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Haftbefehl gegen Bayern-Profi Breno außer Vollzug

AFP VOM 6.10.2011 | Nachrichten - Allgemein | 817 Aufrufe
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Breno, Fußballprofi, Brandstiftung

Spieler aus dem Gefängnis freigelassen

Fast zwei Wochen saß FC-Bayern-Spieler Breno im Gefängnis, nun ist er wieder frei: Unter strengen Auflagen und der Androhung einer jederzeit möglichen neuen Inhaftierung setzte das Amtsgericht München den Haftbefehl gegen den unter Brandstiftungsverdacht stehenden 21-Jährigen außer Vollzug. Der FC Bayern lobte die Entscheidung als "sensibel".

Breno steht unter dem Verdacht, die von ihm gemietete Villa im Münchner Nobelvorort Grünwald angezündet zu haben. Dabei entstand ein Schaden von bis zu 1,5 Millionen Euro. Verletzt wurde niemand. Das Gericht setzte den Haftbefehl nach einem neuen Termin mit Brenos Anwalt außer Vollzug. Nachdem eine Kaution in nicht genannter Höhe geleistet wurde, konnte er wenige Stunden später die Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim verlassen.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, setzte das Gericht zusätzlich zu der Kaution elf weitere Auflagen fest, an die sich Breno halten muss. Falls er auch nur gegen eine dieser Auflagen verstoße, könne der Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt und der Bundesligaspieler wieder inhaftiert werden. Um welche Auflagen es sich dabei handelt, wollten die Ermittler nicht mitteilen. Anders als zum Zeitpunkt seiner Festnahme bestehe aber keine Verdunkelungsgefahr mehr, da alle relevanten Beweise gesichert seien. Fluchtgefahr bestehe weiterhin, diese könne nach Auffassung des Gerichts und der Staatsanwaltschaft aber durch die Auflagen beseitigt werden.

Der Vorstandschef des FC Bayern, Karl-Heinz Rummenigge, erklärte auf der Homepage des Vereins, er sei "sehr glücklich" über die Haftentlassung des Spielers. Vor allem sei der Verein Brenos Anwalt und dem Gericht dankbar, "dass sie diesen Fall fair und sensibel behandelt haben". Nach der Festnahme Brenos hatte FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß noch die Staatsanwaltschaft angegriffen und gesagt, deren Vorgehen sei eine "absolute Katastrophe".

Der Brasilianer steht seit 2008 in München unter Vertrag. Bei der Verpflichtung des damals 18-Jährigen hatte der deutsche Rekordmeister ihn als einen der künftig weltbesten Verteidiger präsentiert. Bei Bayern kam Breno allerdings auch aufgrund einer Vielzahl von Verletzungen kaum zum Einsatz. Auch ein zwischenzeitliches Gastspiel als Leihspieler beim 1.FC Nürnberg blieb glücklos, da Breno sich dort ebenfalls schwer verletzte.

06.10.2011 - 17:31 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2011



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