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Wie viel bekommt ein "HartzIV Empfänger" wirklich?

13.3.2010 9736 Aufrufe Thema abonnieren
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)
Wie viel bekommt ein "HartzIV Empfänger" wirklich?

... vorab ganz klar gesagt: Ich stimme durchaus mehr oder weniger zu, dass man auf HartzIV-Niveau kaum "menschwürdig" leben kann (an heutigen westeuropäischen Maßstäben gemessen! Aber die sind in diesen Land nun einmal Standard und damit maßgebend).
Ziemlich unterträglich finde ich inzwischen die Sicht- und Redeweise, wie gut oder schlecht man von dreihundertundirgendwas Euro leben kann. Ein HartzIV-Empfänger bekommt nicht nur gut dreihundert Euro sondern obendrauf noch Miete und Krankenkasse! Und dann noch geldwerte Leistungen wie GEZ Befreiung und ggf. Karten für die Öffis. So beschämend Lebensmittelannahme von diakonischen Sammelstellen sein mag - in finanzieller Hinsicht ist auch das eine Entlastung.
Besonders skurril finde ich das dann, wenn z.B. Ein-Euro-Kräfte all das aus dem Blick verlieren und argumentieren, dass man von dreihundertundxx Euro kaum leben kann und dass sie ferner doch nur einen Euro für Ihre Arbeit erhalten würden.
Gut, zurück zur Frage. Habe ich bei der Auflistung etwas vergessen? Kennt jemand Zahlen, was ein HartzIV Empfänger "insgesamt" bekommt?
Wie ist es überhaupt zu dieser verzerrten Sichweise gekommen? Bei keiner anderen Gehalts- und Lebensunterhalsdebatte (z.B. Mindeslohn) würde irgendein Mensch auf die Idee kommen mit irgendwelchen Zahlen zu argumentieren, die schon um Miete&Co reduziert wurden?!
j.



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-- Editiert am 13.03.2010 06:53

-- Editiert am 13.03.2010 06:55

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123 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10678 Beiträge, 189x hilfreich)

@Jansp07


359€ für einen Alleinstehenden ERwachsenen ü 25
plus angemessene KDU (Beispiel Berlin)
378€

Fahrkarte muss er natürlich selber zahlen (es gibt m. W. keine Gemeinde, die Fahrscheine verschenkt): 36€
Strom (meine Ausgabe) 50€
Telefon/ Internet: 24,99€

Wenn die MAE Jobs gemeinnützig, zusätzlich und freiwillig sind, wäre es kein Problem.
Die Tafeln teilen Lebensmittel aus, für die die Haftung ausgeschlossen wird, indem die Nutzer dies unterschreiben. Lebensmittelvergiftungen inklusive: eine Tüte Lebensmittel zwischen 1 und 1.50€


Sunbee

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"Meine Beiträge stellen lediglich eine persönliche Meinung dar und sind keine Rechtsberatung.
"

-- Editiert am 13.03.2010 15:28

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#2
 Von 
muemmel
Status:
Wissender
(14943 Beiträge, 363x hilfreich)

@ Sunbee,

das könnte jetzt so verstanden werden, als bekäme der Alg-2-Empfänger Fahrkarte, Telefon und Strom bezahlt. Es sei daher erwähnt, daß das nicht so ist.

Gruß vom mümmel

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#3
 Von 
meri
Status:
Master
(4785 Beiträge, 63x hilfreich)

Es gibt schon Fälle, in denen die Fahrkarte bezahlt wird.
Z .b. beim Methadonprogramm, um die tägliche Dosis abzuholen.
Oder hier:

Antrag zur Kreistagssitzung am 09. Mai 2008Beschluss: Zur Sicherung der Mobilität aller Bürger im Landkreis Marburg-
Biedenkopf beschließt der Kreistag die Einführung eines Sozialtickets im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das
Sozialticket wird als persönlicher Fahrausweis an folgenden Personenkreis ausgegeben: Empfänger von Arbeitslosengeld
II (SGB II)Empfänger von laufender Sozialhilfe (SGB XII-Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung)Empfänger von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)Menschen, deren
Einkommen die Grenzen nicht überschreiten, wie sie in den neuen Richtlinien zum Marburger Stadtpass genannt werden

