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Wie Beendigung eines Zeitarbeitnehmers formulieren

7.1.2015 Thema abonnieren Zum Thema: Beendigung
 Von 
Der Unbeugsame
Status:
Beginner
(83 Beiträge, 10x hilfreich)
Wie Beendigung eines Zeitarbeitnehmers formulieren

Hallo zusammen,

ein Zeitarbeitnehmer wird für ein Jahr befristet angestellt.

Vor Ablauf dieser Zeit wird vom Auftraggeber der Zeitarbeitsfirma mitgeteilt, dass der Zeitarbeitnehmer aufgrund der schlechten Auftragslage nicht mehr benötigt wird.

Der Zeitarbeitnehmer arbeitet also nicht mehr für den Auftraggeber der Zeitarbeitsfirma. Nach vier Wochen Nichtvermittelns des Zeitarbeitnehmers an einen anderen Auftraggeber erhält er eine ordentliche betriebsbedingte Kündigung.

Jetzt soll dem Zeitarbeitnehmer ein entsprechendes qualifiziertes Arbeitszeugnis ausgestellt werden, in dem der Grund des vorzeitigen Ausscheidens erwähnt wird, aber so, dass es für den Zeitarbeitnehmer nicht negativ ist.

Was haltet ihr von:

"Aufgrund der fehlenden/nachlassenden Auftragslage hat unser Auftraggeber ... Frau/Herrn ... leider nicht weiterbeschäftigen können. Da Frau/Herr ... leider nicht weiter einsetzbar/vermittelbar war, mussten wir Frau/Herrn ... leider ordentlich betriebsbedingt zum ... kündigen."

"Unser Kunde ... hätte Frau/Herrn ... sehr gerne weiterbeschäftigt, allerdings ließ deren Auftragslage keine weitere/längere Beschäftigung zu. Aufgrund der folgenden Nichteinsetzbarkeit mussten wir Frau/Herrn ... leider zum ... ordentlich betriebsbedingt kündigen."

"Frau/Herr ... war bei unserem Kunden ... befristet angestellt. Leider wurde Frau/Herr ... vor Ablauf dieser Befristung durch unseren Kunden abberufen, sodass wir Frau/Herrn ... leider vorzeitig zum ... ordentlich betriebsbedingt kündigen (123recht.net Tipp: Kündigung Arbeitsvertrag Arbeitnehmer ) mussten."

"Frau/Herr ... musste aufgrund der fehlenden/nachlassenden Auftragslage unseres Kunden ... leider vorzeitig betriebsbedingt ordentlich gekündigt werden."

Anstelle von "mussten kündigen" vielleicht "musste das Arbeitsverhältnis beendet/aufgelöst werden"?

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Schöne Grüße

DU

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Beendigung


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2473 Beiträge, 1144x hilfreich)

Lässt denn der befristete Arbeitsvertrag eine vorzeitige Kündigung überhaupt zu?
Und wie ist deine Fragestellung zu verstehen ? Bist du Arbeitnehmer und schreibst dir selbst das Zeugnis oder bist du Arbeitgeber? Zur Formulierung von Arbeitszeugnissen gibt es übrigens durchaus preiswerte und gute Literatur .

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#2
 Von 
Der Unbeugsame
Status:
Beginner
(83 Beiträge, 10x hilfreich)

Ja, das vorzeitige Beenden ist möglich.

Welche spezielle Literatur besonders für Zeitarbeit ist zu empfehlen?

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#3
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2473 Beiträge, 1144x hilfreich)

So speziell ist deine Fragestellung nun auch wieder nicht – es geht um betriebsbedingte Kündigung aufgrund mangelnder oder zurückgehender Aufträge. Mir gefällt übrigens Variante B am besten

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#4
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(27760 Beiträge, 8301x hilfreich)

Mir gefallen A und B gar nicht, weil darin der Eindruck vermittelt wird, die fehlende Möglichkeit der Weiterbeschäftigung wäre in der Person des AN begründet, z.B. wegen mangelnder Qualifikation oder schlechter Leistungen.

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#5
 Von 
guest-12330.08.2015 11:38:25
Status:
Lehrling
(1437 Beiträge, 456x hilfreich)

Ich gebe hh Recht, halte allerdings auch die beiden anderen Vorschläge nicht für besser - die Auftragslage eines Kunden der ZA-Firma hat in einem Arbeitszeugnis nix verloren. Zumal ja wohl die Auftragslage der ZA-Firma auch nicht besser zu sein scheint ...

Neutrale Alternative:

"Das Arbeitsverhältnis endet aus betriebsbedingten Gründen zum xx.xx.2015.
Wenn es uns möglich wäre, würden wir Herrn xxx jederzeit gerne weiterbeschäftigen. Wir danken Herrn xxx für die stets gute Zusammenarbeit und bedauern es sehr, ihn als Mitarbeiter zu verlieren. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und auch weiterhin viel Erfolg."


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"Viele Leute glauben, daß sie denken, wenn sie lediglich ihre Vorurteile neu ordnen. (W. James)"

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