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Strauss-Kahn dementiert Interview mit "Guardian"

AFP VOM 29.4.2012 | Nachrichten - Allgemein | 810 Aufrufe
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Strauss-Kahn, Vergewaltigung

Zitate zu Sex-Skandal sorgen in Frankreich für Wirbel

Der einstige Hoffnungsträger der französischen Sozialisten, Dominique Strauss-Kahn, hat dementieren lassen, der britischen Zeitung "The Guardian" ein Interview gegeben zu haben. Es handele sich um "eine Montage aus einem Buch" des US-Journalisten Edward Epstein, das am Montag erscheinen soll, hieß es aus dem Umfeld Strauss-Kahns. Dieses Buch zum Sexskandal, der Strauss-Kahn im vergangenen Mai zum Rückzug von der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) gezwungen hatte, enthalte jedoch "kein einziges direktes Zitat" von Strauss-Kahn.

In dem am Freitag im "Guardian" veröffentlichten angeblichen Interview machte Strauss-Kahn dem Text zufolge seine politischen Gegner mitverantwortlich für seinen Sturz als IWF-Chef. Er hätte nicht gedacht, dass diese "so weit gehen würden", sagte Strauss-Kahn gemäß den Zitaten in der Zeitung. Demnach ist Strauss-Kahn davon überzeugt, dass zwar nicht der Vorwurf der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens in einem New Yorker Hotel, jedoch der weitere Verlauf des Skandals politisch gesteuert war.

Strauss-Kahn war am 14. Mai festgenommen worden, nachdem ihm das Zimmermädchen vorgeworfen hatte, sie zum Oralsex gezwungen zu haben. Der 63-Jährige spricht dagegen von "einvernehmlichem Sex". Wegen der Vorwürfe war er zum Rücktritt als IWF-Chef gezwungen und musste auch auf seine geplante Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der französischen Sozialisten verzichten. Stattdessen geht nun François Hollande am 6. Mai in die Stichwahl gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy.

29.04.2012 - 13:00 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2012



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