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Yukos-Holding fordert Schadenersatz von Moskau - 2/2
AFP vom 08.02.2005   |   9461 Aufrufe   |   Rubrik: Nachrichten - International

Yukos verzichtet auf rechtliche Schritte gegen Finanzhäuser

Der russische Ölkonzern Yukos verzichtet in den USA auf rechtliche Schritte gegen mehrere Banken im Zusammenhang mit der Zwangsversteigerung seiner wichtigsten Produktionstochter. Das Unternehmen werde nicht gegen die Finanzhäuser Dresdner Kleinwort Wasserstein, BNP-Paribas und Calyon (beide Frankreich), ABN Amro (Niederlande) und JP Morgan Chase (USA) vorgehen, teilte Yukos am Montag (Ortszeit) in Houston im US-Bundesstaat Texas mit. Yukos sei mit Angaben der Banken "zufrieden", nichts mit dem Zwangsverkauf zu tun zu haben. Darüber hinaus hätten die Institute zugesichert, derzeit über keinerlei Pläne zu verfügen, sich an der Finanzierung des Kaufs von Yukos-Aktivitäten zu beteiligen, die illegal erworben wurden.

Die Yukos-Tochter Yuganskneftegas war im Dezember zunächst an die Baikalfinansgroup versteigert worden und dann an das russische Staatsunternehmen Rosneft gegangen. Mit der umstrittenen Auktion sollten Steuerschulden des Energiekonzerns in Milliardenhöhe eingetrieben werden. Yukos hatte in letzter Minute versucht, über ein Gerichtsverfahren in den USA den Zwangsverkauf zu verhindern. Doch auch ein Antrag auf Gläubigerschutz nach US-Recht konnte die Versteigerung nicht mehr verschieben. Der russische Ölkonzern erklärte nun, er werde weiter über die US-Gerichtsbarkeit versuchen, "die Wahrheit" über die Hintergründe des Verkaufs ans Licht zu bringen.

8. Februar 2005 - 08.33 Uhr

© AFP Agence France-Presse GmbH 2005


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