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oder hier:

Wie und wo bekommen die verschiedenen Leistungsbezieher ein solches Sozialticket?
Empfänger von Leistungen nach dem SGB II können in der für sie zuständigen Eingangszone der ARGE Teltow-Fläming (Zossen, Bahnhofstraße 16 bzw. Luckenwalde, Zinnaer Str. 28a-32) eine Kundenkarte erhalten.
Empfänger von Leistungen nach dem SGB XII bzw. AsylbLG können in der Kreisverwaltung Teltow-Fläming, Am Nuthefließ 2 in Luckenwalde, im Amt für Jugend und Soziales eine Kundenkarte erhalten.
Die Kundenkarte wird ausgestellt, wenn Leistungen nach dem SGB II, SGB XII bzw. AsylbLG tatsächlich bezogen werden und der Kunde ein aktuelles Passfoto vorlegt. Die Gültigkeitsdauer der Kundenkarte entspricht der aktuellen Bewilligungszeit (ab Ausstellungsdatum der Kundenkarte) und endet mit dem Ablauf des letzten Bewilligungsmonats. Sie muss also mit der Beantragung von Folgeleistungen verlängert werden.
Für die Verlängerung der Kundenkarte ist der Kunde selbst verantwortlich.
Unter Vorlage der Kundenkarte kann der Inhaber Einzelfahrausweise, Tageskarten, 7-Tageskarten oder Monatskarten in den Bussen der VTF bzw. im Vorverkauf mit 50 % Ermäßigung erwerben.
Kundenkarte und Sozialticket sind nicht übertragbar

-- Editiert am 13.03.2010 15:51

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#4
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

Mal zurück zur Ausgangsfrage.

Wie immer ganz genau das mit Tickets für die Öffentlichen hier und da ist, und wie beschämend die Annhame einer bestimmten Leistung/Möglichkeit ist:
Alles Geschriebene heißt doch, dass ein Hartz-IV-Emfänger alles zusammengerechnet (samt geldwerten Vorteilen und "unsichtbaren Leistungen" wie Krankenkassenversicherunge) irgendwas zwischen 900-1000 Euro ..., jetzt ist ein wirklich passendes Verb finden,.. bekommt, braucht, kostet, benötigt.

Daher auch nochmal die andere Frage? Wie kommt eigentlich diese für keinen hilfreiche Debatte zu Stande, ob man von dreihundertund-xxx Euro leben kann?

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#5
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10678 Beiträge, 189x hilfreich)

@Muemmel

Stimmt, wenn man es so liest. DAnke für den Hinweis :) Deshalb nochmal: die genannten Beträge sind einige der Ausgaben. Meine Medikamente, Schuhextras hab ich ja schon weggelassen...

Bei mir war Einnahme (ich rechne die für mich aktuellen Sätze und Beträge)
359 Regelsatz
478 KDU (wesentlich höher als regelhaft wg Erkrankung/ Behinderung)

Abzüge

36€ Fahrkarte (die jetzt weggefallen ist durch erfolgreiche Klage und nun mein Essensextra ist)
50€ Strom
24,99€ Tele/ Internet
10€ Medikament zur Verb. Blutwerte
25€ im Schnitt für Schuhe (auf Monatsbeträge runtergerechnet)
15€ Hautpflege (Fuß)
16€ so ein Mittel bei medikamentenbedingtem Haarausfall (ist aber ab April nicht mehr nötig)
10€ Haut Gesicht (ebenfalls medikamentenbedingte Ekzeme)
25€ (rauchen früher, jetzt 10er Karte schwimmen)

@meri

Das sogen. Sozialticket gibt es in Berlin (und vielen Regionen) auch. Das bedeutet nicht, dass es bezahlt wird, sondern man hat das Recht auf die Trägerkarte und zahlt dann (berlin) statt ca 75€ eben 36€

Fahrten bei Drogenkranken? Da wäre eine Quelle super. Alle anderen Kranken müssen ihre Fahrten, sofern nicht die GKV TRansport zahlt, selber zahlen.


