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Zeitung: Berliner Justiz geht wegen WM-Planer gegen NPD vor - 1/1
AFP vom 21.02.2008   |   2520 Aufrufe   |   Rubrik: Nachrichten - Allgemein

Zeitung: Berliner Justiz geht wegen "WM-Planer" gegen NPD vor

Rechtsextreme sollen Nationalspieler Owomoyela beleidigt haben

Die Berliner Justiz will einem Zeitungsbericht zufolge gegen die rechtsextreme NPD wegen einer Veröffentlichung zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 vorgehen. Anfang kommender Woche werde die Berliner Staatsanwaltschaft Anklage wegen Volksverhetzung und Beleidigung gegen Parteichef Udo Voigt, Bundessprecher Klaus Beier und Vorstandsmitglied Frank Schwerdt erheben, berichtete der Berliner "Tagesspiegel" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise. Den Spitzenfunktionären werde vorgeworfen, in einem "WM-Planer" zur Fußballweltmeisterschaft 2006 den dunkelhäutigen Nationalspieler Patrick Owomoyela rassistisch diskriminiert zu haben.

In dem auf Flugblättern und im Internet verbreiteten Planer wurde demnach unter der Überschrift "Weiß! Nicht nur eine Trikotfarbe! Für eine echte National-Mannschaft" ein Trikot mit der Nummer 25 gezeigt. Die Nummer trug Owomoyela im Nationalteam. Der bei Werder Bremen spielende Fußballer erwirkte den Angaben zufolge eine Einstweilige Verfügung gegen die NPD, die Polizei beschlagnahmte 70.000 Exemplare des Planers. Owomoyela und der Deutsche Fußball-Bund stellten zudem Strafanzeige. Die NPD habe jedoch einen neuen WM-Planer herausgebracht, in dem nach Ansicht der Ermittler ebenfalls gegen dunkelhäutige Nationalspieler gehetzt werde.

21. Februar 2008 - 17.22 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2008



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