Zweifel an fristgerechter Schließung Guantanamos wachsen
AFP VOM 29.9.2009 | Nachrichten - Nachrichten | 934 Aufrufe Mehr zum Thema:Guantanamo, Terror
Noch 223 Gefangene in Lager auf Kuba
Die US-Regierung hat weiter Zweifel an einer fristgerechten Schließung des US-Gefangenenlagers Guantanamo bis zum 22. Januar genährt. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, die Regierung sei nicht auf einen bestimmten Tag als Fristende "fixiert". Es gehe darum sicherzustellen, dass Guantanamo geschlossen werde und es werde alles dafür getan, dass dies "zwischen jetzt und dem 22. Januar" geschehe. Am Sonntag hatte bereits US-Verteidigungsminister Robert Gates die Schließung Guantanamos bis zum 22. Januar als "schwierig" bezeichnet.
Gates hatte in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit ABC gesagt, er sei einer der Befürworter einer Frist für die Schließung des umstrittenen Lagers in Kuba gewesen, um den bürokratischen Prozess voranzutreiben. In dem Lager sitzen derzeit noch 223 Gefangene ein. Auf die Frage, wieviele dort noch am 22. Januar sein würden, sagte Gates: "Ich weiß darauf keine Antwort." In einem anderen Interview mit dem Fernsehsender CNN hatte Gates eingeräumt, dass die Einhaltung der Frist "sich komplizierter gestaltet, als erwartet".
Das Lager war im Januar 2002 unter dem damaligen US-Präsident George W. Bush eröffnet worden. Trotz der Unpopularität der Einrichtung erlebt sein Nachfolger Barack Obama Widerstand gegen die Schließung vor allem von Republikanern. Auch die Aufnahme einiger Insassen durch andere Länder gestaltet sich schwierig.
29. September 2009 - 08.13 Uhr
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