Zahlreiche Strafanzeigen gegen Politiker wegen BSE-Krise
AFP VOM 2.3.2001 | Nachrichten - Aktuelles | 3851 Aufrufe Mehr zum Thema:BSE
Die Staatsanwaltschaft Kempten ermittelt nach einem Pressebericht wegen der BSE-Krise gegen eine Reihe Politiker; unter anderem lägen Strafanzeigen gegen Altkanzler Helmut Kohl sowie den zurückgetretenen Landwirtschaftsminister Karlheinz Funke (SPD) und Ex-Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne), berichtete der Münchner Merkur (Freitagsausgabe). Der Vorwurf laute meist pauschal "Verharmlosung von Gefahren". Demnach sind die frühere bayerische Gesundheitsministerin Barbara Stamm (CSU) und Bayerns Agrarminister Josef Miller gleich mehrfach angezeigt worden. Gegen die neue Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) liegt laut "Merkur" dagegen keine Anzeige vor.
In Bayern sind unterdessen drei weitere Fälle der Rinderseuche BSE bestätigt worden. Dies teilte das bayerische Gesundheitsministerium in München am Freitag mit. Damit erhöhte sich in dem Freistaat die Zahl der erkrankten Tiere auf 22; bundesweit gibt es 44 bestätigte Fälle. Die drei 1996 geborenen Rinder stammten aus Beständen in Schwaben, Oberbayern und der Oberpfalz und waren per Schnelltest als BSE-verdächtig getestet worden. Das Ergebnis wurde jetzt von der Bundesanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen bestätigt. Die betroffenen Höfe bleiben laut Ministerium gesperrt.
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