieder. Seitens der Telekom werden verschiedene Messungen und Versuche vorgenommen, ohne Erfolg. Es wird ein Techniker geschickt, der das Problem in einer gestörten Leitung lokalisiert - und zwar am Anschlusspunkt der Telekom, also dem "Kasten" im Keller. Er verspricht, das Problem in der Vermittlungsstelle zu lösen.
Um es kurz zu machen: es passiert nichts, der Anschluss funktioniert nach wie vor nicht. Es kommt ein zweiter Techniker, der keine Fehler findet und das Problem auf den Router schieben will (der an einem anderen Anschluss anstandslos arbeitet).
Max meldet wieder und wieder die Störung. Es wird ein Termin für einen dritten Techniker vereinbart - der nicht kommt.
Max wird ärgerlich, aber vereinbart einen vierten Technikertermin - und wird enttäuscht, es kommt kein Techniker.
Max reicht es. Er schickt der Telekom per Fax einen Brief, in dem er die Probleme noch einmal ausführlich schildert und eine Frist setzt (21 Tage), um die Störung zu beheben. Ausdrücklich behält er sich eine Kündigung vor, falls die Störung nicht behoben wird.
(Anmerkung: Max lebt nun schon fast 2 Monate ohne funktionierenden Anschluss!)
Die Telekom reagiert nicht, die Frist verstreicht.
Max schickt der Telekom eine Außerordentliche Kündigung wegen eines wichtigen Grundes, und zwar der seitens der Telekom nicht erbrachten, vertraglich vereinbarten Leistung (der Bereitstellung eines funktionierenden Anschlusses). Die Kündigung wird sicherheitshalber per Fax sowie Einschreiben mit Rückschein gesendet.
Der Kündigungstermin ist der 31. Oktober (wer mitgezählt hat - es sind also 3 Monate ohne Anschluss). Max widerruft gleichzeitig die Einzugsermächtigung und bittet um Bestätigung. Die Kündigung geht am 14. Oktober raus, also zeitig genug.
Die Telekom reagiert vorerst nicht. Max besucht verärgert den lokalen Telekom-Shop (übrigens nicht zum ersten Mal), die Mitarbeiter dort können ihm nicht helfen (das kennt Max schon).
Am 02. November, also nach dem Kündigungstermin, kommt die Kündigungsbestätigung der Telekom - der Kündigungstermin ist der 01.08.2013.
Max versucht es, obwohl er sich das Ergebnis schon denken kann, erneut im Telekom-Shop - und behält recht: die Mitarbeiter verweisen ihn wiederum an die Abteilung Kundenservice in Bonn, die nur postalisch zu erreichen ist.
Max stellt sich nun folgende Frage: Soll er
a) der Kündigung widersprechen unter erneuter Darlegung des Falls, natürlich schriftlich per Einschreiben, und darauf bestehen, dass der Kündigungstermin auf "vorgestern" gestellt wird, oder
b) den ganzen Fall einem Rechtsanwalt übergeben?
Hat jemand Erfahrungen, wie die Telekom sich bei a) verhält? Nach Max' bisherigen Erfahrungen wird die Telekom auf einen Widerspruch wahrscheinlich gar nicht reagieren.
Ist es zu früh für b), sollte Max warten, bis die Telekom (eventuell) auf seinen Widerspruch reagiert?
Max möchte so schnell es geht einen anderen Provider beauftragen, dieser kann jedoch nichts machen, solange der Anschluss von der Telekom belegt ist und von dieser keine Kündigungsbestätigung vorliegt. Max würde auch gerne seine Rufnummer behalten.
Sollte Max eventuell stattfindende Abbuchungen der Telekom von seiner Bank zurückbuchen lassen?
Ich danke im Voraus für Meinungen und Erfahrungen.
Gruß,
Martin
von MartinG123 am 03.11.2011 18:08
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