
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak über die tödliche Messerattacke auf eine Ägypterin in einem Dresdner Gerichtssaal sprechen. Die Kanzlerin treffe Mubarak am Rande des G-8-Gipfels in L'Aquila und werde das Thema dabei zur Sprache bringen, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Die Bundesregierung schweige nicht zu der "wirklich abscheulichen und empörenden Tat". Vor der deutschen Botschaft in Kairo hatten am Dienstag Menschenrechtsaktivisten gegen die Messerattacke protestiert.
Die schwangere 32-Jährige war vor einer Woche als Zeugin während eines Gerichtsprozesses von dem Angeklagten mit einem Messer angegriffen worden und kurz darauf an ihren schweren Verletzungen gestorben. Sie hatte den 28-Jährigen ursprünglich angezeigt, weil er sie auf einem Kinderspielplatz in Dresden als "Terroristin" und "Schlampe" beschimpft hatte, nachdem sie ihn gebeten hatte, ihrem Sohn einen Platz auf der Schaukel frei zu machen.
8. Juli 2009 - 12.41 Uhr
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