Yoko Ono will Video von kiffendem Lennon nicht freigeben Seite 1 - AFP vom 25.04.2008
Lennon 1971 in Cannes (AFP)
Yoko Ono will Video von kiffendem Lennon nicht freigeben
Beatles-Witwe zieht in USA vor Gericht
Filmaufnahmen von einem kiffenden John Lennon beschäftigen derzeit die Justiz in den USA. Lennons Witwe Yoko Ono habe gegen die Ausstrahlung eines entsprechenden Videos geklagt, teilte das zuständige Gericht in Boston im US-Bundesstaat Massachussetts mit. Die Bilder zeigten Lennon, wie er Marihuana rauche und dabei unter anderem Songs wie "Remember" und "Mind Games" komponiere. Außerdem äußert der charismatische Sänger in den Aufnahmen die Idee, LSD in den Tee des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon zu schütten.
Yoko Ono verweist in ihrer Klage auf ihre Eigentumsrechte an den Aufnahmen. Dagegen gibt die in Massachussetts ansässige Beatles-Sammler-Plattform World Wide Video an, sie habe die Rechte an den Bildern vom ersten Ehemann von Yoko Ono, Anthony Cox, gekauft. Cox hatte die Aufnahmen 1970 gemacht, zehn Jahre vor dem Tod von John Lennon. World Wide Video will die Aufnahmen ausstrahlen, "um einer neuen Generation zu erlauben, zusammen mit denen, die die damalige Epoche erlebt haben, eine gemeinsame Idee über den Mann zu bekommen, der neue Standards in der Kunst, der Musik, der Mode und der Politik setzte." Die erste Anhörung in dem Gerichtsstreit soll in der kommenden Woche erfolgen.