Westergaard-Attentäter auch wegen versuchten Terrorakts angeklagt
AFP VOM 11.1.2010 | Nachrichten - International | 1312 Aufrufe Mehr zum Thema:Mohammed-Karikaturist, Terror
Verhöre ergaben weitere Anhaltspunkte
Nach dem Mordanschlag auf den dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard ist gegen den mutmaßlichen Täter am Montag auch Anklage wegen eines versuchten Terrorakts erhoben worden. Nach Angaben der Polizei wurde der 28-jährige Somalier am Wochenende verhört und danach zusätzlich zu der bereits bestehenden Anklage wegen versuchten Mordes an Westergaard und einem Polizisten auch wegen eines versuchten Anschlags angeklagt. Der mutmaßliche Islamist muss sich außerdem wegen Verletzung des Waffenrechts vor Gericht verantworten. Ihm droht lebenslange Haft. Ein Termin für seine Verhandlung steht noch nicht fest.
Der Attentäter war am 1. Januar mit einer Axt und einem Messer bewaffnet in Westergaards Haus in Viby in Westdänemark eingedrungen. Westergaard konnte sich in sein zum Sicherheitsraum umgebautes Badezimmer flüchten und die Polizei rufen. Der 74-Jährige war wegen einer Karikatur Mohammeds, die den Propheten mit einem Turban in Form einer Bombe auf dem Kopf zeigt, weltweit bekannt geworden. Die von der Zeitung "Jyllands Posten" 2005 gemeinsam mit anderen Karikaturen zum Islam veröffentlichte Zeichnung hatte zu heftigen Protesten in der muslimischen Welt geführt. Der Westergaard-Angreifer hatte nach Informationen des dänischen Geheimdienstes Verbindungen zur radikalislamischen Shebab-Miliz in Somalia und Kontakte zum Terrornetzwerk El Kaida in Ostafrika.
11. Januar 2010 - 14.49 Uhr
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