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Thailändische Webmasterin wegen Majestätsbeleidigung verurteilt

AFP VOM 30.5.2012 | Nachrichten - Allgemein | 858 Aufrufe
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Webmasterin, Majestätsbeleidigung, Thailand

Google sieht Freiheit im Internet bedroht

In Thailand ist eine Webmasterin wegen Majestätsbeleidigung verurteilt worden, weil sie Bemerkungen von Dritten über das thailändische Königshaus nicht rechtzeitig aus dem Internet entfernt hatte. Das Gericht in Bangkok befand die Angeklagte Chiranuch Prempchaiporn schuldig, 2008 einen Kommentar über die Königsfamilie erst nach 20 Tagen aus dem Net entfernt zu haben. Die achtmonatige Gefängnisstrafe wurde für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt, weil die Angeklagte "selbst die Gesetze nicht verletzt" habe. Indessen soll sie eine Geldstrafe von umgerechnet gut 500 Euro zahlen.

Der US-Internetkonzern Google bezeichnete das Urteil als eine "ernste Bedrohung" für das Internet. "Telefongesellschaften werden nicht für Dinge bestraft, die die Menschen am Telefon gesagt haben", hieß es in einer Erklärung des Konzerns. Jemanden für das zu verurteilen, was andere auf seiner Webseite schreiben, laufe auf eine Bedrohung für das Internet hinaus.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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