Zweieinhalb Jahre Haft für Unterstützer von Terrorgruppe
AFP VOM 26.9.2007 | Nachrichten - Nachrichten | 1397 Aufrufe Mehr zum Thema:Terrorist, Unterstützung
Iraker hatte Geld für Ansar el Islam gesammelt
Ein 37-jähriger Iraker ist am Mittwoch vom Oberlandesgericht Stuttgart wegen Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte Burhan B. 12.500 Euro für die islamistische Terrorgruppe Ansar el Islam gesammelt und an die Organisation im Irak weitergeleitet. Mit dem Strafmaß blieb das Gericht um drei Monate unter dem Antrag der Bundesanwaltschaft.
Der Iraker kurdischer Abstammung hatte gestanden, im Auftrag seines Landsmanns Ata R. gehandelt zu haben. Ata R. steht ebenfalls in Stuttgart vor Gericht und wird verdächtigt, 2004 einen Anschlag auf den früheren irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi geplant zu haben.
Die 2001 im Nordirak gegründete Ansar el Islam tritt propagandistisch inzwischen unter dem Namen Ansar el Sunna ("Helfer der Sunna") auf und gilt als eine der gefährlichsten Terrororganisationen im Irak. Sie will im kurdischen Norden des Landes einen islamischen Gottesstaat errichten. Ihre Kämpfer werden für zahlreiche Anschläge auf US-Truppen, die irakische Zentralregierung und auch die kurdische Regionalregierung im Irak verantwortlich gemacht.
Das Gericht begründete das Strafmaß damit, dass der Angeklagte die Tat weitgehend eingeräumt hab. Er habe sich für die vier Jahre zurückliegende Tat entschuldigt und "wesentlich zu einer prozessökonomischen Durchführung der Hauptverhandlung beigetragen". Zulasten des Angeklagten sei der relativ hohe Geldbetrag gewertet worden, der der terroristischen Vereinigung zugeflossen ist und auch die "besondere Gefährlichkeit" der Ansar el Islam.
26. September 2007 - 13.13 Uhr
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