Durchsuchungen bei Sarkozy in Bettencourt-Affäre
AFP VOM 3.7.2012 | Nachrichten - Allgemein | 890 Aufrufe Mehr zum Thema:Sarkozy, Bettencourt, Parteispende
Polizei durchsucht Büro und Wohnhaus von Ex-Präsident
Neben Sarkozys Büro wurde seine Wohnung und das Büro seiner früheren Anwaltskanzlei durchsucht, wie es aus Justizkreisen hieß. Die Wohnung gehört seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy. Den Angaben zufolge nahmen die Ermittler nichts mit. Bei den Ermittlungen geht es um angebliche illegale Spenden, mit denen Bettencourt im Jahr 2007 den Wahlkampf des konservativen Präsidentschaftskandidaten unterstützt haben soll.
Im Fokus der Ermittler stehen zwei Bar-Abhebungen von Bettencourts Konten in Höhe von je 400.000 Euro im Februar und April 2007. Kurz nach der ersten Abhebung traf der Bettencourt-Vertraute Patrice de Maistre den Schatzmeister der Konservativen, Eric Woerth. Die beiden Männer sowie neun weitere Verdächtige müssen sich inzwischen vor der Justiz verantworten. In Frankreich sind Parteispenden von Privatpersonen auf 7500 Euro im Jahr begrenzt.
In einer zweiten Affäre um illegale Wahlkampfspenden gab Libyens früherer Regierungschef Bagdadi al-Mahmudi keine Auskunft zu Berichten über die Finanzierung von Sarkozys Wahlkampf durch den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi. "Ich bestätige nicht und ich dementiere nicht", sagte al-Mahmudi am Dienstag bei einem Besuch von Journalisten im Gefängnis in Tripolis, in dem er inhaftiert ist.
Al-Mahmudis tunesischer Anwalt Bechir Essid hatte Anfang Mai seinen Mandanten mit der Aussage zitiert, Gaddafi habe den Wahlkampf Sarkozys 2007 mit rund 50 Millionen Euro unterstützt.
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