Geht die Filmbranche leer aus? Nein!

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Die GWFF und VFF

Zunächst die Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film und Fernsehrechten (GWFF). Sie wurde aus dem Grund gegründet, damit Film- und Fernsehproduzenten ihre auf der Grundlage des Urhebergesetz entstandenen Vergütungsansprüche verwalten lassen können und diese leichter durchzusetzen sind.

Warum ist das so?

Ein hauptsächlicher Grund hierfür ist der technische Fortschritt, der es den Herstellern nahezu unmöglich macht, zu überschauen, wo ihre Werke von wem genutzt werden. Die GWFF bezieht, wie andere Verwertungsgesellschaften auch, Vergütung für gezogene Nutzungen. Grundlage ist auch hier ein Vertrag.

Nach der Vertragsunterzeichnung entstehen keine weiteren Kosten mehr, bis auf ca. 4% der Einnahmen in Form von Verwaltungskosten. Die GWFF untersteht wie alle Verwertungsgesellschaften dem deutschen Patentamt.
Die Rechte, die von der Verwertungsgesellschaft wahrgenommen werden, richten sich nach dem Vertrag.

Rechte und Adressaten

In Deutschland sind dies hauptsächlich:

  1. Videogeräte- und Leerkassettenabgabe §54 UrhG, gilt für Hersteller dergleichen
  2. Verleihgebühr für Videos §27 UrhG, gilt für die Videothekenbesitzer
  3. Gebühr für Kabelweitersendung von Fernsehsendungen, gilt für die Netzbetreiber
  4. Gebühr für Kabelweitersendung von Fernsehsendungen, gilt für die Netzbetreiber

Im Ausland ist dies abhängig von den Gegenseitigkeitsverträgen.
Die fällige Vergütung wird nach einem vom Patentamt genehmigten Verteilungsplan an die Berechtigten ausgezahlt.

Darüberhinaus existiert auch hier ein Sozialfond sowie ein Förderfond, z.B Stipendien.

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Seite  1:  Was tun, wenn einen die Kreativität übermannt?
Seite  2:  Die Musiker und die GEMA
Seite  3:  VG Musikedition - noch nie gehört!
Seite  4:  Wozu dient die GVL?
Seite  5:  Für den Schreiberling!
Seite  6:  Kunst ist ja bekanntlich Geschmackssache
Seite  7:  Geht die Filmbranche leer aus? Nein!
Seite  8:  Wenn ich nur Filme produzieren will?
Seite  9:  Gibt es soetwas auch im Bereich der Erotik?
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