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Forum Erbrecht

Schenkung über 10 Jahre anrechenbar?

3.2.2011 1214 Aufrufe Thema abonnieren Zum Thema: Schenkung 10
 Von 
Tobi74
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Schenkung über 10 Jahre anrechenbar?

Hallo Zusammen!

Vater A besitzt 2 Häuser. Er hat zwei Söhne (B und C).
Er schenkt Sohn B ein Haus und lässt notariell festhalten, dass die Schenkung später angerechnet werden soll (um später Sohn C nicht zu benachteiligen). (Vater hat kein Nießbrauchrecht mehr)
Vater A stirbt nun 15 Jahre nach der Schenkung, bekommt dann Sohn C automatisch das andere Haus? Sprich ist diese 10-Jahresfrist bei Schenkung in diesem Fall dann aufgehoben?

lg
Tobi

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-- Editiert am 03.02.2011 21:45

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Schenkung 10


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cruncc1
Status:
Bachelor
(3347 Beiträge, 145x hilfreich)

#..Vater A stirbt nun 15 Jahre nach der Schenkung, bekommt dann Sohn C automatisch das andere Haus?#
Nein.

Gibt es ein Testament?

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#2
 Von 
Tobi74
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Nein, kein Testament!
Warum bekommt Sohn C nicht automatisch das andere Haus?
Was hätte Vater A anders machen müssen wenn er dem einen Sohn das Erbe quasi vorab schenken wollte, den anderen aber später nicht benachteiligen wollte?

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#3
 Von 
cruncc1
Status:
Bachelor
(3347 Beiträge, 145x hilfreich)

#Nein, kein Testament!
Warum bekommt Sohn C nicht automatisch das andere Haus?#
Wenn kein Testament vorhanden ist, gilt die gesetzliche Erbfolge.

#Was hätte Vater A anders machen müssen wenn er dem einen Sohn das Erbe quasi vorab schenken wollte, den anderen aber später nicht benachteiligen wollte?#
Er hätte ein entsprechendes Testament errichten müssen.



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#4
 Von 
Tobi74
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Schonmal Danke für die Antworten!
Das mit dem Testament ist mir aber noch etwas undurchsichtig.
Angenommen Vater A hätte ein Jahr vor seinem Tod (also 14 Jahre nach der Schenkung) ein Testament errichtet in dem Sohn C nun als Alleinerbe eingetragen ist, hätte Sohn B dann nicht trotzdem ein Recht auf seinen Pflichtteil (also in diesem Fall 1/4 vom 2. Haus)?

Außerdem frage ich mich warum bei der Schenkung notariell festgehalten wurde, dass die Schenkung beim zukünftigen Erbfall angerechnet werden soll? Das wäre ja doch eigentlich nicht nötig gewesen, wenn sich das nach den 10 Jahren nicht mehr auswirkt.

Unterm Strich ist Sohn C ja nun rechtlich benachteiligt, nur weil Sohn B sein Erbe schon vorab bekommen hat, was nicht im Sinne des Vaters gewesen war. Seltsame Sache, hätte der Notar den Vater auf diesem Sachverhalt hinweisen müssen? Denn das wäre nicht im Sinne des Vaters gewesen.

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#5
 Von 
cruncc1
Status:
Bachelor
(3347 Beiträge, 145x hilfreich)

#Angenommen Vater A hätte ein Jahr vor seinem Tod (also 14 Jahre nach der Schenkung) ein Testament errichtet in dem Sohn C nun als Alleinerbe eingetragen ist, hätte Sohn B dann nicht trotzdem ein Recht auf seinen Pflichtteil (also in diesem Fall 1/4 vom 2. Haus)?#
Sohn B hätte einen Pflichtteilsanspruch, allerding ist ein Pflichteilsanspruch immer nur ein Geldanspruch in bar. Die Schenkung wäre hierbei anzurechnen.

#Außerdem frage ich mich warum bei der Schenkung notariell festgehalten wurde, dass die Schenkung beim zukünftigen Erbfall angerechnet werden soll? Das wäre ja doch eigentlich nicht nötig gewesen, wenn sich das nach den 10 Jahren nicht mehr auswirkt.#
Ich habe nicht geschrieben, dass sich die Schenkung nicht "auswirkt"!


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#6
 Von 
Tobi74
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Interessant!

#Sohn B hätte einen Pflichtteilsanspruch, allerding ist ein Pflichteilsanspruch immer nur ein Geldanspruch in bar. Die Schenkung wäre hierbei anzurechnen.#
Warum wäre hier eine Anrechnung der Schenkung zu berücksichtigen? (15 Jahre nach der Schenkung)

Wenn die Schenkung also beim Pflichtanteil berücksichtig wird, warum dann nicht auch wenn es kein Testament gibt? Was hier der Fall ist.

#Ich habe nicht geschrieben, dass sich die Schenkung nicht "auswirkt"!#
Ok, anders gefragt, welche Auswirkung hat die Schenkung nach 10 Jahren noch?

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