Zypries sieht Datenschutz beim Einkaufen gefährdet
AFP VOM 1.11.2003 | Nachrichten - Nachrichten | 2682 Aufrufe Mehr zum Thema:Datenschutz, Rabattmarken, gläserner, Kunde
- Justizministerin fordert Kunden zu mehr Sorgfalt auf
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat aus Sorge um den Datenschutz die Verbraucher zu mehr Sorgfalt beim Umgang mit Rabattkarten beim Einkaufen aufgefordert. Man könne sich nur wundern, mit welcher Bereitwilligkeit heute Kunden über Rabattkarten ihre Daten preisgäben, sagte Zypries der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. Dadurch wachse die Gefahr, dass die Wirtschaft dieses Material zur Kundenprofilierung nutze. "Der gläserne Kunde ist dann nicht mehr fern", mahnte die Ministerin.
Zypries beklagte, dass in der Bevölkerung das Datenbewusstsein im Vergleich zur Volkszählungsdebatte in den achtziger Jahren insgesamt sehr nachgelassen habe. "Offenbar schwindet die Sensibilität und das Risikobewusstsein gegenüber unüberschaubaren Datenmengen", meinte die SPD-Politikerin. Sie rief die Kunden deshalb auf, "sehr viel mehr darauf zu achten, was sie beim Einkauf preisgeben". Die Justizministerin forderte zugleich mehr Transparenz und Information. Die Verbraucher müssten vor Preisgabe ihrer persönlichen Daten wissen, "welche Daten erhoben werden, zu welchem Zweck sie verwendet werden, ob sie an Dritte weitergeleitet werden und wie lange sie gespeichert werden".
1. November 2003 - 11.29 Uhr
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