Sunbee

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"Meine Beiträge stellen lediglich eine persönliche Meinung dar und sind keine Rechtsberatung.
"

-- Editiert am 14.03.2010 08:41

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#6
 Von 
guest-12315.03.2010 08:48:54
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#7
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9282 Beiträge, 153x hilfreich)

quote:
Daher auch nochmal die andere Frage? Wie kommt eigentlich diese für keinen hilfreiche Debatte zu Stande, ob man von dreihundertund-xxx Euro leben kann?

Das ist ganz einfach zu beantworten: "Weil es so schön dramatisch klingt". Jeder der sich populistisch in Szene setzen will (insbesondere auf der linken Seite) der nennt nur den Regelsatz und sagt, dass man von 359,- Euro nicht leben kann. Das klingt einleuchtend.

Ein anderer Populist sagt vielleicht umgekehrt, dass ein Hartz-IV-Empfänger alles bezahlt bekommt, und die 359,- Euro nur das Taschengeld zum Verjubeln sind, welches einfache Angestellte nicht zur Verfügung haben.

Die Wahrheit liegt - wie bei Populisten üblich - irgendwo in der Mitte. Tatsache ist, dass Hartz-IV-Empfänger keine großen Sprünge machen können und das Geld tatsächlich nur für das notwendigste reicht. Tatsache ist aber auch, DASS es reicht, wenn man einigermaßen vernündftig wirtschaftet. Außerdem muss man bedenken, dass Hartz-IV-Empfänger ja auch Zuschüsse zu besonderen Ausgaben bekommen (z.B. bei teuren Haushaltsgeräten usw.).

Man braucht jedenfalls als single ohne Kinder definitiv ein netto (!)-Einkommen von über 1000,- bis 1200,- Euro, damit man mehr hat als ein Hartz-IV-Empfänger.

Wenn man ein oder zwei Kinder hat, braucht man schon ein netto-Einkommen von knapp 2000,- Euro, damit sich Arbeit lohnt.

Ich kenne eine 6-köpfige Hartz-IV-Familie. Da müsste der Vater - wolle er als Alleinverdiener die Familie ernähren - ein Brutto-Einkommen von fast 4.000,- Euro haben, damit sich Arbeit lohnen würde. Da es für ihn aufgrund fehlender Qualifikation einen solchen Job aber nicht gibt, lebt er ganz gut von Hartz-IV.

Wer vor diesem Hintergrund allen Ernstes meint, die Probleme in diesem Land ließen sich lösen, indem Hartz-IV erhöht wird, hat wirklich nichts begriffen.




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"justice"

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#8
 Von 
katinchen
Status:
Schüler
(222 Beiträge, 8x hilfreich)

Wie wäre es denn bei Klassenfahrten. Müssen Hartz Empfänger die auch ganz bezahlen? Und überhaupt die ganzen Schulmittel, Bücher, Schulessen usw?

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#9
 Von 
guest-12315.03.2010 08:48:54
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#10
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9282 Beiträge, 153x hilfreich)

@ katinchen:

Klassenfahrten werden extra bezahlt, ebenso gibt es Pauschalen für Schulmittel (Hefte, Bücher usw.). Derzeit wird diskutiert, ob man diese Pauschalen nicht streichen soll und statt dessen die Mittel der Schule zur Verfügung gestellt werden, damit diese die Materialen besorgt und verteilt.

@ Bauer22: siehe oben. Ein Verdiener, der seine 1.000,- bis 1.200Euro netto hat, muss damit seine Wohnung, seine Heizung und seinen Lebensunterhalt bezahlen (einschließlich Krankenkassenzuschläge für Medikamente usw.). Außerdem hat er (üblicherweise) berufsbedingte Aufwendungen wie Fahrtkosten, Kleidung etc.. Zudem muss dieser in seiner Kalkulation auch Rücklagen für Sonderausgaben aufnehmen. Dies entfällt bei Hartz-IV-Empfängern, da diese bei Sonderbedarf einfach zur Arge gehen müssen und keine eigenen Rücklagen bilden müssen/sollen/können.

