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Wer haftet, Begründung?

3.1.2007 Thema abonnieren
 Von 
Philipp Grunwald
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 2x hilfreich)
Wer haftet, Begründung?

Guten Tag, ich hätte einen Fall mit einigen Fragen:

M stürzt auf dem Weg von den Müllentsorgungstonnen zu seiner Wohnungstür auf dem geschrägten Stellplatz mit angrenzendem Bürgersteig aufgrund von Glätte hin, verletzt sich (Platzwunden) mit folgendem Arztbesuch und Sachschaden in Höhe von 100 € (Kleidung, Armbanduhr). Die Glätte war nicht sichtbar, jedoch schätzungsweise temperatur- / Wetterbedingt. Dies steht so auch im ärztlichen Protokoll. M ist Mieter der Wohnung, wobei der Stellplatz von Nachbar N gemietet ist und der Bürgersteig vor beider Wohnung verläuft (N wohnt über M). Vermieterin V ist (längerfristig) abwesend, N und andere Nachbarn sind jedoch direkte Zeugen des Sturzes.

Frage: Haftet jmd. für den entstandenen Schaden und wenn ja wer? Tritt eine Haftpflichtversicherung ein? Und würde diese Versicherung auch die zusätzlichen 10 € Praxisgebühr oder evtl. Schmerzensgeld / Ausgleich für den Zeitverlust bezahlen?
(Die Praxisgebühr musste s.u. am drittletzten Quartalstag entrichtet werden, d.h. ansonsten wäre in diesem Quartal für M keine Praxisgebühr angefallen.) Passiert ist dies jedoch nicht auf / von dem Weg zur Arbeit, wobei dies bei Student M Auslegungssache ist? Tag des Unfalls war der Arbeitstag Freitag.
Könnte dem M Fahrlässigkeit / Unachtsamkeit oder falsches Schuhwerk unterstellt werden, um seine Ansprüche zu mindern / zu verhindern? Oder hätte M gar (statt N oder V) den Bürgersteig u./o. den Stellplatz (durch z.B. Streuen) o.ä. "sichern" sollen?
Außerdem stellt sich M die Frage, wie er nun vorgehen sollte und wie die Haftpflicht abzuwickeln sei.

Vielen Dank für Ihre Hilfe schon im Voraus.

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1407 Beiträge, 579x hilfreich)

Das Geltendmachen von Schäden hängt u.U. von der Verpflichtung der Mieter ab für Streuen/Kehren zu sorgen. Grundsätzlich wendet man sich an den Verantwortlichen (V oder N) , der das an seine Versicherung weiter reicht und diese dann vielleicht zahlt. Die zahlt dann eigentlich alle entstehenden Kosten. Wird aber schwierig, wenn Streitwert recht gering und Glätte nicht erkennbar/zu erwarten.

(soweit persönliche Laienmeinung nach eigenen Erfahrungen)

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