Wozu dient die GVL?

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GVL - der Verein der ausübenden Künstler

Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) ist eine Organisation der ausübenden Künstler und Tonträgerhersteller.

Wen betrifft das?

Hierzu gehören Sänger, Musiker, Tänzer, Schauspieler und andere Werkinterpreten. Zu den Tonträgerherstellern werden alle Tonträgerproduzenten mit einem eigenen Label gezählt.

Die GVL nimmt sich der so genannten Zweitverwertungsrechte an, auch gesetzlicher Vergütungsanspruch genannt. Grundlage hierfür bilden die von ihr erhobenen Tarife und mit den Berechtigten abgeschlossene Wahrnehmungsverträge. Es handelt sich um die Vergütungsansprüche gegenüber:

  1. Hörfunk- und Fernsehsendern für die Verwendung bereits erschienener Titel
  2. Kabelgesellschaften für das Sendungseinspeisen ins Kabelnetz
  3. Diskos, Kneipen ect. für das öffentliche Abspielen
  4. Hersteller von Leermedien und Kopiergeräten
  5. Videotheken für die Vermietung von Bild- und Tonträgern
  6. Bund für das Verleihen von Bildtonträgern/Tonträgern
  7. Andere Fälle der Zweitverwertung

Musikvideos sind mit Tonträgern bei der GVL gleichgestellt.

Die Inkassofunktion übernimmt für die GVL die GEMA (im Bereich der öffentlichen Aufführung) und führt diese Beträge an die GVL ab. Kabelrechte, Vermietung und Verleih werden von der GVL im Gesellschaftsverbund wahrgenommen.
Das Auszahlen der Vergütung obliegt allerdings ausschließlich der GVL, abhängig von den im Beirat festgelegten Verteilungsplänen.

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Seiten in diesem Artikel:
Seite  1:  Was tun, wenn einen die Kreativität übermannt?
Seite  2:  Die Musiker und die GEMA
Seite  3:  VG Musikedition - noch nie gehört!
Seite  4:  Wozu dient die GVL?
Seite  5:  Für den Schreiberling!
Seite  6:  Kunst ist ja bekanntlich Geschmackssache
Seite  7:  Geht die Filmbranche leer aus? Nein!
Seite  8:  Wenn ich nur Filme produzieren will?
Seite  9:  Gibt es soetwas auch im Bereich der Erotik?
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