Übrigens: Nehmen wir mal theoretisch an, ich hätte mich verschätzt und ein Lediger ohne Kinder hätte bei obigen Einkommen tatsächlich 100 oder 200,- Euro mehr im Monat. Lohnt es sich für diese Differenz wirklich, den ganzen Tag arbeiten zu gehen ??



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"justice"

-- Editiert am 14.03.2010 11:50

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#11
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10678 Beiträge, 189x hilfreich)

@Justice

quote:
Außerdem muss man bedenken, dass Hartz-IV-Empfänger ja auch Zuschüsse zu besonderen Ausgaben bekommen (z.B. bei teuren Haushaltsgeräten usw.).

Irrtum. Das gibt es seit der Soz.reform längst nicht mehr.
Der Quatsch wird auch nicht besser oder richtiger, wenn man ihn wiederholt.

Ein Darlehen wird hier auch nur bei unabweisbarem Bedarf gewährt. Eine Waschmaschine, ua. soll vom v. Regelsatz angespart werden. Das gilt ebenso für Reparaturen, Kleidung, Renovierung u.v. andere Sachen. Es gibt, kannst du ergooglen, genaue Vorgaben, wieviel Prozent vom Regelsatz für welche Ansparung vorgesehen ist.

Sorry, aber das mit dem* um Arbeit lohnend zu machen* nervt ab.
Es gibt ca 6 Millionen Aufstocker unter den ca 7 Millionen ALG2 Beziehern.
Wenn jemand unter dem Existenzminimum verdient, kann er ALG2 beantragen und steht GRUNDSÄTZLICH besser da als Arbeitender. Das ist auch völlig richtig so.

Wäre ich Erwerbsfähig und würde exakt das verdienen, was ich jetzt habe:
837€

hätte ich Freibeträge und einen ca Anspruch auf 273€. Somit dann 1110€. Ergo: mehr als als nicht Arbeitende.


@Katinchen

Die Frage gehört eigentlich nicht hierher, sondern in das Forum Sozialrecht.

Mehrtägige Klassenfahrten regelt SGB II; §23, Abs.3, Satz 3.
Schulmittel regelt SGB II; § 24a

Sunbee

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"Meine Beiträge stellen lediglich eine persönliche Meinung dar und sind keine Rechtsberatung.
"

-- Editiert am 14.03.2010 11:52

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#12
 Von 
guest-12323.06.2010 10:27:41
Status:
Lehrling
(1566 Beiträge, 27x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#13
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

nun ja, es hilft vielleicht keinem hier zu diskutieren,ob es 900,1.000 oder 1.100 Euro sind - bzw. diesem Gegenwert entspricht, ohne dass man hier fast peinlich gründlich die Hosen runterlassen müsste.
Meine Frage und versteckte Kritik kommt aus einer anderen Richtung.
Meines Erachtens gibts die wirklich Reichen mit, weiß nicht, 5.000 netto und oft viel viel mehr. Egal wie viel studierende Kinder die haben, für wie viele Kinder und Ex-Frauen Unterhalt zu leisten ist, egal wie viele Eltern teuer im Heim leben müssen, ... die haben immer noch tausende monatlich ganz real in der Tasche über.
Dann gibt es die Mitte, die Durchschnittsverdiener. Solange NICHTS von dem vorgenannten eintritt, gehts denen gut ! Aber so wie ein oder zwei Punkte eintreffen lebt man auch von irgendwas "mit einer Eins vorne", von dem noch Miete u.a. runtergeht.
Und dann gibts noch die, die mit ehrlicher Arbeit weniger verdienen, als ein Hartz-IV Empfänger und aufstocken müssen.

Soweit so gut - und stellenweise auch sehr schlecht!!
Aber dann triff man hier und da auf Hartz-IV Empfängern mit ein Euro-Job, die mit ihrer "nicht optimalen" Arbeitsleistung alles andere als eine Unterstützung sind, ... und dann noch argumentieren, dass sie doch von ihren dreihundertundxxx Euro kaum leben können und dann für´s Arbeiten auch nur einen Euro/Stunde bekommen.

