Werbung trotz Robinsonliste

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Die Robinsonliste ist freiwillig und für Unternehmen und Werbetreibende nicht verpflichtend

Frage: Ich habe meine Daten in die Robinsonliste eingetragen und bekomme trotzdem ständig Post und Anrufe. Kann ich die Versender jetzt verklagen?

123recht.net: Die Robinsonliste ist eine freiwillige Liste und nicht verpflichtend. Firmen, die Werbung versenden wollen, können ihre Adressaten mit der Liste abgleichen und so Kosten sparen. Nicht alle Firmen tun das. Verbraucher können durch die Liste keine Rechte geltend machen.

Arne Schinkel
Von Arne Schinkel
Mitgründer von 123recht.net und Frag-einen-Anwalt.de. Schreibt über das Recht aus ungewohnter Perspektive: seiner. Beachtet die Symptome und bekämpft die Ursachen. Weniger Paragrafen, mehr Eigenverantwortung. "Was jeder einzelne tun kann? Sehr viel: Verantwortung übernehmen. Und im Fall von Unrecht entscheiden: Da mache ich nicht mit!"

Frage:

Und was ist mit Werbung per Mail, gilt da das Gleiche?

123recht.net: Nein, Mailwerbung ist - im Gegensatz zu Werbung per Post - ohne vorherige Einwilligung immer verboten. Auch Privatpersonen dürfen nicht ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung mit Werbemails belästigt werden. Sie haben also immer die Möglichkeit, gegen nicht genehmigte Werbemails vorzugehen, unabhängig von der Robinsonliste. Dies ist in der Praxis aber oft schwierig, wenn die Versender von Spam im Ausland sitzen und schwer zu fassen sind.

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