Zeugnis- und Prüfungsnoten

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Bezüglich der Benotung ist zu beachten, dass einzelne Zeugnis- und Prüfungsnoten grundsätzlich nicht isoliert angefochten werden können. Sie können ausnahmsweise nur dann angefochten werden, wenn die Notenqualität unmittelbare Rechtsfolgen besitzt. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn die Einzelnote unmittelbare Auswirkungen auf die Wahl eines bestimmten Studienfaches oder für die Aufnahme in eine Hochschule hat.

Beispiel:

Im Leistungsfach Chemie erhält ein Schüler die Note Mangelhaft, so dass er das Abitur nicht besteht. Mangels Abitur darf er nicht an der Hochschule studieren.

Das Gericht kann bei diesem Beispiel nur noch prüfen, ob die Lehrkräfte von falschen Tatsachen ausgegangen sind, allgemeingültige Bewertungsmaßstäbe nicht beachtet haben, den Gleichheitsgrundsatz verletzt haben oder sich sonst von sachfremden Erwägungen haben leiten lassen. Die Lehrkräfte sind dann z.B. von falschen Tatsachen ausgegangen, wenn sie die Arbeiten von Prüflingen verwechseln oder einen Teil der Prüfungsarbeit gar nicht zur Kenntnis nehmen. Der Gleichheitsgrundsatz kann dann z.B. verletzt sein, wenn starke Störungen durch Baulärm vorliegen oder bei der Zusage eines bestimmten Prüfungsstoffes durch eine Lehrkraft.

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Seite  1:  Lehre vom Beurteilungsspielraum
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