Wie finde ich den richtigen Rechtsanwalt?

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Darf ein Anwalt mich abweisen?

Sie als Mandant fungieren sozusagen als Auftraggeber des Anwalts. Sie beauftragen ihn, sich um Ihre rechtlichen Angelegenheiten zu kümmern. Demnach schließen Sie mit Ihrem Anwalt einen Geschäftsbesorgungsvertrag. Der Rechtsanwalt ist nicht verpflichtet, Ihr Mandat anzunehmen, darf Sie also abweisen. Dies muss er aber unverzüglich erklären.
Nicht tätig werden darf ein Anwalt jedenfalls dann, wenn er in derselben Rechtssache z.B. als Richter tätig war oder eine Partei beraten oder vertreten hat, die Ihnen entgegengesetzte Interessen hat.
Hat der Anwalt Ihr Mandat angenommen, kann er es wie Sie auch jederzeit kündigen.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Wozu sollte ich einen Anwalt brauchen?
Seite  2:  Wie finde ich einen Anwalt?
Seite  3:  Spezialisieren sich Anwälte?
Seite  4:  Darf ein Anwalt mich abweisen?
Seite  5:  Worauf sollte ich bei Anzeigen von Anwälten achten?
Seite  6:  Wie weiß ich, welcher Anwalt für mich am besten ist?
Seite  7:  Sind Anwälte für jedes Gericht zugelassen?
Seite  8:  Wie entscheidet ein Anwalt, was er mir zu berechnen hat?
Seite  9:  Haftet ein Anwalt für Schäden?
Seite  10:  Werde ich in die Arbeit meines Anwaltes einbezogen?
Seite  11:  Was mache ich, wenn ich mit meinem Anwalt unzufrieden bin?
Leserkommentare
von Pinky1956 am 06.09.2014 12:14:14# 1
Für bestimmte Fälle gibt es einen Anwaltszwang. Bei Verfahren vor Landgerichten müssen Sie sich anwaltlich vertreten lassen, also ab einem Streitwert von 5.000 Euro.

Es geht ja nicht immer um Geld. In einer Strafsache, zum Beispiel.

Soviel ich weiß, wird auch ein Anwalt Pflicht, wenn man mehr als ein Jahr Gefängnis zu erwarten hat.

Sollte dem nicht so sein, so sollte man das zumindest hier mit erwähnen, wann auch noch Anwaltszwang besteht. Ich denke da an die Pflichtverteidiger, die auch benötigt werden, obwohl man keinen Anwalt möchte. Bei manchen Gerichtsverhandlungen sind sie eben auch Pflicht.
    
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