Schöffe in Winnenden-Prozess wegen Befangenheit ausgetauscht
9.11.2010 | Nachrichten - Vor Gericht | 1473 Aufrufe Mehr zum Thema:Amoklauf, Winnenden
Im Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden hat das Landgericht Stuttgart am Dienstag einen Schöffen auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Befangenheit ausgetauscht. Der 59-jährige Laienrichter hatte vor rund zwei Wochen in betrunkenem Zustand Polizisten beleidigt und bedroht. Es gebe deshalb Zweifel an seiner Unvoreingenommenheit, begründete eine Gerichtssprecherin am Dienstag die Ablösung des Mannes.
Der Vater von Tim K. muss sich seit Mitte September vor Gericht verantworten, weil er laut Anklage seinem Sohn Zugriff auf eine erlaubnispflichtige Schusswaffe sowie Munition ermöglicht haben soll. Der 17 Jahre alte Schüler hatte am 11. März 2009 bei einem Amoklauf in Winnenden und seiner anschließenden Flucht in Wendlingen 15 Menschen und anschließend sich selbst getötet. Die Tatwaffe hatte er aus dem Schlafzimmer der Eltern entwendet.
9. November 2010 - 12.06 Uhr
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