Das finde ich untragbar. Zum einen für die "finanzielle Unterschicht", die mit dem Lohn ihrer Arbeit nicht auskommt und trotzdem sehr solide arbeitet. Und auch für alle anderen, die spürbar Steuern zahlen, die manchmal denkwürdige Arbeitshaltung der Ein-Euro-Kräfte auffangen müssen - und dann noch Klagen hören. (... weiß ich gerade gar nicht, wie direkt geht Lohnsteuer der einen in den Hartz-IV Topf der anderen?)

Ich finde, da stimmt irgendwas gar nicht mehr. Da müsste dringend für alle Seiten eine Korrektur der Sichtweise her, dass man nicht nur von gut dreihundert Euro leben muss!



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-- Editiert am 14.03.2010 12:49

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#14
 Von 
guest-12315.03.2010 08:48:54
Status:
Frischling
(28 Beiträge, 1x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#15
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9282 Beiträge, 153x hilfreich)

quote:
Dann gibt es die Mitte, die Durchschnittsverdiener. Solange NICHTS von dem vorgenannten eintritt, gehts denen gut ! Aber so wie ein oder zwei Punkte eintreffen lebt man auch von irgendwas "mit einer Eins vorne", von dem noch Miete u.a. runtergeht.

Sehr richtig. Und genau DIESER Bevölkerungsschicht muss der Staat seine höchste Aufmerksam widmen. Denn wenn diese Gesellschaftsschicht stabil ist, dann kann man einerseits ein Abrutschen nach "unten" verhindern und macht gleichzeitig einen "Aufstieg" von unten attraktiv.

Die Reichen kümmern sich um sich selbst, die brauchen keine Hilfe (jedenfalls nicht persönlich). Wichtig ist eine gesunde Mittelschicht.




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"justice"

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#16
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

Hi Bauer22
fände es schon extrem nett, wenn hier alles sachlich und nicht persönlich angreifend bleibt !!! Stellungnahmen der anderen als Schrott zu bezeichnen bringt keinen weiter - erst recht dann nicht, wenn Sie kein Schrott sind.
Besonders unsinnig ist diese Anmerkung erst recht hier, da doch gerade genau das die Ausgangsfrage war: Wie viel bekommt ein Hartz-IV Empfänger eigentlich wirklich, mit allem, was dazu gehört, und was man allzu gerne übersieht?
... ich kenne übrigens keinen mehrfachen Familienvater mit hart erarbeiteten 1200 oder 2000 Euro netto, der das Ticket der Öffis statt zum vollen Preis stark reduziert bekommt, um nur mal ein Beispiel für diese schnell übersehenden "Ungerechtigkeiten" anzuführen.

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-- Editiert am 14.03.2010 16:35

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#17
 Von 
jau
Status:
Lehrling
(1405 Beiträge, 44x hilfreich)

@jansp07... was willst du eigentlich? was willst du hören?
ich nehme an das du kein bezieher von hartz 4 oder sonstiger bezieher von"staatl. hilfs-leistung" bist, sonst hättest du die frage anders gestellt.
!!!!" was bekommt ein Hartz 4 empfänger wirklich"!!!!! wäre eine frage.
dann würde dir ein lichtlein aufgehen. du denkst nur materiel... das finde ich ab
artig. stell dir doch mal die frage : wie so gibt es Hartz 4 empfänger, wie so bekommen die geld fürs, aus deiner sicht gesehen, nichts tun, wie so arbeiten die nicht....


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" "

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#18
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

auf dem Mecker-Niveau diskutiere ich nicht -sondern "petzte" (wie es hier heißt) allenfalls den Beitrag, wenn das hier so beleidigend weiter geht!

Mal ganz allgemein angemerkt: Besonders bedauerlich und tötlich nervig finde ich es persönlich übrigens, wenn Leute diese Forum nicht nutzen, um hier und da eine Frage aus dem praktischen Leben zu stellen und Antworten zu bekommen, ... und dann im Laufe der Jahre auf 10,20, ...50 oder 100 Beiträge kommen. Über den Umkehrschluss schweigt des Sängers Höflichkeit!

