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Ex-Bayer-Manager wegen Preisabsprachen in USA angeklagt

AFP VOM 11.8.2005 | Nachrichten - International | 3119 Aufrufe
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Bayer, Preisabsprache, Kartell

- Vorwürfe betreffen Kartellrechtsverstöße auf Kautschukmarkt

Zwei frühere Manager des deutschen Pharma- und Chemiekonzerns Bayer müssen sich vor einem US-Gericht wegen Preisabsprachen auf dem Kautschukmarkt verantworten. Die US-Staatsanwaltschaft erhob am Mittwoch (Ortszeit) vor einem Bezirksgericht in San Francisco Anklage, wie das Justizministerium in Washington mitteilte. Dem früheren Chef der Kautschuk-Sparte bei Bayer und dem Ex-Marketingleiter in diesem Geschäftsbereich wird vorgeworfen, gemeinsam mit Konkurrenten Preise festgesetzt und so den Wettbewerb beeinträchtigt zu haben. Ihnen drohen bei einer Verurteilung Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren und Geldstrafen von bis zu 350.000 Dollar (rund 283.000 Euro).

Ein Bayer-Sprecher betonte in Leverkusen, das Verfahren sei nicht gegen das Unternehmen gerichtet. Der Prozess gegen Bayer wegen derselben Vorwürfe sei bereits Mitte 2004 abgeschlossen worden. Der deutsche Konzern gab damals im Rahmen einer gütlichen Einigung einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht zu und willigte in die Zahlung einer Geldstrafe von 66 Millionen DollarMillionen Euro) ein.

Bayer hatte nach Angaben des US-Justizministeriums mit den Wettbewerbern Syndial, Crompton Corporation, DuPont Dow Elastomers und Zeon Chemicals zwischen 1995 und 2001 illegale Absprachen für Preise von Kautschukchemikalien in den USA und anderen Ländern getroffen. Die Unternehmen mussten deswegen insgesamt 200 Millionen Dollar Strafe zahlen. In davon getrennten Verfahren bekannten sich vier frühere Führungskräfte der Firmen Bayer und Crompton schuldig. Einer der beiden Ex-Bayer-Manager wurde zu einer Haftstrafe von vier Monaten und einer Geldstrafe von 50.000 Dollar verurteilt. Kautschukchemikalien werden verwendet, um die Elastizität und Haltbarkeit von Produkten wie Reifen, Möbeln, Schläuchen, Gürteln und Sandalen zu erhöhen.

11. August 2005 - 12.45 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2005




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