Weser Kapital MS Monia: Anlegern drohen nach Insolvenz hohe Verluste

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Insolvenzen bei Schiffsfonds reißen immer noch nicht ab. Das Amtsgericht Niebüll hat am 22. Juni 2017 das vorläufige Insolvenzverfahren über die Gesellschaft des Schiffsfonds Weser Kapital MS Monia eröffnet (Az.: 5 IN 55/17).

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei dem Schiffsfonds Weser Kapital MS Monia sind nicht neu. Allerdings deutete noch Ende vergangenen Jahres vieles darauf hin, dass das Fondsschiff verkauft werden soll. Doch dazu ist es nicht gekommen. Stattdessen wurde Insolvenz beantragt. Wahrscheinlich hätte auch der Verkauf des Containerschiffs MS Monia Verluste für die Anleger gebracht. Nach der Insolvenz müssen sie nun aber mit Verlusten bis hin zum Totalverlust ihrer Einlage rechnen. Allerdings können die Anleger auch prüfen lassen, ob sie Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen können.

Arthur R. Kreutzer
seit 2013 bei
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Rechtsanwalt
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Rechtliche Einschätzung der Kanzlei Kreutzer, München: Weser Kapital, ehemals Navalis Invest, legte den Schiffsfonds MS Monia im August 2008 auf. In diesem Jahr brach auch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise aus, die tiefe Spuren in der Handelsschifffahrt hinterließ. Boomte das Geschäft in den Jahren zuvor noch, ging nun die Nachfrage zurück und die erforderlichen Charterraten konnten von vielen Schiffsfonds nicht mehr erreicht werden. In der Folge blieben die Ausschüttungen an die Anleger aus und viele Schiffsfonds mussten Insolvenz anmelden.

Das zeigt, dass Schiffsfonds keine sicheren Geldanlagen sind und für den Aufbau einer Altersvorsorge aufgrund ihres spekulativen Charakters in der Regel ungeeignet sind. In den Anlageberatungsgesprächen wurden Beteiligungen an Schiffsfonds allerdings vielfach als sichere Kapitalanlage dargestellt. Im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung hätten die Anleger aber auch umfassend über die bestehenden Risiken wie das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung und insbesondere auch über die Möglichkeit des Totalverlusts aufgeklärt werden müssen. Wurden diese Aufklärungspflichten verletzt, können Ansprüche auf Schadensersatz geltend gemacht werden.

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