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-- Editiert am 14.03.2010 19:37

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#19
 Von 
Anny
Status:
Junior
(5543 Beiträge, 54x hilfreich)

jansp07 hallo,
das ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil nicht alle die gleichen Leistungen bekommen bzw. beantragen.

Ärgert dich das, wenn du hörst, wie einige von 300 Euro leben müssen?
Wieso?

Weil` s nicht stimmt?


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"Die Welt ist mir ein kaltes Haus ohne die gleichmäßige Wärme jenes Ofens,den man Liebe nennt.LGAnny"

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#20
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9282 Beiträge, 153x hilfreich)

Es dürfte nahezu unmöglich sein, dieses Thema zu diskutieren, ohne dem Vorwurf einer unsachlichen Emotionalität ausgesetzt zu sein, auch wenn man ganz nüchtern seine Ansicht darlegt.

Ich habe ja bereits an anderer Stelle gesagt, dass Hartz-IV-Empfänger sicher kein üppiges Leben führen und auch keine großen Sprünge machen können. Das ist aber auch nicht notwendig und erst recht ist das keine Aufgabe des Sozialstaats.

Die Aufgabe des Sozialstaates ist es, dafür zu sorgen, dass jeder ein menschenwürdiges Leben führen kann. Es ist aber NICHT Aufgabe des Sozialstaats, jedem ein bequemes und kostenloses Leben zu finanzieren, welches Arbeit und Eigenverantowrtung überflüssig macht. Und das ist meiner felsenfesten Überzeugung nach in Deutschland ganz eindeutig erfüllt.



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"justice"

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#21
 Von 
meri
Status:
Master
(4785 Beiträge, 63x hilfreich)

Das Thema ist kein Rundumschlag gegen alle Hartz--4-Empfänger, denke ich.
Ich gehe davon aus, dass die meisten Leistungen rechtmässig beantragt und ebenso auch bezogen werden.
Wenn ich aber sehe, dass regelmässig dieselben Leute, frisch gebügelt und gewaschen schon um 0730 Uhr in der Kneipe vor einem Glas Bier stehen, mache ich mir schon meine Gedanken darüber, weshalb die Sätze zu niedrig sein sollen.

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#22
 Von 
justice005
Status:
Unparteiischer
(9282 Beiträge, 153x hilfreich)

quote:
frisch gebügelt und gewaschen schon um 0730 Uhr in der Kneipe vor einem Glas Bier stehen

Also an der hiesigen Trinkhalle gibt es keine Gläser. Dort trinkt man eher aus der Flasche. Gewaschen und gebügelt ist da auch keiner.... ;)

Ansosnten stimme ich Dir aber zu und finde es ebenfalls erschreckend, was da so von morgens bis abends abgehangen wird. Ich vermute, die geben wesentlich mehr Geld pro Tag aus, als ich.....



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"justice"

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#23
 Von 
gabimaus
Status:
Praktikant
(763 Beiträge, 9x hilfreich)

Auch vor Hartz 4 gab es "Trinkhallen" und Menschen die Sozialhilfe und Arbeitslosengeld 2 bezogen haben.
Warum der TE gerade in jetziger Zeit auf den fahrenden Zug aufgesprungen, in dem einig wenige FDP und SPD Politiker sitzen und Front gegen alle die keinen Job haben und auch in nächster und übernächster Zukunft nie einen bekommen werden
machen, ist unverständlich. Lieber TE wenn du wissen möchtest was ein Hartz 4 Empfänger wirklich bekommt, dann nehm dir ein Notitzblock, geh auf die Strasse und frag die Betroffenen einfach.
Einer hat schon mal einen Frage an den TE gestellt: "Was will gehört werden", oder so ähnlich...?

