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Widerrufrecht von beschränkt Geschäftsfähigen

9.1.2016 Thema abonnieren
 Von 
Bill Dung
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Widerrufrecht von beschränkt Geschäftsfähigen

Einen wunderschönen guten Morgen.

Leider werde ich bei meiner Suche nicht fündig und erhoffe mir hier Abhilfe bei folgendem Problem:

Gestern wollte meine Tochter (13 Jahre alt) Schuhe beim größten Schuhhändler Europas zurückgeben. Diese hatte sie vorgestern gekauft (Wert 20 Euro / Bar bezahlt). Diesem Widerruf (123recht.net Tipp: Widerruf ) kam die Verkäuferin nicht nach und rief den Filialleiter dazu. Er bestättigte die Aussage von der Verkäuferin und begründete dieses damit, dass meine Tochter keine 18 Jahre alt ist.

Mir ist bewusst, dass meine Tochter im alter von 7 bis 17 beschränkt geschäftsfähig ist, aber entfällt somit allen minderjährigen das Recht auf Widerruf?

Vielen Dank im vorraus

MfG Bill Dung

-- Editier von Bill Dung am 09.01.2016 11:30

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3160 Beiträge, 2884x hilfreich)

Zitat:
Mir ist bewusst, dass meine Tochter im alter von 7 bis 17 beschränkt geschäftsfähig ist, aber entfällt somit allen minderjährigen das Recht auf Widerruf?

Natürlich nicht, insbesondere nicht wenn der Erziehungsberechtigte dem zustimmt. Allerdings besteht in diesem Fall kein Widerrufsrecht, es ist reine Kulanz des Händlers.

Oder räumt der Händler ein solches generell ein? Dann muss er sich daran halten. In dem Fall würde ich noch ein Mal in der Filiale vorsprechen und ankündigen, dass ich das zuerst der Zentrale melde und ggf. einen Anwalt einschalte, um das durchzusetzen.

Nur als Anmerkung: Über die Unwirksamkeit des Vertrages aufgrund der beschränkten Geschäftsfähigkeit der Tochter zu argumentieren bringt hier meines Erachtens nichts, 20 € dürften bei einer 13jährigen unter den Taschengeldparagraphen fallen.

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#2
 Von 
Bill Dung
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von JogyB):
Nur als Anmerkung: Über die Unwirksamkeit des Vertrages aufgrund der beschränkten Geschäftsfähigkeit der Tochter zu argumentieren bringt hier meines Erachtens nichts, 20 € dürften bei einer 13jährigen unter den Taschengeldparagraphen fallen.

Es ging nicht um die „Unwirksamkeit des Vertrages aufgrund der beschränkten Geschäftsfähigkeit der Tochte", sondern darum, dass sie ohne die Notwendigkeit einer Zustimmung mit ihrem Taschengeld Waren kaufen kann, diese aber ohne die Notwendigkeit einer Zustimmung nicht zurückgeben darf.

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#3
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3160 Beiträge, 2884x hilfreich)

Zitat (von Bill Dung):
Es ging nicht um die „Unwirksamkeit des Vertrages aufgrund der beschränkten Geschäftsfähigkeit der Tochte"

Das war mir klar, deswegen steht ja auch "nur als Anmerkung" davor.

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