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#24
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

naja, ich kann es leider keinem abnehmen vorige Beiträge zu lesen, um nicht Fragen zu stellen, die schon halb, fast oder ganz beantworten waren (nicht nur den allerletzten Eintrag betreffend) :cool:

Ja! Ich bin eigentlich "auf der Suche" nach Ursachen und (meinetwegen auch etwas herumgesponnen wirkenden) Lösungen oder - ohne maßlos zu wirken, zumindest Lösungsansätzen oder möglichen Gangrichtungen. Und das dürfte auch sachlich und ohne persönliche versteckte oder offene Angriffe machbar sein! :)

Ich will all das schon genannte gar nicht alles ausführlich wiederholen, alles ist in den (... sachlicheren) Beiträgen schon gesagt. Aber wie kommt man da eigentlich raus?

Erhöhung von HartzIV & Festsetzung eines moralisch intakten Mindestlohns für alle Branchen & Weglassen von Steuersenkungen & drastische Erhöhung des Spitzensteuersatzes für Einkommen,die nicht mehr ansatzweise nachvollziehbar sind & ... und vielleicht noch Grundgehalt für alle statt HartzIV ??? (... um mal weiterzuspinnen! Nicht durch und durch meine Meinung!)

Oder müsste man sich im "kollektiven Bewusstsein" bloß endlich drüber klar werden, dass wir christliche und soziale Maßstäbe langsam zu Gunsten endloser wirtschaflticher Freiheiten gänzlich über Bord schmeißen? ... nach dem Motto "Einsicht ist der erste Weg zu Besserung".... und bisher lügen wir uns nur kollektiv einerseits vor, dass alles noch irgendwie rund läuft, damit man sich andererseits hier und da mit unfassbaren Gehältern immer mehr selbst bedienen darf?

(Aber eines stimmt schon! Eigentlich spreche ich zwei Punkte an und all das ist nur der eine. Der andere ist, dass ich immer ratloser davor stehe, wenn HartzIV Empfänger über ihre "nur" 360 Euro zzgl ggf. "nur" 1 Euro / Stunde schimpfen und gar nicht mehr sehen, dass es deutlich mehr ist!)


-- Editiert am 15.03.2010 14:37

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#25
 Von 
meri
Status:
Master
(4785 Beiträge, 63x hilfreich)

Das kann man auch so sehen:

Monatliches Einkommen eines in Arbeit stehenden: 2000,-EURO
Miete weg: 500(alles schon drinnen)
Krankenkasse weg: 500,-EURO(privat versichert)
Monatskarte weg; 100,-EURO

Ergibt Einkommen von monatlich 900,-EURO :zoff:

Versicherungen und Kleinkrams, noch nicht mitberechnet.

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#26
 Von 
Sunbee 1
Status:
Gelehrter
(10678 Beiträge, 189x hilfreich)

@Meri

Deine Quelle ist nicht mehr gültig und das weißt du auch.

Sunbee

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"Meine Beiträge stellen lediglich eine persönliche Meinung dar und sind keine Rechtsberatung.
"

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#27
 Von 
gabimaus
Status:
Praktikant
(763 Beiträge, 9x hilfreich)

@Jan...
Schimpfen denn wirklich die Hartz 4 Bezieher über ihre 360 Euro zzgl. einen Euro für
einen Job der eigentlich in ein reguläres Arbeitsverhältnis gewandelt werden könnte.?
Die ich kenne sind froh darüber, daß sie was schaffen können!
Was machen die eignetlich mit dem "mehr Geld" im Monat? Sparen, Anlegen oder geben die das aus und "kurbeln" so mit die Wirtschaft an?

Wenn du auf der suche nach Ursachen bist, fang nicht bei Hartz 4 an, denn dieses
ist ein Ergebnis der Ursachen welche du suchen möchtest.
Hartz 4 Bezieher wissen schon das sie mehr als ca. 360 Euro bekommen, daß braucht man denen und den meisten anderen nicht vorrechnen!
Mit nur ca. 360 Euro im Monat für Hartz 4 Bezieher, würden auch viele Vermieter pleite machen, hast du das gewußt?
Lass die Hatz4 Bezieher oder alle die noch auf staatliche Hilfe angewiesen sind mal außen vor!

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#28
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

sorry, aber langsam werde ich etwas müde, immer wieder das Gleiche zu wiederholen, weil, .. keine Ahnung :bang:

1) Es ist bedauerlich, wenn man in solchen Diskussionen vieles zu stark verallgemeinert. Sicherlich mögen viele 1-Euro-Kräfte dankbar und gut arbeiten. Aber andere (und anscheinend nicht wenig) arbeiten nicht ansatzweise nach besten Kräften, ob´s nun am Wollen oder Können liegt. Und wenn dann noch Geschimpfe über das wenige Geld kommt, was ja in Funk und Presse zuletzt auch unterstützt wurde, weil zu oft hinterfragt wurde, ob man von 360 Euro leben kann, ... dann stimmt da irgendwas nicht. Und daher meine uralte Frage, wie man allüberall überhaupt erstmal auf solch eine schräge Sichtweise kommen konnte!

2) Ich finde es recht schade, wenn hier schlimmstenfalls fast beleidigt wird oder bestenfalls festgestellt wird, was morgens um halbacht in Kneipen los ist. Oder wenn hier nur noch diskutiert wird, ob Stromkosten nun inclusive oder exclusive zu betachten sind . Oder ob in Stadt x die Kosten für Öffentliche ganz übernommen werden, woanders es nur Rabatte gibt. Auch wenn ich das anfangs ungefähr genau das selbst erfraft hatte und auch wenn das alles nicht ganz unwichtig, aber über diese Einzelfallmerkmale könnte man hier jahrelang streiten.

Mich würde wirklich interessieren, wer kreative und visionäre Ideen hat, wie man aus diesem Patt, aus diesen diversen Patts herauskommt (s. meinen letzten Eintrag)
Einerseits sollte und muss der HartzIV-Satz überarbeitet haben. Andererseits überholt man dann noch mehr aufstockende Geringverdiener, usw. uws.

Also, mal bitte ein paar kreative und konstruktive Sichweisen und Visionen ! :pc:





-- Editiert am 15.03.2010 17:22

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#29
 Von 
guest-12320.10.2011 11:52:26
Status:
Praktikant
(789 Beiträge, 21x hilfreich)

hallo

ich war auch mal h4. ich bekam, aber nicht steinigen. das klappt mit der passenden argumentation beim amt:

359€ geld auf konto
445€ miete warm, maisonettenwohnung
160€ ich nenne es armutsgewöhnungszuschlag, das 1 jahr. im zweiten 80€.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
= 964€ Monatlich im erstem jahr + krankenkasse

~ 100€ vermieter nebenkostenabrechnung 1x jährlich
~ 20-30€ stromnachzahlung 1x jährlich


das sind meine erfahrungen mit h4 gewesen. nun zu den hegativen dinge.

359€
- 35€ telefon, internet incl handy
- 100€ diverse anderes wie strom usw
- 75€ fondssparplan

der rest war zum leben da.. knapp aber es funzt wenn man nicht das teuerste kauft und bei ebay mal sein hab und gut in bargeld bei ebay umwandelt. das ist ja erlaubt.

das gled reicht also für eine person locker aus. leider.... leider kommen die schwierigkeiten wenn was am auto kaputt geht, wie zb die lambdasonde... oder dieses oder jenes, oder stehlampe usw...

doof wird es auch wenn mann eine familie durchfüttern muß. das weiß ich wohl auch. das was ich geschrieben habe ist eine tatsache und soll keine backpfeife gegen arbeiter sein die auch 1000€ netto haben. aber nun arbeite ich auch wieder. 1 jahr reicht und ich konnte was finden was besser bezahlt wird. ich hatte echt kein bock für 900€ monatlich netto, 50 km weit zu fahren. da verheize ich nur mein auto und kann mir kein neues holen.

:)












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Im ewigen Gedenken."

-- Editiert am 15.03.2010 18:32

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#30
 Von 
guest-12318.03.2010 05:32:57
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Frischling
(22 Beiträge, 0x hilfreich)

:dau: ?? :cheers: ?? :party: ?? :forum: ?? :zoff: ??

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